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20.01.2022

Wegen gestiegener Inzidenz: Landkreis Leer setzt Schwerpunkte bei Kontaktnachverfolgung

Wegen der gestiegenen Inzidenz im Landkreis Leer setzt das Gesundheitsamt jetzt Schwerpunkte bei der Kontaktnachverfolgung. Kontaktpersonen von Infizierten werden jetzt nur noch informiert, wenn sie zu einer vulnerablen Gruppe gehören. Wer sich im Landkreis infiziert, sollte in Zukunft die Kontaktpersonen selber informieren, dass sie in Quarantäne müssen. Aktuell ist die Inzidenz im Kreis Leer historisch hoch. Der Wert für heute liegt bei knapp 390.

Inzidenzen in Ostfriesland erreichen Höchstwerte 

Die Inzidenzwerte in Ostfriesland haben neue Höchstwerte erreicht. Im Landkreis Leer ist der Wert um fast hundert gestiegen und liegt heute bei 390. In Emden steigt die Inzidenz auf 352, im Kreis Aurich auf 293. In allen drei Kommunen gab es seit Beginn der Pandemie keinen höheren Wert. Nur im Landkreis Wittmund wurde heute kein neuen Höchststand erzielt.  

Grüne in WHV melden Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen-Gegner an 

Die Grünen in Wilhelmshaven rufen am kommenden Montag zu einer Kundgebung vor dem Rathaus in der Stadt auf. Damit wolle man ein Zeichen gegen die Demos der Gegner von Corona-Maßnahmen setzen, heißt es in einer Mitteilung. Wilhelmshaven sei mit großer Mehrheit für das Impfen – das wolle man mit der Kundgebung zeigen. Das die Stadt bisher vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen sei verdanke man nicht den sogenannten „Spaziergängern“, sondern den Menschen, die sich solidarisch verhalten. An den vergangenen Montagen hatte es in Wilhelmshaven immer wieder unangemeldete Proteste von Impfgegnern gegeben.

 Mehrere Infektionen in Kitas auf Norderney

Auf Norderney gibt es in mehreren Kitas Corona-Fälle. Betroffen ist zum Beispiel die Kindertagesstätte am Kap, dort berichtet die Leiterin von zwölf Fällen. Deswegen mussten drei Gruppen geschlossen werden. Auch in der Kindertagesstätte Inselstrolche hat sich ein Kind infiziert, an der Grundschule gibt es sieben positive Fälle. Die Kooperative Gesamtschule berichtet ebenfalls von mehreren Corona-Infektionen in der Schülerschaft.

Gesundheitsministerin Behrens: Omikron-Welle wird weiter wachsen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens rechnet damit, dass die Omikron Welle weiter anwächst. Auch wenn die Infektionszahlen bereits auf einem Höchststand seien, müsse man davon ausgehen, dass der Höhepunkt der Infektionswelle noch nicht erreicht sei, sagte sie der HAZ. Die Kapazitäten für PCR-Tests sind in Niedersachsen laut Gesundheitsministerium zunehmend ausgereizt. Das Land will sich nach Angaben eines Sprechers beim Bund für eine Priorisierung in den Bereichen Pflege und Krankenhaus sowie beim medizinischen Personal starkmachen.

Tonne: Keine Akzeptanz für Drohungen gegen Schulen

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne kritisiert Drohungen und Impfgegnern und Querdenkern an Schulen. Dafür habe er keinen Zentimeter Akzeptanz, sagte er im Gespräch mit der NOZ. Der politische Diskurs sei wichtig, Querdenker und rechte Agitatoren hätten darin aber nichts verloren, so Tonne. Das Land hat deshalb eine Anweisung an alle Schulen gegeben, bei entsprechenden Vorfällen die Polizei einzuschalten. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte darüber gegeben, dass Schulen aus der Querdenker-Bewegung bedroht worden seien. Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge gab es auch im Landkreis Aurich mehrere Vorfälle.

431.000 Menschen von „Johnson&Johnson“Änderung betroffen

In Niedersachsen ändert sich durch die Neubewertung des Impfstoff von „Johnson&Johnson“ der Impfstatus von 431.000 Menschen. Das bestätigte eine Sprecherin vom Krisenstab des Landes – das sei eine „unangenehme Nachricht“. Allerdings seien die Änderungen nicht ungewöhnlich, insofern es neue Erkenntnisse zu Impfstoffen geben. Das Paul Ehrlich Institut hatte den Impfstoff von „Johnson&Johnson“ neu bewertet – eine einfache Impfung reicht nicht mehr für den vollen Impfschutz. Für den vollen Impfschutz brauch es eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff und nach drei Monaten dann den Booster.

Oldenburg stellt telefonische Kontaktverfolgung ein

Das Gesundheitsamt in Oldenburg stellt die telefonische Kontaktverfolgung in der kommenden Woche ein. Corona-Infizierte müssen ihre Kontaktpersonen dann selbst informieren und in Quarantäne schicken. Grund seien die stark steigenden Zahlen durch die Omikron-Variante – die telefonische Kontaktverfolgung sei kaum zu bewältigen, heißt es vom Gesundheitsamt. In der kommenden Woche soll für infizierte ein Online-Portal freigeschaltet werden, über dass ein positiver Test gemeldet werden muss.

Land verklagt Busunternehmen

Das Land Niedersachsen hat 49 Klagen gegen verschiedene Busunternehmen eingereicht um Stornierungsgebühren für Klassenfahrten zurückzukriegen, die wegen der Pandemie ausfallen. Das bestätigt das Regionale Landesamt für Schule der NOZ. Rund 30 Klagen betreffen den Bezirk Osnabrück – zu dem gehört auch Ostfriesland. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen beruft sich auf eine Aussage von Kultusminister Grant Hendrik Tonne aus dem Jahr 2020 – demnach habe er gesagt, dass das Land die Stornokosten tragen würde.

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