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30.11.2021

Berechnungen: Vierte Corona-Welle kommt Anfang/Mitte Dezember bei uns an

In der Region wird der Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle bis Mitte Dezember erwartet. Das geht aus neuen Berechnungen vom Kommando territorialer Aufgaben der Bundeswehr hervor. Demnach bewegt sich die vierte Welle vom Südosten Deutschlands auf die niedersächsische Küste zu. Prognostiziert werden Inzidenzen weit über 500, wie aktuell schon in einigen Landkreisen in Sachsen und Bayern. Dennoch zieht die Welle langsamer als zunächst erwartet, so die Bundestagsabgeordnete für Wilhelmshaven-Friesland und Wittmund Siemtje Möller im NSW-Interview. Bei deutlich erhöhten Inzidenzen würden nur weitreichende Maßnahmen helfen. Möller spricht sich deshalb für Kontaktbeschränkungen aus, um zum Beispiel Kita- und Schulschließungen zu verhindern. Außerdem müsse über eine Impfpflicht dringend nachgedacht werden, um eine fünfte Corona-Welle zu verhindern.

Industrie an der Küste will Impfpflicht

Die Metall- und Elektroindustrie an der Küste will eine Impfpflicht. In der vierten Welle sollte die Belegschaft bestmöglich geschützt werden. Durch die Schutzmaßnahmen drohe auch wieder zunehmend Kurzarbeit. Wenn es ständig ein Hin und her gebe, würden die Betriebe nachhaltig geschädigt werden, sagt ein Sprecher von Nordmetall und der AGV Nord. Die Impfpflicht sollte dann auch generell kommen und nicht nur auf einzelne Betriebe bezogen.

Weiterer Corona-Todesfall in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven gibt es einen weiteren Todesfall mit Corona-Zusammenhang. Wie die Stadt mitteilt, ist es der 59., seit die Pandemie im vergangenen Jahr ausgebrochen ist. Die Inzidenz in der Jadestadt bleibt vergleichsweise niedrig. Heute liegt sie bei 71. Würde der Wert länger über 100 steigen, könnte die Warnstufe 2 für Wilhelmshaven greifen – das würde bedeuten, dass dort die 2G+-Regel gilt.

Feuerwehrbetrieb in Aurich wird eingeschränkt

Die Freiwilligen Feuerwehren in Aurich dürfen vorerst nur noch zu Einsätzen rausfahren. Ansonsten dürfen sich die Mitglieder in der Stadt erstmal nicht mehr treffen. Das hat der Stadtbrandmeister so entschieden. Bei Einsätzen müssen die Feuerwehrleute dann mit Maske ins Feuerwehrhaus kommen. Es gebe dringenden Handlungsbedarf wegen der aktuellen Corona-Situation, sagte ein Sprecher vom Ordnungsamt, der die Schutzmaßnahme bei der Freiwilligen Feuerwehr angeordnet hat.

Omikron-Verdacht in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es einen ersten Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Nach einem Aufenthalt in Südafrika bestehe bei einem Mann der begründete Verdacht, dass er mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte das Gesundheitsministerium mit. Derzeit befinde er sich in Isolation. Laboruntersuchungen beim Landesgesundheitsamt sollen nun im Laufe der Woche Klarheit bringen, ob sich der Verdacht bestätigt.

Weihnachtsmärkte gehen weiter

Die Weihnachtsmärkte in der Region werden trotz schärferer Corona-Regeln erst einmal weiter laufen. Das kündigen die Schaustellerverbände an. In Oldenburg, Aurich und Leer bleiben die Märkte bis Sonntag geöffnet, danach wollen die Betreiber Bilanz ziehen. In Emden gibt es bisher keine Deadline. Zuletzt hatten die Schausteller befürchtet, dass Weihnachtsmärkte unter der 2G-Plus-Regel unwirtschaftlich und logistisch schwierig seien.

Impfstoff teilweise knapp

In vielen Kommunen in Niedersachsen gibt es aktuell nicht genügend Corona-Impfstoff. Das sagt der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Oldenburg im NDR. So hätte es einen Extremfall gegeben, in dem eine Praxis nur 150, statt 1.000 Dosen geliefert bekommen habe. Auch im Landkreis Emsland wäre der Impfstoff teilweise knapp. In der Stadt Wilhelmshaven wäre es in dieser Woche noch möglich die Impfaktionen durchzuführen, das liege allerdings daran, dass die Lager vor Ort aktuell noch gefüllt seien.

GMK: Apotheken sollen ebenfalls impfen dürfen

Die Gesundheitsministerkonferenz fordert den Bund auf Corona-Impfungen in Zukunft auch in Apotheken zu ermöglichen. Die Gesundheitsminister der Länder hatten den Antrag aus Niedersachsen einstimmig beschlossen. In den kommenden Wochen brauche es so viele Impfungen wie irgend möglich, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen sei es wichtig möglichst viele Anlaufstellen für ein Impfangebot zu haben.

Neuer Corona-Bußgeldkatalog

Das Land Niedersachsen hat offenbar einen neuen Corona-Bußgeldkatalog erarbeitet. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Wenn Gastronomen oder Dienstleister beispielsweise gegen die 2G-Plus-Regel verstoßen kann das je nach Betriebsgröße ein Bußgeld von bis zu 20.000 Euro nach sich ziehen. Wer einen gefälschten Test- oder Impfnachweis vorlegt muss bis zu 600 Euro zahlen. Mit dem Bußgeldkatalog will das Land eine Orientierungshilfe für die Kommunen schaffen. Für die Kontrollen der Regelungen sind die Ordnungsämter oder die Polizei zuständig.

Klaasohm fällt wieder aus

Auf Borkum fällt das traditionelle Klaasohmfest am 5. Dezember erneut aus. Das teilt der Veranstalter mit. Grund seien die angespannte Corona-Lage und die zu erwartenden Auflagen. Das Traditionsfest war bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie ausgefallen. Es war die erste Absage seit 1946. Der Klaasohm-Brauch ist ein Heiligenfest, dass auf die Zeit der Walfänger zurückgeht.  

Ab morgen schärfere Besuchsregeln in Ubbo-Emmius-Kliniken

Ab morgen gilt in den Ubbo-Emmius-Kliniken in Aurich, Emden und Norden die 2G-Plus-Regel für Besucher. Zusätzlich dürfen die Patienten pro Tag nur eine Stunde einen Besucher empfangen. Die Besuchszeit geht von 13 bis 18 Uhr. Die Kliniken reagieren damit auf die derzeitige Infektionslage in der Region – derzeit liegen elf Intensivpatienten in den Ubbo-Emmius-Kliniken

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