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11.03.2021

Neue Verordnung sorgt für Hin und Her in Kommunen

Die neue Corona-Verordnung sorgt weiter für viel hin und her in den Kommunen. Wilhelmshaven konnte die Kontaktregeln heute doch nicht lockern. Die Inzidenz liegt heute über 35 – deshalb dürfen sich da weiterhin nur zwei Haushalte mit maximal fünf Leuten treffen. In den letzten Tagen lag die Inzidenz stabil unter 35, deshalb hätte die Stadt die Regeln heute eigentlich lockern dürfen. Der Landkreis Leer hat die Inzidenz von 100 überschritten, deshalb mussten die Kitas heute wieder schließen – die Infektionslage bleibt dort angespannt: heute gab es 38 Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall. Wenn die Inzidenz weiter über 100 bleibt müssen auch die Geschäfte wieder schließen und die Kontaktregeln werden verschärft.   

Osterfeuer im Kreis Leer abgesagt

Im Landkreis Leer gibt es in diesem Jahr wieder keine Osterfeuer. Darauf haben sich der Kreis und die Gemeinden geeinigt. Landrat Matthias Groote sagt, er könne zwar nachvollziehen, dass die Osterfeuer Tradition in Ostfriesland sind, aber im Moment komme es darauf an die Kontakte so gering wie möglich zu halten. Auch der Landkreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven haben die Osterfeuer schon pauschal abgesagt. Der Landkreis Aurich will vielleicht Feuer mit geringer Teilnehmerzahl erlauben.

Kinderschutzbund warnt vor Folgen durch Lockdown

Der Kinderschutzbund Niedersachsen warnt vor den Folgen des Lockdowns für Kinder und Jugendliche. Viele Kinder könnten ihre Hobbys nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausüben. Das sei sowohl für die Kinder als auch für die Eltern frustrierend. Zahlen der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen hatten zuletzt gezeigt, dass es 60 Prozent mehr Anfragen nach einem Therapieplatz für Kinder gab, seit Corona losgegangen ist. Der Kinderschutzbund fordert jetzt einen Kinder- und Jugendgipfel mit Ministerpräsident Stephan Weil und Sozialministerin Daniela Behrens.

Probleme bei Impfbriefen an der Küste  

Wer einen Impftermin im kreiseigenen Impfzentrum ausmachen möchte, der braucht eine offizielle Bestätigung per Mail oder per Brief. Bei der Zustellung per Post oder auf digitalem Weg kommt es an der Küste aber offenbar zu Problemen. Wie mehrere Kommunen berichten, kommt es häufiger vor, dass Personen nicht zum Impftermin erscheinen, weil sie nicht wissen, dass sie überhaupt an der Reihe sind. So sind beispielsweise im Landkreis Aurich an einem Tag 200 Personen nicht ins Impfzentrum gekommen, obwohl sie eigentlich einen Termin gehabt hätten. Oft schickt das Land die Briefe wohl zu spät los und die Mails landen im Spam-Ordner. Die Kommunen haben die Landesregierung bereits gebeten, die Briefe früher los zu schicken. Impfberechtigte werden außerdem dazu aufgerufen, auch in ihren Spam-Ordner im Mail-Postfach zu schauen.

Leer muss Lockerungen teilweise zurücknehmen

Der Landkreis Leer hat gestern die Inzidenz-Marke von 100 wieder überschritten – dadurch dürfen die Kitas dort ab heute wieder nur noch Notbetreuung anbieten. Die dürfen erst dann wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen, wenn die Inzidenz drei Tage in Folge unter 100 ist. Die Lockerungen im Einzelhandel und bei den Kontaktbeschränkungen bleiben in Leer aber erstmal bestehen, sagt Landrat Matthias Groote.

Erst nach drei Tagen Überschreitung der Inzidenz von 100 muss man aktiv werden, die Sachen bewerten. Und erst durch eine Allgemeinverfügung des Landkreises würden die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft oder der Einzelhandel wieder geschlossen werden. Das steht mit dem heutigen Tag aber noch nicht an.

Matthias Grote, Landrat Leer

Impfzentren an der Küste wollen Kapazitäten ausbauen

Die Impfzentren an der Küste wollen ihre Kapazitäten aufstocken. Das sei vor allem deshalb möglich, weil jetzt mehr Impfstoff verfügbar sei als noch zu Beginn der Kampagne, so eine Sprecherin vom Impfzentrum im Landkreis Leer. Um die Impfungen schneller voranzubringen, sollen auch die Öffnungszeiten in den Zentren ausgeweitet werden. Gerade der AstraZeneca-Impfstoff ist jetzt in großen Mengen da und auch für über 65-Jährige einsatzbereit. Genau deshalb sollen in der Nordseehalle in Emden bald Biontech- und AstraZenecea-Impfungen parallel möglich sein – dort ist eine zweite Impfstrecke mit zehn Mitarbeitern geplant. Für das Impfzentrum im Landkreis Leer gibt es künftig kein Wochenende mehr – montags bis sonntags wird in Hesel dann von 8 bis 20 Uhr geimpft. Das Impfzentrum im Landkreis Wittmund ist schon länger auch am Wochenende geöffnet. Kommt in Zukunft weiter mehr Impfstoff, soll auch mehr Personal eingesetzt werden. Diesen Plan hat wohl auch der Landkreis Aurich.

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