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29.11.2021

Schausteller auf Weihnachtsmärkten besorgt wegen 2G-Plus-Regel

Die Schausteller auf den Weihnachtsmärkten zeigen sich besorgt wegen der 2G-Plus-Regel, die ab Mittwoch in weiten Teilen Niedersachsens eingeführt wird. Falls es keine andere Möglichkeit als 2G Plus gebe, wäre es besser, die Weihnachtsmärkte komplett abzusagen, schreiben der Landesverband der Markt- und Schaustellerverbände und der Berufsverband der Schausteller und Marktkaufleute Oldenburg. Falls es zu einer Absage komme, brauche es finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Schon unter 2G-Regeln seien die Besucherzahlen deutlich zurückgegangen. In fast allen Landkreisen und Städten in Niedersachsen wird ab Mittwoch die 2G Plus-Regel gelten, Geimpfte und Genesene dürften dann nur noch mit einem negativen Corona-Test auf den Weihnachtsmarkt.

2G+ kommt ab Mittwoch fast überall in Niedersachsen

Ab Mittwoch gilt in weiten Teilen Niedersachsens die 2G-Plus-Regelung. Die Hospitalisierungsrate liegt aktuell seit mehreren Tagen über dem Schwellenwert von 6. Für Kommunen mit einer Inzidenz über 100 gilt dann die Warnstufe 2. Davon wären nach jetzigem Stand fast alle Landkreise und Städte betroffen – außer der Heidekreis und die Stadt Wilhelmshaven.  

Mehr Bundeswehrsoldaten in Niedersachsen zur Kontaktnachverfolgung

In Niedersachsen helfen immer mehr Soldatinnen und Soldaten bei der Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern. Heute waren wohl 152 im Einsatz, berichtet das Landeskommando. Das sind dreimal so viel wie in der vergangenen Woche. Auch im Landkreis Friesland baut man auf Hilfe von der Bundeswehr, die Soldatinnen und Soldaten helfen zum Beispiel dabei, mögliche Kontaktpersonen von Infizierten anzurufen.

Testkapazitäten in Norden werden ausgebaut

Die Testkapazitäten in Norden werden ausgebaut. Wie Bürgermeister Florian Eiben ankündigt, will die Stadt damit mehr Sicherheit geben, wenn es in Richtung 2G Plus geht. Künftig bieten die Johanniter dienstags, donnerstags und samstags kostenlose Tests an. Eiben fordert alle Norderinnen und Norder nochmal zur Vorsicht und gleichzeitig auch zur Impfung auf. Derzeit gibt es in der Stadt 41 aktive Corona-Fälle.

Neuer Todesfall in Emden

In Emden gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Wie die Stadt mitteilt ist eine Person nach einer Infektion im Krankenhaus verstorben. Es ist der 17. Todesfall in der Stadt. Die Inzidenz in Emden liegt im bundesweiten Vergleich im unteren Drittel – der Wert liegt heute bei 186.

Emden plant erneut offene Impfaktion

Die Stadt Emden plant am Donnerstag erneut eine offene Impfaktion. Zwischen 10 und 15 Uhr kann sich jeder der möchte ohne Termin in der Nordseehalle impfen lassen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt eine offene Impfaktion organisiert – dabei war der Andrang so groß, dass die Verwaltung bereits nach einer Stunde darum bitten musste, sich nicht mehr anzustellen. In den kommenden Wochen will Emden wieder ein ambulantes Impfzentrum einrichten.

Tourismus stagniert

Die aktuelle Corona-Lage wirkt sich auch auf den Tourismus an der Küste aus. Es gäbe bereits einige Stornierungen, die Buchungslage stagniere, heißt es von verschiedenen Vertretern der ostfriesischen Inseln. Außerdem mache sich bemerkbar, dass aktuell weniger Menschen einen Urlaub in der Region buchen würden. Die Touristiker gehen davon aus, dass viele Urlauber die Beschlüsse der nächsten Bund Länder Runde abwarten wollen.

Kommunalverbände für härtere Regeln für Discos und Weihnachtsmärkte

Mehrere niedersächsische Kommunalverbände fordern angesichts der steigenden Corona-Zahlen strengere Maßnahmen. Der niedersächsische Landkreistag und der Städte- und Gemeindebund wollen vor allem härtere Beschränkungen für Discos und Weihnachtsmärkte. Am besten wäre eine vollständige Schließung, so Hubert Meyer, der Hauptgeschäftsführer des Landeskreistages. Der Städte und Gemeindebund ist der Ansicht, dass Weihnachtsmärkte eher generell abgesagt werden sollte.

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Immer mehr gefälschte Impfpässe     

Fälle von gefälschten Impfpässen haben nach Angaben der Polizei in Niedersachsen und Bremen in den vergangenen Wochen stark zugenommen. In den beiden Bundesländern laufen insgesamt mehrere hundert Ermittlungsverfahren. Durch die Ausweitung der 2G-Regel würden die Fallzahlen wohl noch einmal steigen, so die Polizei. Zuletzt wurde in Bunde ein Ehepaar mit gefälschtem Impfpass erwischt.

Gastronomen in Friesland verärgert über 2G-Plus

Die 2G-Plus-Regel sorgt bei den Gastronomen im Landkreis Friesland für Empörung. Die Verordnung sei in vielen Betrieben personell und räumlich nicht umsetzbar, so Vertreter vom Branchenverband DeHoGa. Gleichzeitig kritisieren die Gastronomen die Aussage von Landrat Sven Ambrosy, dass es kulante Kontrollen geben werde. Das wäre ein Freifahrtschein für Betriebe die sich bisher ohnehin nicht an die Regeln gehalten hätten. Der Landkreis Friesland hatte wegen der hohen Inzidenz am Samstag auf eigene Faust die 2G-Plus-Regel eingeführt.

Rufe nach Impfpflicht werden lauter

Die Rufe nach einer allgemeinen Impfpflicht werden lauter. Auch die Ärztekammerversammlung in Niedersachsen spricht sich jetzt für eine verpflichtende Impfung für alle aus. Nur so gelinge es einen Lockdown und schwere Belastungen für die Gesellschaft abzuwenden. Heute hatte sich auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hatte zuletzt ergeben, dass 69 Prozent der Befragten pro Impfpflicht sind.

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