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21.04.2021

Beschwerde von Feuerwehrverbänden: Land plant Impfung ab Mai 

Das Land Niedersachsen will Feuerwehrleute ab nächstem Monat impfen. Das haben Sozialministerin Daniela Behrens und Innenminister Boris Pistorius angekündigt. Zuletzt hatten einige Feuerwehrverbände gefordert, dass die Einsatzkräfte früher geimpft werden sollten, darunter auch die Kreisfeuerwehr Wittmund. Im Moment sind Feuerwehrleute in Prioritätsgruppe 3. Auch Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe sollen ab Mai geimpft werden. Die Feuerwehrverbände in der Region begrüßen die neue Priorisierung – in den vergangenen Tagen hatte es von vielen Verantwortlichen Kritik an der Landesregierung gegeben. Friedhelm Tannen, Kreisbrandmeister in Wittmund, hat sogar einen Brandbrief an Ministerpräsident Stephan Weil geschrieben. Trotz des Entgegenkommens der Landesregierung bleibe auch nach wie vor ein fader Beigeschmack.

Die Wertschätzung für unsere Feuerwehren haben wir eigentlich höher eingeschätzt. Sonst haben wir einen sehr hohen Respekt für unsere Regierungsmitglieder. Aber das war dieses Mal ordentlich daneben!

Friedhelm Tannen, Kreisbrandmeister in Wittmund

Außenstelle vom Impfzentrum im Landkreis Aurich gut gestartet 

Das Impfzentrum im Energie-Erlebnis-Zentrum in Aurich-Sandhorst hat gestern seinen Betrieb aufgenommen. Am ersten Tag wurden dort 392 Personen gegen das Coronavirus geimpft, teilt ein Sprecher der Einrichtung mit. Künftig wird ausgelost, ob Impfberechtigte im Kreis Aurich nach Georgsheil oder nach Sandhorst zum Impfen fahren. Die neue Außenstelle in Sandhorst soll die Impfaktion im Landkreis Aurich weiter vorantreiben und auch das Haupt-Impfzentrum in Georgsheil entlasten. Dort waren vor allem fehlende Parkplätze und auch das hohe Verkehrsaufkommen durch die Impfungen ein Problem. In den vergangenen Wochen haben sich vor allem die Termine verzögert, bei denen mit AstraZeneca geimpft wurde – viele Leute hatten wegen der Diskussion um den Impfstoff Redebedarf. Das Problem, dass viele ihren Termin einfach ohne Absage nicht wahrnehmen, sei wohl nicht mehr so akut. Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, die Termine online beim Land zu stornieren, so können andere nachrücken. Diese Woche Montag wurden so im Kreis Aurich insgesamt 60 Termine abgesagt. 

Niedersachsen will Bundes-Notbremse mittragen

Das Land Niedersachsen will die Bundes-Notbremse mit strengeren bundeseinheitlichen Corona-Regeln nicht blockieren. Es sei zwar schade, dass es darin keine Öffnungsklausel für die eigentlich vorgesehenen Modellvorhaben bei einer Inzidenz auch über 100 gebe, sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Insgesamt wolle das Land dem Vorhaben aber nicht im Wege stehen. Mit dem Modellprojekt wollte das Land testen, wie sich Öffnungen unter strengeren Schutzmaßnahmen auf die Infektionslage auswirken. Zu den Modellkommunen zählen auch die Städte Aurich und Norden. Die Stadt Emden ist wegen zu großen Unsicherheiten schon wieder ausgestiegen.

Über 19.000 Euro an Bußgeldern im Kreis Leer in Zusammenhang mit Corona

Seit Beginn der Corona-Pandemie im März vergangenen Jahres hat der Landkreis Leer über 1250 Verstöße gegen die Corona-Regeln geahndet. In den meisten Fällen wurden die Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregelungen nicht eingehalten. Danach folgen Verstöße gegen die Maskenpflicht. Seit Jahresbeginn sind deshalb beim Landkreis Bußgelder in Höhe von insgesamt über 19. 300 Euro eingegangen.

Gesundheitsministerium zieht positive Bilanz zur Teststrategie

Das niedersächsische Gesundheitsministerium hat eine positive Zwischenbilanz zu der seiner Corona-Teststrategie mit Schnell- und Selbsttest gezogen. Obwohl noch nicht alle Gesundheitsämter in die Datenerfassung vom Landesgesundheitsamt mit eingebunden sind, schaffe die Teststrategie mehr Sicherheit. Infektionen könnten so schneller erkannt und Infektionsketten eher unterbrochen werden. Laut Ministerium gibt es inzwischen landesweit 3400 offizielle Teststellen. Dazu kommen dann noch Arztpraxen und Apotheken.

Seltene Corona-Variante im Ammerland nachgewiesen

Im Landkreis Ammerland ist eine Corona-Mutante bestätigt worden, die noch relativ unbekannt ist. Die Variante scheint in Deutschland selten zu sein, teilt die Kreisverwaltung mit. Laut einer Statistik vom Robert-Koch-Institut wurde sie bis jetzt bei höchstens 80 Neuinfizierten pro Woche nachgewiesen. In Dänemark ist sie aber schon bestätigt worden. Die Mutation sei eine Kombination der britischen und der südafrikanischen Variante. Wie sie ins Ammerland gelangen konnte, ist nicht bekannt. Deutschlandweit breitet sich im Moment besonders die britische Corona-Mutante weiter aus, auch an der Küste. Die meisten Infizierten haben sich mit der Virusvariante angesteckt.

Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Aurich

Im Kreis Aurich ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Es ist der 49. Todesfall seit Ausbruch der Pandemie im März vergangenen Jahres, teilt die Kreisverwaltung mit. Es wurden auch weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet – die Zahl derjenigen, die wieder als Gesund eingestuft werden, ist aber höher. Damit sinkt die Zahl der aktiv-Infizierten im Kreisgebiet.

Land rechnet nicht mit Kapazitätsüberlastung in Kliniken

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen und vollerer Intensivstationen wird in Niedersachsen im Moment nicht mit einer Überlastung gerechnet. Die Lage in den Krankenhäusern sei ernst, aber beherrschbar, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Auslastung der Kliniken werde genau beobachtet. An der Küste hat sich die Lage auf den Intensivstationen in den vergangenen Tagen ein bisschen entspannt. In den Kreisen Aurich, Wittmund, Friesland und in der Stadt Emden sind noch genügend Betten frei. Die Krankenhäuser im Kreis Leer und das Klinikum Wilhelmshaven sind dagegen stark ausgelastet, aber auch da gibt es noch etwas Platz.

Land will Terminshopping-Möglichkeit ausweiten

An der Küste und in ganz Niedersachsen soll Terminshopping bis zu einer Inzident von 150 möglich sein. Diesen Spielraum der geplanten Bundes-Notbremse wolle das Land nutzen, hat Ministerpräsident Stephan Weil angekündigt. Bis jetzt ist das Einkaufen mit einem vorab vereinbarten Termin nur bis zu einem Wert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen erlaubt. Außerdem wolle Niedersachsen die Altersgrenzen für Kinder bei den Kontaktbeschränkungen entsprechend der geplanten Bundesregeln auf 14 Jahre erhöhen. Beim Thema Schulschließungen halte Niedersachsen aber erstmal weiter daran fest, ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht zu wechseln.

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