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26.05.2021

Spahn will auch ohne Stiko-Empfehlung Kinder impfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission, dass zeitnah Kinder ab 12 Jahren gegen Corona geimpft werden. Wenn der Impfstoff zugelassen werde, brauche es keine zusätzliche Empfehlung, um mit den Impfungen zu beginnen, so Spahn im Interview mit RTL. Eine Impfung als Voraussetzung zur Teilnahme am Präsenzunterricht plane der Bund nicht. Zuletzt hatte das Land Niedersachsen angekündigt, zeitnah mit den Impfungen für jüngere beginnen zu wollen, möglichst vor Ende der kommenden Sommerferien. Derzeit gibt es aber keine allgemeine Empfehlung dazu von der Ständigen Impfkommission.

Corona-Lage an der Küste

Die Corona-Zahlen an der Küste sind heute deutlich gesunken. IN allen Kommunen außer in Emden liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben vom Robert-Koch-Institut im Moment unter 30. Die geringste Inzidenz hat weiterhin der Landkreis Friesland mit knapp 10. Für die Stadt Emden wird ein Wert von 128,2 gemeldet. Das Land hat aber angekündigt, dass Emden trotz der kritischen Lage keinen zusätzlichen Impfstoff bekommt.

Impfung für Schüler vor den Ferien geplant

Das Land will noch vor den Sommerferien mit der Impfung von 450.000 Schülerinnen und Schülern starten. Konkret geht es um etwa 450.000 Kinder. Die würden laut Zeitplan vom Land dann noch vor Ende der Sommerferien ihre Zweitimpfung kriegen. Voraussetzung für den Plan ist aber, dass der Impfstoff von Biontech für Kinder ab 12 freigegeben wird, aktuell ist er für Jugendliche ab 16 zugelassen. Die ständige Impfkommission will darüber Anfang Juni entscheiden. Das Bundesgesundheitsministerium hatte bereits dazu aufgerufen Biontech-Dosen für Schüler und Schülerinnen zu reservieren.

Reaktionen auf Spahns „20er-Inzidenz“

Gesundheitsminister Jens Spahn schlägt weitestgehende Lockerungen in der Pandemie erst ab einer Inzidenz von 20 vor. Die Idee stößt an der Küste aus Skepsis. Leer Landrat Matthias Groote findet zwar, dass man einen möglichst niedrigen Wert nehmen solle, allerdings halte er wenig davon jetzt einen weiteren Inzidenzwert als Grenze zu etablieren. Auch Aurichs Landrat Olaf Meinen glaubt, dass ein neuer Wert eher für Verunsicherung sorgt. Der Deutsche Städte und Gemeindebund warnt vor zu frühen Lockerungen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. Man dürfe die gute Entwicklung jetzt nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Lockerungen in Leer frühstens ab Samstag

Im Kreis Leer fällt die Testpflicht im Einzelhandel frühstens ab Samstag weg. Darauf weist die Kreisverwaltung hin. Erst dann gibt es die Möglichkeit, dass Leer fünf Werktage lang eine Inzidenz unter 50 hatte. Das ist für den Wegfall der Testpflicht Voraussetzung. Der Kreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven konnten die Testpflicht im Handel gestern bereits aussetzen. Dort ist der Inzidenzwert seit knapp einer Woche extrem niedrig.

DeHoGa: Pfingsten war „kein gutes Geschäft“

Trotz der Aufhebung des Urlaubsverbots zu Pfingsten sind viele Hotel- und Restaurantbetreiber unzufrieden mit dem Pfingstwochenende. Es wären bei weitem nicht so viele Tagesgäste gekommen wie erhofft, so eine Sprecherin vom Branchenverband DeHoGa. Das Wochenende sei kein gutes Geschäft gemacht worden. Die Gäste wären vor allem weggeblieben, weil die Landeskinder-Regel sie schon im Vorhinein an andere Ziele, z.B. in Schlesweig-Holstein, getrieben hätte. Außerdem würde die Testpflicht viele Abschrecken. Der Verband räumt aber auch ein, dass das schlechte Wetter eine Mitschuld hat.

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