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12.04.2021

Stadt Emden steigt aus dem Modellkommunenprojekt aus

Die Stadt Emden steigt aus dem Modellprojekt vom Land Niedersachsen aus. Grund ist unter anderem die Entscheidung vom Land, den Starttermin vom Projekt noch weiter rauszuschieben, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Sowohl die Landes- als auch die Bundesregierung müssten verlässliche Rahmenbedingungen für das Projekt schaffen, das sei bisher nicht passiert. Ob die Stadt Emden später wieder in das Projekt einsteigen kann, ist noch nicht geklärt. Emden war vom Land als eine Modellkommune ausgewählt worden, in der Lockerungen durch häufigeres Testen und strengere Auflagen zum Beispiel in Geschäften möglich gemacht werden können.

Inzidenzwerte steigen übers Wochenende stark an

Die Corona-Zahlen sind an der Küste über das Wochenende deutlich gestiegen. In allen Kommunen ist der Inzidenzwert übers Wochenende hoch gegangen – eigentlich sinkt der Wert zum Montag meist, weil am Wochenende weniger getestet wird und Ärzte geschlossen haben. Das Landesgesundheitsamt meldet für Friesland einen Wert von 16,7 – der ist laut Kreisverwaltung aber falsch, weil die Daten aus dem Kreis nicht verarbeitet werden – nach eigenen Berechnungen hat Friesland eine Inzidenz von 48,6.

Inzidenzwerte in der Übersicht (Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner)


Landkreis Aurich 75,9

Stadt Emden 82,8

Friesland 48,6 (eigene Berechnunng)

Landkreis Leer 147,0

Stadt Wilhelmshaven 59,1

Landkreis Wittmund 82,6

Streit um Infektionsschutzgesetz

Zur geplanten Neuerung im Infektionsschutzgesetz gibt es in Niedersachsens Regierung unterschiedliche Standpunkte. Ministerpräsident Stephan Weil kann mit bundesweit einheitlichen Corona-Regeln gut leben, weil das Land die Notbremse ohnehin konsequent umgesetzt hätte. Innenminister Boris Pistorius warnt davor, die Länder mitten in der Krise zu entmachten, weil die bessere Expertise in Krisenkommunikation und -Bewältigung haben als der Bund. Am Dienstag soll darüber abgestimmt werden, ob der Bund bei einer Inzidenz von über 100 flächendeckend strengere Regeln umsetzen kann.

Schausteller: Große Volksfeste erst wieder bei Herdenimmunität

Große Volksfest wird es wohl erst wieder geben, wenn die meisten Menschen gegen Corona immun sind – davon geht der deutsche Schaustellerverband aus. Eine große Veranstaltung mit viel Besucher durchlaufen alleine mit Tests zu bewältigen sei kaum vorstellbar. Trotzdem warnen auch die ostfriesischen Schausteller davor vorschnell alles abzusagen. Hoffnung haben sie vor allem noch für Märkte im Herbst, sagt der ostfriesische Schausteller Jonny Eden. Viele Volksfeste an der Küste stehen bereits auf der Kippe. In Emden fallen die Matjestage aus, die Stadt Aurich hat alle Großveranstaltungen vorsorglich abgesagt.

Schützenfestsaison auf der Kippe

Viele Schützenfeste in der Region werden in diesem Jahr wohl ausfallen. Der niedersächsische Sportschützenverband geht davon aus, dass nicht viele Veranstaltungen stattfinden werden. Das sei für die Vereine vor allem deshalb schlimm, weil dadurch eine Einnahmequelle wegfällt. Für das Schützenfest in Esens laufen die Planungen allerdings – allerdings mit mehreren Backup-Plänen – z.B. könnte auch ein Schützenpark aufgebaut werden, bei dem dann die Besucher-Zahl reguliert ist.

Modellprojekte verzögern sich weiter

Der Start der Modellprojekte in Aurich, Emden und Norden verschiebt sich weiter. Das Land will mit einem Starttermin warten bis die Beratungen zum Infektionsschutzgesetz im Bundestag abgeschlossen sind. Der Start war bereits auf Ende dieser Woche verschoben worden – einen neuen konkreten Starttermin gibt es noch nicht. In den Modellprojekten sollen unabhängig von der Infektionslage Geschäfte, Außengastronomie und kulturelle Einrichtung mit einer Teststrategie öffnen.

Schüler müssen sich testen

Heute geht das Schuljahr an der Küste nach den Osterferien weiter. Ab heute müssen sich Kinder, Jugendliche und das Schulpersonal zwei Mal pro Woche zu Hause auf Corona testen. Die Testkits sollen von den Schulen verteilt werden. Wer ein positives Ergebnis hat muss zu Hause bleiben. Der Unterricht findet im Wechselmodell statt – die Präsenzpflicht ist für alle Jahrgänge aufgehoben, Eltern dürfen ihre Kinder also auch ohne Angabe von Gründen zum Lernen zu Hause lassen.

Corona-Patienten in Krankenhäusern an der Küste werden jünger

Die Corona-Patienten in den Krankenhäusern an der Küste und in ganz Niedersachsen werden immer jünger. Das Durchschnittsalter im Borromäus-Hospital in Leer und im Klinikum Wilhelmshaven liegt zwischen 50 und 70 Jahren, teilen die Krankenhäuser auf Nordseewelle-Anfrage mit. Es falle auch auf, dass die auf der Intensivstation behandelten Fälle häufiger einen schweren Verlauf nehmen. Im Gegenzug seien so gut wie keine älteren Menschen mehr von schweren Corona-Erkrankungen betroffen. Das Klinikum Wilhelmshaven geht deswegen davon aus, dass die Impfungen gut schützen.

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