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13.08.2021

Neue Erkenntnisse im Kochsalz-Skandal

Die Krankenschwester die sechs Menschen in Friesland mit Kochsalz-Lösung geimpft hat, hatte offenbar auch einen gefälschten Impfpass. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt bestätigt, dass es zumindest einen Anfangsverdacht gibt. Die Impfungen, die im Pass dokumentiert sind, habe die 40-jährige nie erhalten. Wer die Einträge gefälscht hat wird noch untersucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Krankenschwester wegen Körperverletzung in sechs Fällen. Sie hatte den Impfstoff mit Kochsalz versetzt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen inzwischen davon aus, dass es noch weitere Vorfälle gegeben haben könnte – über 8.500 Menschen müssen deshalb nachgeimpft werden.

Die sechs falschen Impfungen im Impfzentrum Friesland bestanden offenbar doch nicht nur aus Kochsalz. Nach Angaben der Beschuldigten habe sie die Reste aus zwei Ampullen Impfstoff zusammen mit Kochsalz-Lösung aufgezogen um zu vertuschen, dass ihr ein Fläschchen mit Impfstoff zerbrochen war. Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass die 40-jährige diese Aussage bereits im April gemacht hatte. Warum die Angaben der Frau bisher nicht mitgeteilt wurden bleibt unklar.

Lage in den Krankenhäusern entspannt

Trotz steigender Infektionszahlen bleibt die Lage auf den Intensivstationen an der Küste weiter entspannt. Das zeigen Zahlen aus dem Divi-Intensivregister. Demnach gibt es aktuell nur drei Corona-Intensivpatienten in der Region. Jeweils einen in Oldenburg, Wilhelmshaven und Aurich. Die Inzidenzen an der Küste bleiben ebenfalls auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Nur im Kreis Aurich gab es einen gestern einen sprunghaften Anstieg. Heute liegt der Wert bei 13,2. In Oldenburg nimmt die Zahl der Neuinfektionen dagegen wieder zu – der Inzidenzwert dort ist heute bei 36,7.

Impfzentren vergeben Erstimpfungen nur bis Anfang September

Viele Impfzentren an der Küste bieten nur noch bis Anfang September eine Erstimpfung an. Das teilen die Einrichtungen in den Kreis Leer und Aurich und in der Stadt Emden mit. Niedersachsenweit sollen die Impfzentren am 30. September schließen. Deshalb ist die Erstimpfung nur bis Anfang des Monats möglich, damit während der Laufzeit der Impfzentren noch die zweite Dosis gegeben werden kann. Nach September will das Land vor allem auf Impfungen in Hausarztpraxen setzen.

Streit um Luftfilter geht weiter

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres in Niedersachsen dauert der Streit um Luftfilter in den Klassenzimmern an. Elternvertreter und die Opposition im Landtag beklagen, dass viele Klassenräume auch nach anderthalb Jahren Corona-Krise noch nicht pandemiefest seien. Nach den Ferien würden nur in wenigen Räumen Luftfiltern stehen, weil das Land sich mit der entsprechenden Förderrichtlinie zu lange Zeit gelassen habe. Das Kultusministerium in Hannover weist die Vorwürfe zurück – die Förderrichtlinie stehe seit Mitte Juli, die Kommunen könnten handeln, wenn sie das wollten. Das Land stellt 20 Mio Euro für mobile Luftfilter bereit. Allerdings nur in Klassenzimmern, die nicht ausreichend durch Fenster gelüftet werden können.  

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