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23.11.2021

Neue Corona-Verordnung für Niedersachsen

Das Land Niedersachsen hat seine neue Corona-Verordnung vorgestellt. Ab morgen wird die Warnstufe 1 greifen. Damit gilt dann die 2G-Regelung in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ministerpräsident Stephan Weil sagte, das komme einen Lockdown für Ungeimpfte sehr nahe. Sollte die Hospitalisierungsinzidenz im Land weiter steigen, greift Warnstufe 2. Dann würde auf das 2G-plus-Modell umgestellt, Geimpfte und Genesene bräuchten dann ebenfalls einen negativen Testnachweis.

Die neuen Regelungen im Einzelnen:

  • 2G in Innenbereichen (u.a. Gastronomie, Discos, körpernahe Dienstleistungen, Kultur- & Freizeiteinrichtungen, Beherbergung)
  • Weihnachtsmärkte: 2G & Maskenpflicht
  • Schulen: Maskenpflicht für alle Klassen, Klassenfahrten bis Ende Januar untersagt
  • schärfere Regeln mit 2G-plus ab Warnstufe 2

„In der Warnstufe 1 haben wir in den relevanten öffentlichen Feldern, wo Menschen sich begegnen, überall 2G. […] 2G-plus ist dann wirklich eine Situation, die besorgniserregend ist – in der sind wir aber derzeit noch nicht. Aber wir wissen genau, wir können überhaupt nicht sicher sein, dass wir nicht in einigen Wochen darin sein werden.“

Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsen

Bis Jahresende 2,8 Millionen Impfungen

In Niedersachsen sollen bis zum Ende des Jahres 2,8 Millionen Impfungen verteilt werden. Das hat Gesundheitsministerin Daniela Behrens angekündigt. Dabei geht es um Erst-, Zweit und Booster-Impfungen. Mittlerweile habe man fast so große Kapazitäten wie zu Zeiten der großen Impfzentren. Dabei spielen die niedergelassenen Ärzte und mobilen Impfteams, aber auch die neu gestarteten Impfpraxen eine wichtige Rolle, so Behrens. Impfstoff sei momentan genügend vorhanden. Der Weg aus der Pandemie sei laut Behrens weiter das Impfen.

Ärztekammerpräsidentin regt Ausgangssperren für Ungeimpfte an

Die Präsidentin der Ärztekammer in Niedersachen, Martina Wenker, hat angeregt über Ausgangssperren für Ungeimpfte nachzudenken. Nur mit maximaler Konsequenz gäbe es die Chance schlimmeres zu verhindern, sagte sie in einem Interview. Schon jetzt seien viele Kliniken an der Belastungsgrenze und müssten überlegen welche OPs durchgeführt werden können. Kritisch äußert sich Wenker zur Hospitalisierungsrate als neuem Standard für die Pandemiebewertung. Ihrer Meinung nach liefere die Inzidenz ein genaueres Bild der Infektionslage.

Verdi gegen Impfflicht im Gesundheitswesen

Die Gewerkschaft Verdi spricht sich gegen eine Corona-Impfflicht in der Pflege aus. An der Freiwilligkeit der Impfung sollte nicht gerüttelt werden, sagte ein Sprecher des Landesbezirks Niedersachsen-Bremen. Die Impfquote im Gesundheitswesen sei jetzt schon überdurchschnittlich hoch. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass Bund und Länder sich einig seien, dass eine Impfflicht für bestimmte Berufsgruppen sinnvoll sei.  

Bundeswehr unterstützt Kontaktverfolgung im Landkreis Friesland

Wegen der steigenden Infektionszahlen unterstützt die Bundeswehr den Landkreis Friesland bei der Kontaktverfolgung. Das berichtet der NDR. Die Soldatinnen und Soldaten sollen helfen Infektionsketten zu durchbrechen. Aktuell seien noch wenig Bundeswehrkräfte im Einsatz. Zu Spitzenzeiten waren es in Niedersachsen 1.200. Der Landkreis Friesland hatte gestern einen neuen Höchststand bei den Corona-Zahlen erreicht. Die Inzidenz liegt heute bei 219.

Doch mehr Impfstoff

Nach heftiger Kritik durch Ärzte und Politik liefert der Bund in den kommenden Wochen doch mehr Dosen von Biontech aus. Darauf hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gestern bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den Ländern eingelassen. Im Laufe der nächsten vier Wochen sollen drei statt zwei Millionen Dosen ausgeliefert werden. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens begrüßte die Kehrtwende. Zeitgleich sagte sie, dass Spahn durch dieses Hin und Her der Impfkampagne einen Bärendienst erwiesen hätte.

Intensivkapazitäten haben sich verkleinert

In den Kliniken an der Küste müssen immer mehr Intensivbetten abgemeldet werden. Im vergangenen Jahr ist in Ostfriesland etwa jedes fünfte Bett weggefallen, berichtet die OZ. Die Kliniken dürfen nur Intensivbetten melden, für die genug personal zur Verfügung steht. Aktuell sind in der gesamten Region 132 Intensivbetten verfügbar – im Gegensatz zu vielen anderen Orten in Deutschland ist die Belegung noch überschaubar, knapp ein viertel der Betten ist in den meisten Kliniken noch frei, das zeigen Zahlen aus dem DIVI-Intensivregister. Nur im Kreis Wittmund sind aktuelle alle acht Intensivbetten belegt, darunter ist allerdings kein Corona-Patient.

Neue Verordnung wird vorgestellt

In Hannover wird heute Vormittag die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen vorgestellt. Um 11 Uhr wollen Ministerpräsident Stephan Weil und weitere Kabinettsmitglieder die neuen Regeln verkünden, die schon ab morgen gelten sollen. In der vergangenen Woche hatten sich Bund und Länder auf einheitliche Stufen für die Hospitalisierungsrate geeinigt. Anhand der sollen die Regeln verschärft oder gelockert werden. Sollte Niedersachsen bei den vereinbarten Schwellenwerten bleiben würde nach aktuellen Stand ab morgen flächendeckend die 2G-Regel greifen.  

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