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15.04.2021

Erneut Kurzarbeit im Emder VW-Werk  

Im Emder VW-Werk müssen die Beschäftigten bis Ende April wohl wieder in Kurzarbeit. In der Produktion fehlen Bauteile. Laut einer VW-Sprecherin könnte die Produktion schon ab kommenden Montag erstmal für zwei Wochen runtergefahren werden. In einzelnen Bereichen könne die Produktion aber weiterlaufen. Besonders Elektronik-Chips gelten im Moment als Mangelware. Sie werden hauptsächlich für Computer oder auch Spielekonsolen gebraucht, die seit Beginn der Corona-Pandemie stark nachgefragt werden. Schon Anfang des Jahres hatte es deswegen im Emder Werk für zwei Wochen Kurzarbeit gegeben. 

KRLO weist auf Wahrheitspflicht bezüglich Corona hin

Die Kooperative Regionalleitstelle der Landkreise Aurich, Leer und Wittmund macht deutlich, dass mögliche Kontakte zu Corona-Patienten bei Notrufen angegeben werden müssen. Die Einsatzkräfte müssten sich darauf vorbereiten, dass sie es eventuell mit einer Infizierten Person zu tun bekommen. Nur so könne das Rettungs- und Notfallsystem rund um die Uhr aufrechterhalten werden. Im Landkreis Leer ist zuletzt immer wieder aufgefallen, dass Bürger und auch Arztpraxen bei Corona-Abfragen der Regionalleitstelle mit Unverständnis antworten und ausweichen.

Impfaktion in Wilhelmshaven läuft nach wie vor schleppend

Die Impfaktion in Wilhelmshaven geht nach wie vor schleppend voran. Der organisatorische Leiter vom Impfzentrum Josef Schun hat heute darauf hingewiesen, dass aktuell pro Tag nur 50 bis 200 Personen in der Jadestadt geimpft werden, eigentlich aber 1000 Impfungen möglich wären. Weiterhin ist das Problem der fehlende Impfstoff. Schun zeigt sich zudem verwundert darüber, dass das Land Niedersachsen Ende April ein langes Impfwochenende plane, gelichzeitig aber keinen zusätzlichen Impfstoff bereitstellt. Es gebe auch keine Info, wie mit den unter 60-Jährigen verfahren werden soll, die ihre erste AstraZeneca-Impfung bekommen haben, aber noch auf die zweite Spritze warten. Schun fordert das Sozialministerium auf, schnellstens für Klarheit zu sorgen.

Inzidenzen an der Küste steigen

Die Sieben-Tages-Inzidenzwerte an den Kommunen an der Küste sind nochmal stark gestiegen. Der Kreis Wittmund hat die Kritische Marke von 100 zum Beispiel überschritten. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt weist für das Kreisgebiet inzwischen einen Wert von 149,3 aus. Im Kreis Leer gibt es eine Steigerung auf 166,3. Dort gibt es auch einen weiteren Todesfall mit Corona-Zusammenhang. Auch in der Stadt Emden bleibt die Inzidenz mit 138,2 weiter hoch. Wenn sie morgen weiterhin über 100 bleibt, muss da wieder die Notbremse gezogen werden. Das bedeutet erneut Einschränkungen für Schulen, Kitas und Einzelhandel.

Auswertung: Viele Ansteckungen im Kreis Wittmund im familiären Umfeld

Fast die Hälfte der Neuinfizierten im Kreis Wittmund hat sich in den vergangenen fünf Wochen im familiären Umfeld ergeben. Das zeigt eine neue Auswertung vom Gesundheitsamt. Dabei ist beobachtet worden, dass die Ausbreitungen innerhalb der Familien in der Regel über mehrere Generationen und Haushalte hinweg passieren. Außerdem wurde herausgefunden, dass etwa weitere 20 Prozent der Ansteckungen dem Cluster Arbeit und Schule zuzuordnen waren. Der Landkreis hat die Bevölkerung mit Blick auf die Ergebnisse nochmal dazu aufgerufen, die geltenden Corona-Regeln strikt einzuhalten. Die Inzidenz im Kreisgebiet ist im Vergleich zu gestern sprunghaft auf knapp 149 angestiegen.

