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Deutschlandticket startet: Viel Ersparnis möglich

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Hannover (dpa/lni) – Verbraucherinnen und Verbraucher in Niedersachsen können von Montag an das bundesweite Nahverkehrsticket für monatlich 49 Euro nutzen. Dadurch sind mitunter deutliche Preisnachlässe möglich. Doch es gibt auch einige Unterschiede im Vergleich zu den bisherigen Tickets.

Das 49-Euro-Abo startet am 1. Mai und soll an das beliebte 9-Euro-Ticket anknüpfen, das im vergangenen Sommer nur befristet für drei Monate angeboten worden war. Es soll den ÖPNV preislich attraktiver machen und viele dazu bewegen, vom Auto in Busse und Bahnen umzusteigen. Das Deutschlandticket hingegen ist ein Abomodell, das monatlich kündbar ist.

Das Verkehrsministerium in Hannover konnte nicht sagen, wie viele der Tickets bislang verkauft wurden. Das dürfte schwierig zu erheben sein, weil Kunden es beispielsweise zentral über die App der Deutschen Bahn kaufen können. Die Bremer Straßenbahn AG hat nach eigenen Angaben rund 18.000 Deutschlandtickets im System, davon rund ein Drittel neue Kunden – genau dieselbe Zahl hat der Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) registriert, ebenfalls mit einem hohen Neukundenanteil von einem Drittel.

Anders als bei einigen Abos ist das Deutschlandticket nicht übertragbar, es ist also personengebunden. Ebenfalls können beispielsweise Fahrräder nicht kostenlos mitgenommen werden, auch andere Fahrgäste können etwa am Wochenende oder abends nicht mitgenommen werden. Diese Leistungen sind bislang in einigen Monatstickets in Niedersachsen enthalten.

Ein Sprecher des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) teilte jüngst mit, dass es ein Zusatzangebot für monatlich 4,90 Euro geben soll. Damit sollen Inhaber, die von einem bisherigen Monatsticket auf das Deutschlandticket wechseln, die Option zur Mitnahme weiterhin nutzen können. An Wochenenden sowie abends ab 19.00 Uhr darf ein Kunde einer Monatskarte im GVH einen Erwachsenen und bis zu drei Kinder mitnehmen. Über den GVH können Kunden wegen eines Hackerangriffs allerdings erst zum 1. Juni das Deutschland-Ticket kaufen.

Für viele Nahverkehrsnutzer in Niedersachsen zeichnet sich durch das 49-Euro-Ticket ein deutlicher Rabatt ab. Einige Verkehrsanbieter hatten zu Jahresbeginn die Preise erhöht, somit ist die Ersparnis mancherorts noch größer als vor einigen Monaten angenommen.

Im GVH kostet das Jahresabo für das Stadtgebiet Hannovers beispielsweise 61 Euro im Monat. Die Ersparnis durch das Deutschland-Ticket läge hier somit bei 144 Euro im Jahr – allerdings ohne Mitnahmemöglichkeit weiterer Fahrgäste. Wer neben dem Stadtgebiet weitere Tarifzonen nutzt und beispielsweise nach Springe, Wunstorf, Sarstedt oder Großburgwedel fahren möchte, spart noch mehr Geld. Die Tarifzonen A, B und C kosten derzeit knapp 100 Euro monatlich im Jahresabo, der Preis reduziert sich durch das bundesweite Nahverkehrsticket somit um die Hälfte.

Bei mehreren Verkehrsanbietern in Niedersachsen gibt es auch Monatstickets, die weniger als 49 Euro kosten, das gilt beispielsweise für Schülerinnen und Schüler. Allerdings gelten diese meist nur für eine bestimmte Region.

Im Verkehrsverbund der Region Braunschweig ergibt sich für viele Kunden ebenfalls ein Rabatt. Die sogenannte Plus-Karte im Stadttarif in Braunschweig kostet derzeit monatlich 72,20 Euro – das ergibt jährlich 278 Euro weniger Kosten. Allerdings waren auch hier bislang Mitnahmeregelungen enthalten. Die teuerste Preisstufe kostet bei dem Verkehrsverbund 171 Euro im Monat – das 49-Euro-Ticket sorgt somit für knapp 1500 Euro Entlastung im Jahr.

Wer mit dem Metronom zwischen Hannover und Göttingen pendelt, zahlt dafür monatlich 261 Euro – mit dem 49-Euro-Ticket wären es jährlich etwa 2500 Euro weniger.

Ein Niedersachsen-Ticket, das beispielsweise in Regionalbahnen gilt, kostet bei der Deutschen Bahn für eine Person derzeit 25 Euro pro Tag in der 2. Klasse. Mit zwei Fahrten im Monat würde sich das bundesweite Ticket somit rentieren.

In Bremen kostet das Monatsticket in der Preisstufe I laut Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen 56,10 Euro im Monat – macht im Jahr 85 Euro weniger. Fährt man weiter ins Umland, sparen Kunden noch deutlich mehr Geld. Die Preisstufe G kostet demnach 185 Euro im Monat – macht somit etwa 1600 Euro weniger im Jahr.

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