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28.02.2021

Protestaktion von Friseuren am Wochenende

Die Friseure in Ostfriesland wollen am Wochenende mit einer Protestaktion auf ihre schwierige Lage aufmerksam machen. Der Landesinnungsverband vom niedersächsischen Friseurhandwerk ruft die Betriebe auf, die Beleuchtung in den geschlossenen Geschäften von Freitag bis Samstag anzuschalten. Viele Salons haben durch die wochenlange Zwangspause mit hohen Umsatzeinbußen zu kämpfen, so die Handwerkskammer für Ostfriesland. Auch die versprochenen Hilfen ließen auf sich warten.

Betriebe im Wangerland fordern, dass der Rundfunkbeitrag weg fällt

Die Gastronomie im Wangerland fordert, dass für die Zeit des Lockdowns der Rundfunkbeitrag für die Betriebe weg fällt. Deswegen hat die Initiative „Gemeinsam für das Wangerland“ jetzt ein Positionspapier veröffentlicht. Einzelne Betriebe hätten schon mit dem Beitragsservice Kontakt aufgenommen. Der habe allerdings deutlich gemacht, dass der Beitrag erst gestrichen werden kann, wenn der Betrieb für drei Monate durchgehend geschlossen wurde. Das wolle man nicht akzeptieren, wenn die Betriebe die Leistung wegen dem beherbergungsverbot nicht in Anspruch nehmen können. Der Deutsche Tourismusverband will sich mit dem Anliegen an die Rundfunkkomission wenden.

Auch Teile der Geschäftsführung in Kliniken in Aurich, Emden und Norden gegen Corona geimpft

In den Kliniken in Aurich, Emden und Norden wurden auch schon Teile der Geschäftsführung gegen das Corona-Virus geimpft. Das teilt eine Sprecherin der Trägergesellschaft mit – in den letzten Tagen hatte es in den sozialen Netzwerken schon Kritik daran gegeben. Teile des Pflegepersonals und auch viele Ärzte wären noch nicht geimpft, während die Geschäftsführung direkt Zugriff auf den Impfstoff gehabt hätte, hieß es da. Die Sprecherin der Klinik betonte, dass damit niemandem Impfstoff vorenthalten werden würde, die Verantwortlichen der Kliniken hätten den wertvollen Impfstoff genutzt, um die angestrebte Quote zu erreichen. Es wären auch nur ein paar zusätzliche Mitarbeiter gewesen, die mit den übrig gebliebenen Dosen geimpft wurden.

Reimann hofft auf Besserung der Corona-Situation im Sommer

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann hofft auf eine Besserung der Corona-Infektionslage im Sommer. Je nachdem, wie sich die Inzidenzzahlen entwickeln und die Mutationen aufgehalten werden können, wäre eine Entspannung im Sommer möglich. Hoffnung gebe das wärmere Wetter. Auch die Impfungen für ältere Leute würden laut Reimann Entlastung schaffen. In den letzten Tagen und Wochen waren die Infektionszahlen an der Küste auch leicht zurückgegangen. Auch das Robert-Koch-Institut meldet für Deutschland heute erstmals seit drei Monaten eine Inzidenz von unter 100.  

Impftermin-Hotline freigeschaltet

An der Küste und in ganz Niedersachsen ist die Vergabe von Impfterminen für über 80-Jährige, die zuhause wohnen gestartet. Die meisten Anrufer werden wohl nur auf eine Warteliste gesetzt werden können, weil es nicht so viele Termine gibt. Das hängt mit dem Mangel an Impfdosen zusammen. Das Land hat Kommunen aber inzwischen angewiesen, die Hälfte der nächsten Lieferung für Impfungen in den Impfzentren zu nutzen. Dadurch wird das Impfzentrum in Wilhelmshaven wohl ab dem 8. Februar öffnen. Der Landkreis Wittmund bekommt am 15. Februar eine neue Impfstofflieferung. An dem Tag soll dann auch das Impfzentrum in Esens öffnen.

