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25.03.2021

Handel froh über Rücknahme der Ruhetage

Der Handel an der Küste ist erleichtert über die Aufhebung der Ruhetage zu Ostern. Die Branche hätte ohnehin zu kämpfen, die Regelung hätte zu noch mehr Chaos geführt, mein ein Sprecher der Werbegemeinschaft Emden. Der Chef vom ostfriesischen Einzelhandelsverband, Johann Doden, bezeichnete die Planung der Ostertage als puren Aktionismus, die Absage hätte jetzt zu einem Vertrauensverlust geführt. Kanzlerin Angela Merkel hatte gestern die Planung von Ruhetage an Gründonnerstag und Karsamstag wieder gekippt und als Fehler bezeichnet.

Drei weitere Todesfälle

An der Küste gab es gestern drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Im Kreis Leer ist ein 82-jähriger Verstorben – im Kreis Wittmund ebenfalls ein Mann Ü-80. Außerdem ist auch im Kreis Friesland ein Todesfall dazu gekommen. Die Inzidenzwerte sind gestern mit wenigen Ausnahmen relativ stabil geblieben. Der Kreis Leer hat einen Sprung gemacht: 71 Neuinfektionen gemeldet, die Inzidenz ist jetzt bei 135. In Wilhelmshaven gab es dagegen eine positive Entwicklung – die Inzidenz ist von über 90 auf 86 gesunken.

Weil für eigene Corona-Bremse

Über Ostern sind in Niedersachsen wohl auch nächtliche Ausgangssperren möglich. Ministerpräsident Stephan Weil sagt gestern – dass die Dinge über die Feiertage nicht einfach so laufen gelassen werden können. Gleichzeitig wird es an touristischen Ausflugszielen wohl Stichprobenartig Kontrollen geben – Urlaub bleibt weiter verboten, nur Tagesausflüge sind erlaubt. Erste Details zur neuen Corona-Verordnung im Land soll es schon im Laufe des Tages geben – morgen will Weil sie dann im Landtag vorstellen.

Zwei neue Impfstellen für den Kreis Aurich

Der Kreis Aurich will im EEZ in Aurich eine weitere Impfstelle einrichten. Das teilt die Verwaltung mit. Die soll zeitnah eröffnen heißt es. Eine weitere Impfstelle ensteht in Norden Uthlandshörn, an der ehemaligen Funkstelle von Norddeich-Radio. Das Land hatte die Kommunen aufgefordert ihre Impf-Kapazitäten hochgefahren. Nach Angaben vom Bund soll die Impfstoffmenge die zur Verfügung steht ab April deutlich zunehmen.

Elternrat will Luftfilter für alle Klassenräume

Der Landeselternrat fordert Luftfilter für alle Klassenräume in Niedersachsen, um das Ansteckungsrisiko mit Corona zu verringern. Das Kultusministerium plant dazu aktuell aber erstmal nichts, weil Lüften nach wie vor die beste Alternative sei. Das frustriert die Elternvertreter: Seit Monaten hätten sie dem Land immer wieder wissenschaftliche Beweise zur Sinnhaftigkeit von Luftfiltern vorgelegt – trotzdem würde nichts passieren. Das bezeichnet der Elternrat als schädlich. Einige Kommunen hatten auf eigene Faust entschieden Luftfilter anzuschaffen, z.B. die Stadt Aurich.

Tagestourismus zu Ostern soll erlaubt bleiben

Die Kommunen an der Küste wollen den Tagestourismus zu Ostern nicht verbieten. Im Moment seien keine Allgemeinverfügungen geplant, heißt es aus den Verwaltungen. Allerdings müsse man immer das Infektionsgeschehen im Auge behalten. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hatte angekündigt, dass es erlaubt bleiben soll über Ostern einen Tagesausflug zu machen, allerdings können die Kommunen das selbstständig verbieten – Cuxhaven macht das zum Beispiel. Angedacht sind an der Küste aber wohl Kontrollen an Ausflugshotspots.

Kommunen setzen auf „Luca“-App

Die meisten Kommunen an der Küste wollen bei der Kontaktnachverfolung auf die „Luca“-App setzen. Auch der Landkreis Leer hat sein Gesundheitsamt jetzt mit der Anwendung verbunden. Die App soll dabei helfen zukünftig mehr Sicherheit bei eventuellen Lockerungsschritten zu bekommen. Bei Restaurants- oder Kinobesuchen hinterlassen Gäste über die App ihre Kontaktdaten. Die Anwendung ersetzt also das, was im letzten Jahr noch per Zettel und Stift geregelt wurde. Auch die Städte Emden, Wilhelmshaven und der Kreis Aurich setzen schon auf die „Luca“-App.

Mehr häusliche Gewalt im Lockdown

Die Fälle von häuslicher Gewalt an der Küste haben im letzten Jahr zugenommen. Die Polizei Aurich Wittmund hat über 100 Vorfälle mehr registriert als noch im Vorjahr. Das sei eine besorgniserregende Entwicklung, heißt es von der Polizei. Durch den Lockdown sei die Gewaltbereitschaft gewachsen – Experten hatten bereits im vergangenen Jahr vor einer Zunahme von häuslicher Gewalt gewarnt, wenn die Menschen häufiger zu Hause sind. Klar ist für die Polizei aber auch, dass die offiziellen Zahlen nur die Spitze des Eisbergs sind – die Dunkelziffer liege wohl weitaus höher.

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