×
Wähle jetzt deinen Channel aus: Radio Nordseewelle Livestream Radio Nordseewelle - Wilhelmshaven / Friesland Radio Nordseewelle - only80s
skip to Main Content
04931 973000
info@radio-nordseewelle.de

20.09.2021

Mindestens 38.000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen

Seit Beginn der Pandemie gab es in Niedersachsen mindestens 38.000 Ordnungswidrigkeiten gegen Corona-Maßnahmen. Dazu kommen 400 Straftaten laut Infektionsschutzgesetz. Das teilt das Innenministerium in Hannover mit. Um welche Straftaten es sich dabei genau handelt konnte das Ministerium allerdings nicht sagen. In der Realität dürfte die Zahl der Ordnungswidrigkeiten allerdings noch höher liegen – einige Dienststellen leiten die Vergehen ans Gesundheitsamt weiter und nicht ins polizeiliche Bearbeitungssystem, so tauchen sie in der Statistik nicht auf.

Emder zeigt Gauck an

Ein Mann aus Emden hat Alt-Bundespräsident Joachim Gauck angezeigt. Das bestätigt eine Sprecherin der Polizei. In der Anzeige geht es um eine Rede von Gauck in der vergangenen Woche – in der hatte der ehemalige Bundespräsident Impfgegner als „Bekloppte“ bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft muss jetzt prüfen, ob die Ermittlungen fortgesetzt werden. Wie die Staatsanwaltschaft Aurich mitteilt wurden im Rahmen der Pandemie immer wieder Politiker angezeigt – allerdings wurden in keinem der Fälle Ermittlungen eingeleitet.

Behrens und Weil gegen „Freedom Day“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens weist die Forderung nach der Aufhebung aller Corona-Einschränkungen bis Ende Oktober zurück. Ein sogenannter „Freedom Day“ wäre leichtsinnig. Es sei davon auszugehen, dass die Infektionszahlen im Winter wieder steigen. Wie sehr, dass das Gesundheitssystem belastet könne man nicht voraussagen, so Behrens. Allerdings geht die Ministerin davon aus, dass das Land ab Frühjahr 2022 wieder zur Normalität zurückkehren kann. Auch Ministerpräsident Stephan Weil ist ihr zur Seite gesprungen – gerade weil die Intensivpatientinnen und -patienten in den Krankenhäusern immer jünger würde, sei es nach wie vor wichtig, für ausreichenden Infektionsschutz zu sorgen.

Wittmund niedrigste Inzidenz landesweit

Der Landkreis Wittmund hat zurzeit die niedrigste Inzidenz in Niedersachsen. Der Wert liegt laut RKI heute bei 5,2. Vor einer Woche lag die Inzidenz dort noch über 60. Die Kreise Friesland, Aurich und Leer haben eine Inzidenz unter 35. In Friesland, Wilhelmshaven, Oldenburg und Emden gilt aktuell die Warnstufe 1.

Ärztechef warnt vor Grippewelle

Der Chef der Auricher Ärztekammer, Jörg Weißmann, warnt davor, dass die Grippewelle im Winter für volle Krankenhäuser sorgen könnte. Im vergangenen Jahr war die Grippewelle aufgrund des Lockdowns und der Hygienemaßnahmen fast komplett ausgefallen – diese Effekte fallen nach der Einschätzung von Weißmann weg. Einen harten Lockdown wie 2020 werde es wohl nicht mehr geben. Außerdem seien die Menschen im Umgang mit Hygieneregeln nachlässiger geworden. Wie gut der Grippe-Impfstoff in diesem Jahr wirkt sie schwer abzuschätzen, heißt es vom Robert Koch-Institut. Die Entwicklung beruht auf Daten aus dem Vorjahr – da die Grippewelle fast komplett ausgeblieben ist, ist auch die Impfstoff-Herstellung schwieriger.

Nach den Ferien Impfaktionen an Schulen

Nach den Herbstferien soll an den Schulen in Niedersachsen eine Impfoffensive starten. Das kündigt Landeskultusminister Grant Hendrik Tonne im Interview mit der NOZ an. Nach den Ferien sollen landesweit mobile Impfteams in die Schulen kommen. Gleichzeitig betonte Tonne, dass die Entwicklung der Corona-Auflagen in Schulen immer an die aktuelle Situation gekoppelt sei. Wie lange Schülerinnen und Schüler im Unterricht noch Maske tragen müssten könne man jetzt noch nicht beantworten, so Tonne. Allerdings sei auch er dafür, die Maske im Unterricht so schnell wie möglich abzuschaffen.

Back To Top