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16.04.2021

Emden jetzt Hochinzidenzkommune

Weil die Sieben-Tage-Inzidenz in Emden jetzt den dritten Tag in Folge über 100 liegt, gilt die Stadt jetzt als Hochinzidenzkommune. Ab morgen gibt es dort deswegen schärfere Corona-Regeln. Unter anderem müssen auch die Kitas wieder zu machen. Dort gibt es aber ein Angebot zur Notbetreuung. Die Inzidenz müsste künftig für eine Woche wieder unter 100 gehen, damit der Status als Hochinzidenzkommune für Emden wieder wegfällt. Heute liegt der Wert nach Angaben vom Landesgesundheitsamt bei knapp über 160 – das ist in Emden der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr.

Erstmal keine Ausgangssperren im Landkreis Leer – Groote kritisiert Bundesregierung

Im Landkreis Leer wird es trotz des hohen Inzidenzwertes erstmal keine Ausgangssperre geben. Landrat Matthias Groote will erst die Novelle vom Infektionsschutzgesetz abwarten.

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich kein Freund davon bin. Natürlich bringen sie ein bisschen was – aber es ist schon ein erheblicher Eingriff in die Bewegungsfreiheit von Menschen. Ich weiß nicht, was in Berlin beschlossen wird. Erst wurde Druck gemacht – jetzt ist da ein Vakuum. Ich würde mir wirklich wünschen, dass da jetzt klare Ansagen kommen!

Matthias Groote, Landrat Landkreis Leer

Der Inzidenzwert im Kreis Leer ist gestern über den kritischen Wert von 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Sieben Tagen gestiegen. Ab da sollte nach der Verordnung des Landes Niedersachsen eine Ausgangssperre eingeführt werden, sofern das Infektionsgeschehen zum Beispiel nicht mehr räumlich eingegrenzt werden kann.

Außenstelle vom Impfzentrum im Landkreis Aurich öffnet ab kommenden Montag 

Am Montag soll die neue Impfzentrums-Außenstelle im Landkreis Aurich eröffnen. Im Energie-,,Bildungs- und Erlebniszentrum in Sandhorst wurden bis gestern Abend insgesamt 12 Impfkabinen hergerichtet. Pro Tag sollen da dann ab kommender Woche 350 bis 400 Impfungen möglich sein. Plan ist, das Impfzentrum in Georgsheil zu entlasten – um die Einrichtung rum gab es in den vergangenen Wochen häufiger Stau oder höheres Verkehrsaufkommen. Grade nach der Diskussion um AstraZeneca hatten viele Impftermine länger gedauert.  

70- bis 79-Jährige werden heute auf Wangerooge geimpft 

Auf Wangerooge sollen heute knapp 130 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden. Nach Angaben vom Landkreis Friesland sollen Hausärzte und mobile Teams heute 70- bis 79-Jährige und Vorerkrankte über 60 Jahre impfen. Am 24. April sollen zudem alle Grund- und Förderschullehrer im Kreis Friesland geimpft werden. Sie sollen sich dafür über die eigene Schule anmelden. 

Impfungen für Lehrer aller Schulformen ab Mai

Alle Lehrerinnen und Lehrer an der Küste und in ganz Niedersachsen sollen sich ab Mai gegen das Coronavirus impfen lassen können. Auch das Lehrpersonal der weiterführenden Schulen soll dann die Möglichkeit bekommen, sich die Spritzen abzuholen, hat die Landesregierung angekündigt. Bis jetzt waren nur Grund- und Förderschullehrer impfberechtigt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Erweiterung der Impfmöglichkeiten für Lehrer. Es sei wichtig, die Beschäftigten aller Schulformen stärker zu schützen. 

Durchsuchungen in Arztpraxis in Völlenerfehn

Die Polizei Leer hat gestern die Praxisräume eines Arztes in Völlenerfehn durchsucht. Gegen den dort ansässigen Mediziner wird seit Monaten von der Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt. Er steht im Verdacht, in der Corona-Pandemie über seine Internetseite falsche gesundheitliche Atteste ausgestellt zu haben, die von der Maskenpflicht befreien. Genauere Details zu den Untersuchungen hat die Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt.

