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23.03.2021

Bund Länder Konferenz: Lockdown über Ostern

Der Lockdown wird bis zum 18. April verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihren Gesprächen in den frühen Morgenstunden geeinigt. Ab Gründonnerstag soll das Land über Ostern im privaten und wirtschaftlichen Bereich runterfahren – nur der Lebensmittelhandel soll an Ostersamstag geöffnet sein: So soll die Dynamik der Infektionswelle gebrochen werden, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Morgen. Osterurlaub im eigenen Land wird es laut dem Beschluss nicht geben – die Küstenländer hatten vorgeschlagen, dass man zumindest im eigenen Bundesland Urlaub machen kann. Ab einer Inzidenz von über 100 können außerdem Ausgangssperren und verpflichtende Tests veranlasst werden.

Polizei löst Familienfeier auf

Die Polizei in Leer hat eine größere Familienfeier aufgelöst. 21 Leute hatten gemeinsam in einem Haus gefeiert. Die Polizei hatte wohl einen Hinweis bekommen – Vor Ort waren zehn Erwachsene und 11 Kinder und feierten gemeinsam ein Familienfest – sie kamen aus sieben verschiedenen Haushalten, deshalb hat die Polizei auch Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Veranstaltungsplanung

Die Emder Matjestage wurden auch für dieses Jahr abgesagt. Damit ist die Veranstaltung eine der ersten großen Traditionsfeste, die in diesem Jahr offiziell nicht stattfinden können. Wegen Der Infektionslage sei es im Moment weder möglich das Fest zu planen, geschweige denn es stattfinden zu lassen, heißt es in einer Mitteilung. Die Veranstaltungsplanung sorgt an der Küste für viel Unsicherheit. Die Stadt Aurich hatte zu Jahresbeginn bereits alle größeren Veranstaltungen abgesagt. Der Wittmunder Bürgermarkt wurde ebenfalls aufs kommende Jahr verschoben. In Esens wird das Schützenfest bisher wie gewohnt geplant – allerdings mit Ausweichplänen, damit das Fest auch unter Pandemiebedingungen stattfinden kann  

Trotz AstraZeneca-Stopp: Aurich hält Impfplan ein

Der Kreis Aurich kann seinen Impf-Zeitplan trotz den zwischenzeitlichen AstraZeneca-Stopps einhalten. Schon Ende der Wochen sollen die über 2000 ausgefallenen Termine wieder aufgeholt sein, heißt es vom Kreis. Vor allem in Kitas werden die Impfungen nachgeholt. Bisher merkt der Kreis auch keinen Vertrauensverlust in das AstraZeneca-Mittel. Es habe sogar noch Nachmeldungen gegeben, so ein Sprecher. Der Impfstoff des britisch, belgischen Herstellers war zuletzt kurzzeitig vom Markt genommen worden, weil er im Verdacht stand in seltenen fällen Sinusthrombosen auszulösen.

Weiterer Todesfall in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Damit sind in der Stadt bisher 41 Personen im Rahmen einer Covid-Erkrankung verstorben. Die Inzidenz liegt in Wilhelmshaven vergleichsweisen hoch bei 85. Die Zahlen sind gestern allerdings an der Küste fast ausnahmslos gesunken – nur in Emden ist der Inzidenzwert leicht angestiegen – er liegt jetzt über 50 – der Landkreis Leer liegt weiter bei über 100. Ein leichtes absinken der Fallzahlen zum Wochenstart ist normal, weil am Wochenende nicht so viele Tests ausgewertet werden.

Wilhelmshaven will Modellregion werden

Bald könnte in einigen Kommunen wieder Öffnungen im Handel und der Gastronomie geben. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass in Modellregionen ausprobiert werden soll, wie sich Lockerungen unter strengen Schutzmaßnahmen auswirken. Die Stadt Wilhelmshaven will sich als so eine Modellregion bewerben, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, berichtet die WZ. Nach aktuellen Plänen könnten in diesen Modellregionen dann Handel und Außengastronomie mit einem Viertel der Kapazität öffnen.

Schnelltest-Woche gestartet: Keine Testkits an der Küste

Seit Montag läuft die Probewoche für Schnelltests an Schulen. Viele Einrichtungen an der Küste haben bisher aber noch keine Testkits gekriegt. Gleichzeitig sind noch viele Fragen offen: nach den Osterferien soll es pro Woche für jeden Schüler und jede Schülerin einen Test geben – wie das umgesetzt werden soll ist aber noch nicht geklärt. Viele Lehrkräfte und Schulen kritisieren vor allem dass die Lehrer die Schüler beim Selbsttest beaufsichtigen müssen – das sei riskant, gerade in einem Raum mit mehr als 20 Personen.