Corona-Mutante im Ammerland nachgewiesen

Bei insgesamt vier Personen im Landkreis Ammerland ist die britische Corona-Mutante nachgewiesen worden. Drei Infizierte sind Mitarbeiter von einem Westersteder Unternehmen. Sie waren nach Angaben der Kreisverwaltung aus Großbritannien angereist. Der vierte Fall ist ein Zufallsbefund. Sie waren alle schon in Quarantäne. Die Mitarbeiter des Westersteder Unternehmens wurden auch inzwischen negativ getestet und reisen in den nächsten Tagen zurück nach Großbritannien.

Stadt Wilhelmshaven meldet weiteren Corona-Todesfall

Die Stadt Wilhelmshaven meldet einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Es ist insgesamt der 36. in der Stadt seit Ausbruch der Pandemie. Schon gestern hatten die Landkreise Aurich, Leer und Wittmund jeweils einen Todesfall mit Corona-Zusammenhang registriert. Die Inzidenzwerte in der Region bleiben weiterhin auf einem relativ niedrigen Level, in der Stadt Emden liegt der Wert gerade bei knapp 24, im Landkreis Aurich bei 20 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in der letzten Woche, im Kreisgebiet Friesland bei rund 36. Der Landkreis Leer ist der Wert bei ungefähr 52, in der Stadt Wilhelmshaven bei knapp 64. Die Inzidenz im Kreis Wittmund bewegt sich weiterhin knapp um den 100er-Wert, seit gestern ist der Wert wieder auf 105 gestiegen.  

Hotline für Impftermine stark überlastet

Niedersachsens Hotline für die Vergabe von Corona-Impfterminen ist wie erwartet überrannt worden. Allein in der ersten Stunde seien mehr als 700.000 Anrufe eingegangen, sagte eine Sprecherin vom Gesundheitsministerium. Dadurch waren die Leitungen überlastet. Davon war die Landesregierung schon von vornherein ausgegangen. Viele Anrufer konnten sich wenn sie durchgekommen sind, auch nur auf eine Warteliste setzen lassen. Das hängt mit den Lieferengpässen bei den Impfstoffen zusammen. Im ersten Schritt können deswegen laut Regierung nur rund 15.000 Termine vergeben werden.  

5,8 Millionen Euro Überbrückungsgelder im Kreis Aurich von Juni bis November

Von Juni bis November sind fast 5,8 Millionen Euro an Überbrückungsgelder für Betriebe in den Landkreis Aurich geflossen. Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels mitteilt, wurden alleine für die Novemberhilfen 671 Anträge aus dem Kreisgebiet gestellt. Betriebe können auch noch weiter Anträge stellen. Die Überbrückungshilfe 3 läuft noch bis Juni.

Weitere Corona-Todesfälle an der Küste

Im Landkreis Aurich sind zwei weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus verstorben. Damit meldet die Kreisbehörde seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 28 Todesfälle. Auch im Kreis Leer ist noch eine Person an den Folgen des Virus verstorben. Die Corona-Fallzahlen in Aurich sinken aber weiter. Der Siebentagesinzidenzwert gerechnet auf 100.000 Einwohner liegt da im Moment bei 17,4. Bundesweit ist das weiter der niedrigste Wert.

Verstöße gegen Corona-Regeln in Wilhelmshaven und Varel

In Wilhelmshaven und Varel sind der Polizei gestern gleich mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgefallen. Insgesamt neun Jugendliche hatten sich in der Virchowstraße in Wilhelmshaven getroffen und haben weder die Abstandsregelungen eingehalten, noch Masken getragen. Spätabends wurden dann nochmal vier Jugendliche in der Güterstraße entdeckt. In Varel hatten sich vier Leute in ihren Autos getroffen. Auch da sind die Beamten eingeschritten.

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