Doch keine Corona-Testpflicht für Abiturienten

Für das ab Montag startende Abitur an der Küste und in ganz Niedersachsen gilt nun doch keine Testpflicht für Schüler. Bei schriftlichen Klausuren und den mündlichen Prüfungen ist kein negatives Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung nötig, teilte das Kultusministerium mit. Damit sollen auch Prüflinge, die sich nicht Testen lassen wollen, am Abi teilnehmen können. Montag starten die Klausuren im Fach Geschichte.

Stadt Leer will in zweiter Auswahlrunde Modellkommune werden

Neben der Stadt Varel hat sich auch die Stadt Leer im zweiten Anlauf nochmal als Modellkommune für Öffnungen in der Corona-Pandemie beworben. Das Hygienekonzept aus der letzten Bewerbung sei dafür nochmal überarbeitet worden, teilt die Verwaltung mit. Bei der ersten Bewerbungsrunde wurden die Unterlagen aus Leer aber sehr knapp eingereicht. Der Landkreis unterstützt das Vorhaben der Stadt, auch wenn es laut Landrat Matthias Groote fraglich sei, ob die Stadt bei der hohen Sieben-tages-Inzidenz ausgewählt werde.

Wir brauchen Öffnungsperspektiven, das ist klar. Aber das Virus schert sich darum nicht. In den Modellregionen Tübingen und Rostock sind die Inzidenzen auch radikal angestiegen. Wir unterstützen die Stadt aber bei ihrer Bewerbung.

Matthias Groote, Landrat Landkreis Leer

Intensivbetten an der Küste in einigen Krankenhäusern knapp

In den Krankenhäusern Wittmund und Wilhelmshaven sind fast alle Betten auf den Intensivstationen belegt. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem bundesweiten Intensivregister. Das Klinikum Wilhelmshaven muss die Intensivstationen zwischenzeitlich auch immer wieder für den Rettungsdienst abmelden, weil die Zahl der verfügbaren Betten durch Personalausfälle schwankt. Zusätzlich würden laut einer Sprecherin immer mehr schwere Corona-Fälle gezählt. Viele aufschiebbare Operationen werden deswegen schon abgesagt. Die Intensivkapazitäten im Kreis Leer stoßen auch an ihre Grenzen. In den übrigen Krankenhäusern an der Küste sind dagegen noch einige Betten frei.

Fallzahlen auf Borkum drastisch gestiegen

Auf Borkum sind die Corona-Fallzahlen in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Der aktuelle Inzidenzwert der Insel liegt mittlerweile bei 275, sagt der Landrat des Landkreises Leer, Matthias Groote auf Nordseewelle-Anfrage. Die Ausbrüche konzentrieren sich aber hauptsächlich auf Familien. Borkums Bürgermeister Jürgen Akkermann ruft Insulaner dazu auf, die Corona-Regeln einzuhalten. Außerdem bittet er Zweitwohnbesitzer, nicht auf die Insel zu kommen.

Ermittlungen nach Corona-Ausbruch in Restaurant im Kreis Leer laufen weiter

Knapp ein Jahr nach dem Corona-Ausbruch in einem Restaurant im Kreis Leer im Mai vergangenen Jahres mit zwei Todesfällen ermittelt die Justiz weiter wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Mittlerweile seien die Zeugenbefragungen abgeschlossen. Wegen der vielen Befragungen dauere die Auswertung aber länger, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich. Bei einer Feier in einem Restaurant in Moormerland hatten sich über 30 Gäste mit dem Coronavirus infiziert. Es gebe aber weiter keinen Beschuldigten, der Verdacht richte sich gegen unbekannt. Ein schuldhaftes Verhalten könne etwa dann bestehen, wenn jemand trotz schon aufgefallener Corona-Symptome zu der Feier gegangen sei. Wenn sich kein Beschuldigter ermitteln ließe, könne das Verfahren auch eingestellt werden.

Spiel vom Wilhelmshavener HV fällt wegen Corona aus

Das nächste Zweitligaspiel vom Wilhelmshavener HV gegen die DJK Rimpar Wölfe heute Abend fällt aus. Weil ein Spieler aus der Mannschaft positiv auf Corona getestet wurde, gegen die die Wilhelmshavener vergangene Woche gespielt haben, steht das Team unter Quarantäne, teilt der Verein mit. Vorsichtshalber werden deswegen auch alle Wilhelmshavener Spieler getestet.

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