Eltern fordern Corona-Tests zuhause  

Der Verband der Elternräte in Niedersachsen will, dass Schülerinnen und Schüler ihre Corona-Tests zu Hause machen können. Die Schulen sollten die Testkits dafür zur Verfügung stellen. Alternativ müsse an den Schulen medizinisches Fachpersonal eingesetzt werden. Bisher finden die Corona-Selbsttests in den meisten Fällen in den Schulräumen unter Aufsicht der Lehrer statt. Von Schulleitern und Gewerkschaften gab es dagegen bereits Widerstand. Die Ansteckungsgefahr sei deutlich höher, wenn erst in der Schule getestet werde. Eigentlich gibt es in dieser Woche einen Probelauf für das Testen an Schulen – viele Einrichtungen an der Küste haben aber noch keine Testkits bekommen.  

Fangohr verlangt Stufenplan

Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr verlangt einen Corona-Stufenplan, wie es ihn schon im vergangenen Jahr gegeben hat. Er kritisierte nach den Bund-Länder-Gesprächen, dass es weiter keine Perspektive für den Tourismus gebe. Der Wirtschaftszweig werde deutschlandweit komplett abgekapselt, bemängelt Fangohr. Viele Betriebe würden das nicht überleben. Auf der Insel sei die komplette Wirtschaftsstruktur schon seit November lahmgelegt.

Weil stellt sich hinter harten Lockdown

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil stellt sich hinter den beschlossenen harten Lockdown über Ostern. Er ist mit der Entscheidung zufrieden, sagte er bei einer Pressekonferenz. Mit den strengeren Regeln soll die Infektionsdynamik stärker eingedämmt werden:

Wir glauben selbst nicht, dass wir damit eine nachhaltige Reduktion auf Dauer erzielen können, aber Experten sagen uns, dass wir damit die Spitze wegnehmen können. Das ist jetzt kein Lockdown wie wir ihn im November beschlossen haben, das ist kein Lockdown wie wir ihn im März beschlossen haben, sondern das ist ein kurzer, gezielter Eingriff insbesondere auch zur Vorbereitung eines neuen Systems das uns deutlich mehr Möglichkeiten geben soll.

Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsen

Ab Gründonnerstag soll der private und wirtschaftliche Bereich so weit wie möglich runtergefahren werden – nur der Lebensmittelhandel soll an Ostersamstag geöffnet sein.

Land will Tagestourismus über Ostern zulassen

Das Land Niedersachsen will den Tagestourismus in Richtung Küste zum Beispiel trotz der schärferen Corona-Regeln über Ostern nicht verbieten. Das hat Ministerpräsident Stephan Weil heute angekündigt:

Natürlich ist das alles mit dem dringenden und sehr ernst gemeinten Appell verbunden, wirklich alles herunterzufahren und sich nach Möglichkeit zuhause aufzuhalten. Es geht darum das wir selber möglichst schnell wieder in Bedingungen reinkommen wollen, wo wir alle unser halbwegs normales Leben führen können. Dafür ist es wichtig, dass wir über die Ostertage diesen steilen Anstieg bei den Infektionszahlen stoppen können.

Stephan Weil, Ministerpräsident Niedersachsen

Dass Osterurlaub im eigenen Land nicht durchgesetzt werden konnte, hält Weil für vertretbar. Er setzt lieber darauf, mit mehr Tests zu Lockerungen zu gelangen.

Ansturm auf Drive-In-Testzentrum ausgeblieben

Der Ansturm auf das heute eröffnete Drive-In-Testzentrum in Aurich ist ausgeblieben. Das sagt Zentrumsleiter Achim Schröter:

Es war erfreulich gleichmäßig, wir haben von Anfang an um 08:00 Uhr die ersten Besucher gehabt, und seitdem hört es auch nicht auf. Es ist aber auch nicht so, dass wir hier einen Stau erzeugen und eine Warteschlange von 50 Fahrzeugen haben. Das ist sehr gut für unsere Mitarbeiter.

Achim Schröter, Drive-In-Testzentrum Aurich

Das Drive-In-Testzentrum wurde heute Morgen auf dem Parkplatz der BBS/IGS eröffnet. Die Besucher werden durch das Autofenster hindurch auf Corona getestet.

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