Pachtstreit mit Marema beigelegt

Der Streit über den Pachterlass für die Sparkassen-Arena und der Stadthalle in Aurich ist beigelegt. Die Eventmanagement-Firma hatte verlangt, dass die Zahlungen wegen der durch Corona ausgefallenen Veranstaltungen erlassen werden. Stattdessen werden die Pachten von März vergangenen bis Dezember diesen Jahrs mit denen ab 2022 verrechnet, heißt es von der zuständigen Auricher Bäder- und Hallenbetriebsgesellschaft. Außerdem ist der Vertrag zum Betrieb der beiden Veranstaltungshäuser bis Ende 2026 verlängert worden.  Ursprünglich hatte Marema angekündigt, sich wegen des Pachtstreits aus Aurich zurückziehen.

Varel bewirbt sich erneut als Modellkommune

Die Stadt Varel hat sich in der zweiten Runde nochmal als Modellkommune für Öffnungen der Innenstädte in der Corona-Pandemie beworben. Auch wenn im Moment nicht klar ist, wann es los geht, steht die Stadt mit ihrem Konzept bereit, sagt Frieslands Landrat Sven Ambrosy:

Es geht mir nicht um Öffnung um der Öffnung willen, sondern es geht darum, zu gucken, ob es einen Weg gibt, in der Pandemie mit dem Virus einigermaßen zu leben – ohne die gesundheitliche Sicherheit von Menschen zu riskieren. Das will keiner!

Sven Ambrosy, Landrat Kreis Friesland

Das Land Niedersachsen will testen, wie sich Öffnungen mit Hilfe von Corona-Schnelltests und einer App zur Kontaktnachverfolgung auswirken. Der Start des Projekts und die Auswahl weiterer Modellregionen wurde aber erstmal wegen der geplanten Notbremse des Bundes verschoben. Die Stadt Emden ist wegen der Unsicherheiten schon wieder aus dem Projekt ausgestiegen.

Rund 10 Prozent der Impftermine in Wilhelmshaven platzen

Im Impfzentrum der Stadt Wilhelmshaven platzt im Schnitt jeder zehnte Impftermin. Viele Patienten würden sich ihre Spritze beim Hausarzt geben lassen, so der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Klaus-Peter Schaps. Diese Entwicklung hat sich auch im Kreis Aurich und in anderen Kommunen gezeigt. Die Termine im Impfzentrum müssen aber direkt beim Land Niedersachsen abgesagt werden. Dadurch gebe es Probleme, weil die Hotline überlastet sei. Das Gesundheitsministerium hat inzwischen angekündigt, dass es ab morgen auch eine Stornierungsfunktion beim Impfportal des Landes geben soll.

Ärztekammperpräsidentin spricht sich für späteren Start des Modellprojekts aus

Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker hat sich wegen der hohen Infektionszahlen für einen späteren Start des geplanten Modellprojekts ausgesprochen. Damit wiederspricht sie Ministerpräsident Stephan Weil. Er pocht darauf, dass der Modellversuch trotz der geplanten bundesweiten Notbremse anläuft. Wenker sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung dagegen, das mit Blick auf die dritte Infektionswelle und den knappen Intensivkapazitäten noch gewartet werden sollte. Das Land will testen, wie sich Öffnungen mit Hilfe von Corona-Schnelltests und einer App zur Kontaktnachverfolgung auswirken. Zu den Modellkommunen gehören auch die Städte Aurich und Norden. Emden hat sich wegen der vielen Unsicherheiten erstmal aus dem Projekt zurückgezogen.

Schnelltestzentrum auf Juist öffnet

Ab nächste Woche Donnerstag können sich auch Insulaner auf Juist auf das Corona-Virus testen lassen. Die Kurverwaltung öffnet am Hafen ein Schnelltestzentrum. Da wird medizinisch geschultes Personal dann einen Nasenabstich nehmen, nach einer viertel Stunde liegt dann das Ergebnis vor. Das Angebot ist erstmal nur für Einheimische gedacht. Es müssen vorher auch Termine vereinbart werden. Ab Montag soll es auch ein weiteres Drive-In-Testzentrum in Ihrhove im Kreis Leer geben. Da ist dann kein Termin nötig.

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