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Ulitzkaja Erhält Remarque-Friedenspreis 2023

Ulitzkaja erhält Remarque-Friedenspreis 2023

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Osnabrück (dpa/lni) – Die russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja wird mit dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis 2023 ausgezeichnet. Die seit März 2022 im Berliner Exil lebende Autorin gehöre zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Russlands, teilte die Jury des Friedenspreises am Freitag mit.

«Ihre kritische Haltung gegenüber dem damaligen sowjetischen und jetzt russischen Regime drückt sie in Romanen und Erzählungen aus, die nicht nur die russische Tragödie des 20. Jahrhunderts widerspiegeln, ein Jahrhundert der Gewaltherrschaft und des Genozids.» Ulitzkaja, 1943 geboren, wuchs in Moskau auf. Sie ist auch eine bekannte Kritikerin des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Der nach dem in Osnabrück geborene Schriftsteller Erich Maria Remarque benannte Friedenspreis wird seit 1991 alle zwei Jahre von der Stadt verliehen. Er ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Preis an Ulitzkaja soll am 22. Juni bei einem Festakt zum 125. Geburtstag von Erich Maria Remarque vergeben werden. Den mit 5000 Euro dotierten Sonderpreis erhält der ukrainische Zeichner Sergiy Maidukov. Er möchte diesen zu einem anderen Zeitpunkt annehmen.

«Den diesjährigen Remarque-Friedenspreis möchten wir verstanden wissen als ein Zeichen der Hoffnung: Die Logik des Krieges soll nicht das letzte Wort haben», sagte die Vorsitzende der Friedenspreis-Jury, die Präsidentin der Universität Osnabrück, Susanne Menzel-Riedl. «Das letzte Wort muss die Sprache der Humanität haben, die auch Menschen verfeindeter Staaten verbindet.» Die Gewalt des Krieges dürfe die Sprache von Literatur und Kunst nicht zum Schweigen bringen.

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