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16.03.2021

AstraZeneca-Impfaussetzung betrifft auch Kommunen an der Küste

Die Bundesregierung hat gestern beschlossen, Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff erstmal auszusetzen. Es gibt den Verdacht, dass durch die Impfung Blutgerinsel gefördert werden, wissenschaftlich belegt ist das aber nicht. Deswegen müssen auch die Impfzentren an der Küste umplanen. Hunderte Termine für Erst- und Zweitimpfungen mussten erstmal abgesagt werden.

Eigentlich sollte die Impfaktion an Fahrt aufnehmen. Die Zentren haben teilweise sogar eigene Impfstraßen für AstraZeneca eingerichtet. Jetzt muss die Strategie in den Zentren auf ein Neues geändert werden. Im Landkreis Wittmund werden alle Termine speziell für Impfungen mit AstraZeneca bis zum 27. März ausgesetzt. Für die Stadt Wilhelmshaven macht die Nachricht erstmal keinen Unterschied – dort sollten bis zum Wochenende sowieso nur BionTech-Impfungen durchgeführt werden. Die Stadt Emden will erstmal alle Termine absagen, bei denen der Impfstoff verabreicht werden sollte. Die Impfdosen werden zurückgehalten. Bisher hat aber keine Kommune Fälle von Blutgerinnseln nach einer Impfung gemeldet.

Niedersachsen muss 160.000 AstraZeneca-Impfungen absagen

Insgesamt 160.000 AstraZeneca-Impfungen musste das Land Niedersachsen seit gestern absagen. Die Termine sollen teilweise verlegt werden, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Sobald genug Impfstoff da ist, sollen die Betroffenen dann informiert werden. Gestern hatte das Paul-Ehrlich-Institut empfohlen, alle AstraZeneca-Impfungen bundesweit erstmal auszusetzen, weil es ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln nach der Impfung gebe. Wissenschaftlich belegt ist das aber noch nicht.

Corona-Zahlen in der Region steigen weiter

In den meisten Kommunen in der Region steigen die Corona-Zahlen weiter. Im Landkreis Wittmund ist der Sieben-Tages-Inzidenzwert im Vergleich zu gestern auf 24,6 gestiegen. Für die Stadt Emden registriert das Landesgesundheitsamt Niedersachsen einen Wert von 38,1. In den Landkreisen Aurich und Friesland liegt der Wert jeweils bei knapp über 45. In der Stadt Wilhelmshaven beträgt die Inzidenz heute genau 46. Mit einem Siebentagesinzidenzwert von 125,9 bleibt der Landkreis Leer eine Hochinzidenzkommune.

Borromäus-Hospital fährt Betrieb runter

Wegen mehrerer Corona-Fälle fährt das Borromäus-Hospital in Leer bis Ende kommender Woche den Betrieb runter. Auf der Station für innere Medizin hatten sich mehrere Mitarbeitende und Patienten infiziert. Das sorgt nach Nordseewelle-Informationen für eine angespannte Personalsituation. Ambulante und nicht lebenswichtige Operationen und Therapien werden verschoben. Die Notfallversorgung soll aber aufrechterhalten werden. Geburten und notwendigen OPs werden weiter durchgeführt. Ab dem 29. März soll das Krankenhaus wieder in den Regelbetrieb gehen.

DeHoGa klagt auf Öffnung

Der Hotel- und Gaststättenverband Ostfriesland klagt gegen das Land: Der Verband will, dass Hotels und Restaurants wieder aufmachen dürfen. Die Gastronomen fühlen sich benachteiligt. Das auswärtige Amt hat die Reisewarnung für Mallorca aufgehoben – deshalb buchen viele ihren Urlaub jetzt dort. Über die Öffnung des Tourismus im Land wollen Bund und Länder aber erst kommenden Montag beraten. Niedersachsens Regierungssprecherin Anke Pörksen hatte gestern gesagt, dass sie nicht davon ausgeht, dass Tourismus im Land zu Ostern möglich sein wird. Das sei ein Schlag ins Gesicht heißt es vom DeHoGa.

Impfungen: Weniger über 80-Jährige infiziert

Trotz der Startschwierigkeiten zeigen die Corona-Impfungen an der Küste langsam Wirkung. In den Landkreisen Aurich und Leer infizieren sich jetzt deutlich weniger über 80-Jährige mit dem Virus. Auch in Pflegeeinrichtungen gibt es weniger Fälle. Der Kreis Aurich beobachtet dafür gerade einen anderen Trend: Im Moment treten mehr Fälle an Schulen und Kitas auf. Im Moment sind im Kreis 14 Einrichtungen von mindestens einem Corona-Fall betroffen.

Wilhelmshaven fehlt Geld für Stadthalle

Der Stadt Wilhelmshaven fehlt wohl erstmal das Geld um eine neue Stadthalle zu bauen. Das haben Beratungen im Finanzausschuss gezeigt. Der Neubau würde 30 Millionen Euro kosten: So viel ist im Moment nicht drin. Durch Corona hat die Stadt im vergangenen Jahr weniger bei der Gewerbesteuer eingenommen. Der geplante Neubau der Stadthalle hatte bereits für Aufruhr in der Stadt gesorgt. Eine Bürgerinitiative setzt sich gegen einen Neubau am Banter See ein und hat dazu mehrere tausend Unterschriften gesammelt.

Hausärzte wollen Impfen

Jede zweite Hausarztpraxis in Niedersachsen wäre bereit die Corona-Impfungen anzubieten. Die Ärztekammer fordert, dass die Hausärzte schnell bei den Impfungen einbezogen werden. Bund und Länder haben ihre Gespräche darüber jetzt aber vertagt, weil die Impfungen mit AstraZeneca eingestellt wurden. Die europäische Arzneimittel-Behörde will den Impfstoff am Donnerstag noch einmal neu bewerten. Es gab vereinzelt Fälle von Blutgerinnseln nach einer Impfung mit AstraZeneca.

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