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24.03.2021

Kritik an neuen Corona-Beschlüssen

Vertreter aus Handel und Tourismus an der Küste haben die Beschlüsse der Bund Länder Konferenz kritisiert. Der Oster-Lockdown hätte weitreichende Auswirkungen auf die Produktion und Bestellungen, sagt der Chef vom ostfriesischen Einzelhandelsverband Johann Doden. Man könne nicht mal eben so die Produktion rauf und wieder runterfahren. Der Hotel und Gaststättenverband ist sauer: die niedersächsischste Landesregierung hatte vor den Sondierungen Öffnungen im Tourismus über Ostern in Aussicht gestellt – jetzt nicht zu öffnen sei eine wirtschaftliche Katastrophe, so eine Sprecherin. Unklar ist auch weiterhin, wie zu Gründonnerstag die Regelung für Arbeitgeber ist: Die Arbeitnehmervertretung DGB geht bisher aber davon aus, dass der Ruhetag wie ein Feiertag geregelt wird.

Corona-Zwangspause auf der Meyer Werft geplant

Bei der Papenburger Meyer-Werft wird es ab Montag eine zweiwöchige Corona-Zwangspause geben. Darauf haben sich Geschäftsführung, Betriebsrat und das Gesundheitsamt des Landkreises Emsland geeinigt. Das steht in einem internen Schreiben an die Belegschaft, das Nordseewelle vorliegt. Mit der Maßnahme soll das Infektionsgeschehen auf der Werft eingedämmt werden. Seit Anfang Februar wurden über 200 Corona-Fälle unter Mitarbeitern gemeldet. Über 100 sind im Moment in Quarantäne.

Landkreis Aurich setzt auf Luca

Bei der Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie setzt der Landkreis Aurich in Zukunft auf die App „Luca“. Sie ist jetzt direkt mit dem Gesundheitsamt des Kreises verbunden und soll bei Infektionsfällen die Kontaktnachverfolgung erleichtern. Die App soll Geschäften, Gastronomie, und anderen Institutionen eine Öffnungsperspektive geben. Dabei übernimmt sie die Datenerfassung, die bis jetzt per Zettel und Stift lief. Dazu müssen Gäste mit ihrem Smartphone einen QR-Code scannen. Auch die Stadt Emden will alles vorbereiten um Luca zu nutzen, wartet aber noch ab, bis das Land sich für den Einsatz der App entscheidet.

Weiter rote Zahlen an den Kliniken

Die Kliniken Aurich, Emden und Norden schreiben in diesem Jahr wohl weiter rote Zahlen. Das steht in den Wirtschaftsplänen der Trägergesellschaft, die inzwischen vom Aufsichtsrat verabschiedet wurden. Das Defizit für alle drei Kliniken und ihre Tochtergesellschaften liegt bei 11,5 Mio Euro – das ist tatsächlich aber eine leichte Verbesserung im Vergleich der letzten Jahre. Die Zahlen sind allerdings noch unsicher: Durch die Pandemie gab es bisher weder für 2020 noch für 2021 Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen

Weniger Einbrüche durch Corona

Im Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden wurden im vergangenen Jahr so wenig Einbrüche gezählt, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Fälle ist um fast 28 Prozent zurückgegangen, steht in der aktuellen Kriminalstatistik. Inspektionsleiter Joahnnes Lind führt das auch auf die Corona-Pandemie zurück. Dadurch waren die Leute im vergangenen Jahr mehr zuhause – dadurch gabs weniger möglichkeiten für Einbrecher. In ganz Niedersachsen ist die Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Im Gegensatz dazu gab es im Bezirk Leer/Emden aber auch öfter Angriffe auf Polizeibeamte. Die Zahl der Fälle ist um fast 43 Prozent angewachsen.

Auch Kommunen im Kreis Friesland wollen Modellkommunen werden

Alle acht Städte und Gemeinden im Kreis Friesland wollen sich als Modellkommunen für Öffnungen in Handel und Gastronomie bewerben. Bund und Land wollen in dem Projekt nach Ostern herausfinden, wie sich Lockerungen unter strengen Schutzmaßnahmen auswirken. Auch die Städte Wilhelmshaven und Aurich wollen Modellkommune dafür werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Nach aktuellen Plänen könnten in diesen Modellregionen dann Handel und Außengastronomie mit einem Viertel der Kapazität öffnen. 

CDU-Landtagspolitiker: Kreis Leer wird beim Impfen benachteiligt

Der Kreis Leer hat bisher offenbar nicht genügend Impfstoff vom Land bekommen – das hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele festgestellt. Eigentlich wird der Impfstoff nach Bevölkerungsanzahl verteilt – demnach hätte Leer rund 21.000 Dosen bekommen müssen. Angekommen sind bisher aber nur rund 17.000. Thiele spricht von einer Ungleichbehandlung. Auf ganz Ostfriesland gerechnet haben die Kommunen etwa 15 Prozent weniger Impfstoff bekommen, als ihnen zugestanden hätte.

Osterfeuer in Aurich weiter ungewiss

Nach wie vor ist unklar, ob im Landkreis Aurich in diesem Jahr Osterfeuer erlaubt sind – der Kreis wollte die Brauchtumsfeuer unter den geltenden Hygieneregeln und mit kleiner Personenzahl erlauben. Daran habe sich durch die jüngsten Bund Länder Gespräche erstmal nichts geändert – es sei aber fraglich, ob das möglich ist, denn gerade über das Osterwochenende sollen die Kontakte nochmal stärker reduziert werden. Der Kreis will die Verordnung vom Land abwarten. Die anderen Kommunen an der Küste haben die Osterfeuer in diesem Jahr schon abgesagt.

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