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11.01.2022

Jugendliche bald nicht mehr von 2G-Regel ausgenommen

Jugendliche in Niedersachsen müssen sich voraussichtlich demnächst darauf einstellen, nicht mehr von der 2G-Regel ausgenommen zu sein. Das werde zwar nicht mit der kommenden Corona-Verordnung geschehen, aber mit der darauffolgenden, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Unklar sei bisher neben dem Startzeitpunkt aber auch, ab welchem Alter die neue Regel greifen soll. Momentan würde das Alter 16 intern diskutiert, so Behrens. Minderjährige sind aktuell in Niedersachsen von der 2G-Regel ausgenommen.

Vor allem Jüngere von Corona aktuell betroffen

Von der aktuellen Corona-Welle sind in Niedersachsen vor allem junge Menschen betroffen. In den Altersgruppen unter 40 Jahren seien die Inzidenzen überdurchschnittlich hoch, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens am Mittag in Hannover. Vor allem in der Altersklasse der 20- bis 39-Jährigen seien die Fallzahlen zuletzt stark angestiegen. In diesem Altersbereich liege die Inzidenz bei 542 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, landesweit für alle Altersklassen beträgt sie 322, so Behrens.

GdP Oldenburg: Unangemeldete Demos sind „große Arbeitsbelastung“

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Oldenburg appeliert an die Teilnehmer von Demos gegen die Corona-Maßnahmen sich an geltende Regeln zu halten. Dass die Veranstaltungen oft nicht angemeldet werden, erschwere die Planbarkeit von Polizeieinsätzen, sagte er der WZ. Die Arbeitsbelastung der Beamten sei aktuell sehr hoch, da es durch Kontrollen im öffentlichen Raum und in der Gastronomie ohnehin Zusatzaufgaben gäbe. Gestern hatten die niedersächsischen Landkreise ein Ende der unangemeldeten Demonstrationen gefordert. Jeder könne seine Meinung äußern, müsse dazu aber das demokratische Mittel einer angemeldeten Kundgebung nutzen.

Klassenfahrten bleiben verboten

In Niedersachsen bleiben weiterhin Klassenfahrten verboten. Wegen der aktuellen Coronagefahr wurde das schon gültige Verbot bis Anfang April verlängert. Das geht aus einer Anordnung des Landesamtes für Schule und Bildung hervor, mehrere Schulleiterinnen und Schulleiter haben dies gegenüber den ON bestätigt. Einige Auricher Schulen hatten bereits für das Frühjahr erste Klassenfahrten geplant, diese müssten nun abgesagt werden. Man wolle nun prüfen, ob die Fahrten nach Ostern nachgeholt werden können.

Emdens Inzidenz steigt weiter

Der Inzidenzwert in Emden ist erneut auf einen Höchstwert gestiegen – das Robert-Koch Institut meldet heute einen Wert von 340. Grund für den starken Anstieg sei allerdings die Berechnungsgrundlage. Die Inzidenz wird auf 100.000 Einwohner gerechnet, Emden hat allerdings nur 50.000 Bewohner. So zähle in der Statistik jede Infektion doppelt. Andere Kommunen an der Küste stehen weiterhin gut da – der Landkreis Wittmund hat heute die niedrigste Inzidenz in ganz Deutschland.

Impfzentren bleiben länger

Die wenigen noch aktiven Impfzentren in Deutschland sollen bis Ende des Jahres bestehen bleiben. Das haben die Gesundheitsminister der Länder in einer Videokonferenz beschlossen. Es wäre fatal die Fehler aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen und die Impfzentren zu früh zu schließen. Bei uns in der Region ist nur das Impfzentrum im EEZ in Aurich geöffnet. Andernorts werden die Impfungen durch mobile Impfteams und semistationäre Aktionen koordiniert.

Weihnachtsruhe wird verlängert

Die sogenannte Weihnachtsruhe soll in Niedersachse bis zum 02. Februar verlängert werden. Das geht aus einem Änderungsentwurf der Corona-Verordnung hervor. Ursprünglich waren die strengeren Maßnahmen bis zum Ende der Woche befristet. Damit dürfen weiterhin nur 10 geimpfte oder genese Personen zu privaten Feiern zusammenkommen. Discos und Clubs bleiben geschlossen. Außerdem plant das Land die tägliche Testpflicht für Schülerinnen und Schüler bis Ende Januar zu verlängern. 

Tonne kündigt Notfallplan für Schulen an

Die Schulen in Niedersachsen sollen einen Notfallplan bekommen, für den Fall dass es durch Quarantäne in der Lehrerschaft zu Personalmangel kommt. Das kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne an. Der Leitfaden solle lediglich eine Orientierungshilfe für die Schulen sein und keine Anweisung. Der Notfallplan soll in Stufen aufgeteilt werden – zuerst sollten die Schulen freiwillige Angebote wie Arbeitsgemeinschaften streichen um Personal für Vertretungsunterricht zu haben. Im nächsten Schritt könnten externe Betreuer einspringen oder ältere Jahrgänge von zu Hause lernen. Der Präsenzunterricht habe jedoch weiterhin Vorrang, so Tonne.

Landkreis Leer: Pandemie verursacht 5 Mio. Euro Kosten

Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Leer seit dem Beginn knapp fünf Millionen Euro gekostet. Das sagte ein Sprecher der OZ. Am teuersten war der Betrieb der Impfzentrums und die mobilen Impfteams, sie würden knapp die Hälfte der Kosten ausmachen. Auch Entschädigungen für den Verdienstausfall seien ein großer Posten. Bund und Land übernehmen nur einen Teil der Kosten, den Rest muss der Landkreis selbst tragen. 

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