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15.03.2021

Wohl kein Osterurlaub in Niedersachsen

In Niedersachsen wird in diesem Jahr wohl kein Osterurlaub möglich sein. Das teilt Regierungssprecherin Anke Pörksen mit. Die Zahl der Neuinfektionen steige genauso wie die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Es wird wohl auch nicht realisierbar sein, Urlauber vor der Reise auf die Nordseeinseln zu testen. Denn es könnte auch sein, dass sich die Getesteten kurz davor infiziert haben, beispielsweise auf der Bahnfahrt zur Fähre.  

Althusmann für „gewichteten Risikowert“ für Lockerungen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann will Lockerungen der Corona-Regeln in Zukunft nicht nur noch vom Inzidenzwert abhängig machen. Stattdessen müsste ein Risikowert entwickelt werden – in dem könnten dann auch Faktoren wie die Kapazität der Krankenhäuser und die regionale Entwicklung mit einfließen. Die Regelungen müssten nachvollziehbar bleiben. Kaum einer könne verstehen, warum man jetzt wieder nach Mallorca fliegen darf, Reisen im eigenen Land aber verboten sind. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass sie am Inzidenzwert als Gratmesser festhalten will: Das sei ein gutes Instrument um die regionale Lage einzuschätzen. Auch Ministerpräsident Stephan Weil hat Behrens heute in ihrer Argumentation unterstützt.

Landkreis Leer mit schwächster Impfquote in Ostfriesland – CDU-Fraktion will nachhaken

Der Landkreis Leer hat die schwächste Impfquote in Ostfriesland. Nach Angaben der CDU-Fraktion im Kreistag liegt sie bei knapp 5,73. Im Landkreis Aurich haben dagegen schon 6,31 Prozent der Bevölkerung die erste Impfung erhalten, im Landkreis Wittmund sogar 8,26 Prozent. Die CDU-Fraktion hat deshalb eine Anfrage beim Landkreis gestellt. Die Frage sei, ob der Landkreis von der Landesregierung nicht gerecht mit Impfstoff versorgt werde oder ob die Organisation vom Landkreis nicht so gut klappe wie in anderen Kommunen.

Senioren sollen Impftermin im Internet buchen

Ältere Menschen sollen ihre Termine für die Corona-Impfung online machen. Dazu hat der Dienstleister der die Termine fürs Land koordiniert aufgerufen. Hintergrund ist, dass sich seit kurzem auch Personen aus der zweiten Prioritätsgruppe einen Impf-Termin machen können. Dadurch sei die Hotline komplett überlastet – an vielen Orten sind immer noch nicht alle über 80-jährigen geimpft. Deshalb gab es Kritik für die Öffnung der Wartelisten für die über 70-jährigen und das Kita und Grundschulpersonal.

Corona-Todesfall im Landkreis Aurich

Im Landkreis Aurich gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Wie die Kreisverwaltung angibt, ist ein 60-jähriger Mann aus Norden in der städtischen Klinik verstorben. Es ist der 45. Todesfall im Zusammenhang mit Corona im Kreis Aurich seit Beginn der Pandemie. Derzeit liegt der Sieben-Tages-Inzidenzwert für den Landkreis bei 46,9.

Einzelhändler bangen trotz Lockerungen

Viele Einzelhändler an der Küste fürchten trotz der leichten Lockerungen weiter um ihre Existenz. Das Termin-Shopping wird zwar angenommen, ersetzt aber nicht den regulären Betrieb, sagen viele Händler. Auch Aurichs Bürgermeister Horst Feddermann hatte zuletzt sorge um die Zukunft der Innenstädte geäußert: gerade am Wochenende hätte sich gezeigt, dass trotz der Geschäftsöffnungen nur wenig in der Stadt los war. Kritisiert wird vor allem, dass die Öffnungen der Geschäfte an die Inzidenz gekoppelt sind. Damit gebe es keine Planungssicherheit

Landkreis Friesland will mehr Tempo beim impfen

Der Landkreis Friesland wünscht sich mehr Tempo bei der Impf-Kampagne. Der Landkreis könne pro Woche rund 10.000 Menschen impfen, sagt der Leiter vom Impfzentrum. Tatsächlich bekommt Friesland gerade mal ein Viertel der benötigten Menge geliefert. Auch für den April hat das Land die angekündigten Lieferungen reduziert: Statt 4000 Dosen pro Woche kommen nur etwa 2.500 an. Dadurch wird es wohl auch noch dauern bis in Friesland alle Personen aus der Kategorie 1 geimpft sind.

Enttäuschung über Verschärfungen im Kreis Leer

Im Landkreis Leer gelten seit heute wieder verschärfte Corona-Regeln. Unter anderem sind die Geschäfte wieder geschlossen. Das hat kritisiert die Werbegemeinschaft leer: Die Perspektivlosigkeit sei unerträglich. Es sei komplett unverständlich, warum es für den Handel keine Gleichbehandlung gibt. Auch Leer Landrat Matthias Groote kritisierte die Regelung: Er finde es nicht sinnvoll, dass Termin-Shopping bei einer Inzidenz über 100 nicht mehr erlaubt ist.

Corona-Entwicklung an der Küste

An der Küste öffnen heute in vielen Landkreisen und Städten die Schulen wieder. Die Jahrgänge fünf bis sieben und der 12 Jahrgang gehen ab heute wieder im Wechselbetrieb zur Schule. Nur im Landkreis Leer machen die Schulen nicht weiter auf. Die Inzidenz liegt dort seit Tagen über 100. Deshalb gelten in Leer ab heute strengere Regeln: Die Geschäfte dürfen kein Termin-Shopping mehr anbieten und in den Kitas ist nur noch Notbetreuung erlaubt. Damit die Regeln im Kreis Leer wieder gelockert werden können muss der Wert für sieben Tage unter 100 liegen.

Grüne wollen Osterfeuer absagen

Die Grünen in Aurich sind dagegen, dass die Osterfeuer in diesem Jahr stattfinden. Die Gefahr der Ausbreitung des Corona-Virus bei Osterfeuerveranstaltungen sei zu groß. Im Moment seien die Infektionszahlen zwar gering – das aufs Spiel zu setzen sei aber leichtfertig, heißt es in einer Mitteilung. Der Kreis Aurich will Osterfeuer im kleinen Kreis unter den dann gültigen Corona-Regeln zulassen. Fast alle anderen Kommunen an der Küste haben die Feuer komplett abgesagt.

Corona-Zahlen vom Wochenende

Übers Wochenende sind die Corona-Fallzahlen an der Küste wieder deutlich gestiegen. Außer im Kreis Wittmund liegt die Inzidenz jetzt überall wieder über 35. Der Landkreis Friesland und der Landkreis Wittmund haben am Wochenende außerdem je einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die meisten Neuinfektionen gabs am Wochenende im Landkreis Leer – 53 neue Fälle wurden da gemeldet.

Gastronomen kritisieren Mallorca-Öffnung

Viele Airlines bieten zusätzliche Flüge nach Mallorca an – das Auswärtige Amt hat die Reisebeschränkungen für die Insel aufgehoben. Dafür gibt es scharfe Kritik von den Gastronomen an der Küste. Olaf Stamsen, Chef vom DeHoGa Wilhelmsahven sagt, dass sei ein Schlag ins Gesicht für die Branche. Er könnte nicht verstehen, dass die Urlaubsinsel aus heiterem Himmel freigegeben werde, während die hiesige Branche am Boden liege. Bund und Länder wollen erst in der kommenden Woche über mögliche Öffnungen in Hotels und Restaurants sprechen.

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