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07.06.2021

Ab Mittwoch Lockerungen in Wilhelmshaven

Ab Mittwoch werden die Corona-Regeln in Wilhelmshaven wieder gelockert. Die Inzidenz liegt seit mehr als fünf Tagen unter 35. Ab Mittwoch sind Restaurants wieder innen und außen geöffnet. Im Außenbereich und im Einzelhandel ist kein negativer Corona-Test mehr nötig. Außerdem werden die Kontaktregeln weiter gelockert – drei Haushalte dürfen sich mit maximal 10 Personen treffen. Auch Veranstaltungen sind drinnen und draußen unter Auflagen wieder erlaubt.

Ansturm auf Impf-Hotline erwartet

Nachdem heute die Impfpriorisierung aufgehoben wurde geht das Land von einem Ansturm auf die Impf-Hotline aus. Das Gesundheitsministerium empfiehlt deshalb, das Online-Portal zur Terminbuchung zu nutzen. Seit heute kann sich jeder der möchte beim Hausarzt oder im Impfzentrum gegen Corona impfen lassen. Bis jeder ein Impfangebot bekommt wird es aber wohl noch dauern, so das Gesundheitsministerium. Auf den Wartelisten der Impfzentren stünden aktuell noch mehr als eine halbe Million Personen.

Corona-Lage entspannt sich

Die Corona-Lage an der Küste entspannt sich weiter. Der Kreis Friesland hat aktuell nur noch einen Inzidenzwert von 1. Auch in Wilhelmshaven, Leer und Wittmund ist der Wert unter 10. Entspannung gibt es auch weiterhin in Emden – dort ist die Inzidenz mittlerweile bei 64. Die Stadt hofft jetzt, dass die Zahlen niedrig bleiben. Wenn die Inzidenz bis einschließlich Donnerstag unter 100 bleibt, kann die Stadt die Notbremse am Freitag aufheben.

Bis zu 1800 Jobs bei Meyer-Werft gefährdet

Die Geschäftsleitung der Meyer-Werft in Papenburg macht in den Verhandlungen über einen Zukunftspakt Druck auf die IG Metall und den Betriebsrat. Wenn die beiden nicht schon vor den Verhandlungen dem Vorschlag der Unternehmensspitze folgen würden bis zu 1.800 Jobs gestrichen. Das hatte die Geschäftsleitung bei einer Online-Veranstaltung am Wochenende angekündigt. Der Zukunftspakt sieht vor, dass nur 660 Stellen abgebaut werden – dazu müssten die verbleibenden Mitarbeiter bis zu 200 bezahlte Überstunden pro Jahr leisten. IG Metall und Betriebsrat kritisieren die Aktion scharf – durch die Drohung würden Ängste bei den Mitarbeitern befeuert, damit die sich hinter den Zukunftspakt stellen. Der Betriebsrat hat für heute eine Betriebsversammlung einberufen.

Hintergrund der Diskussionen ist die cornabedingt schlechte Lage im Kreuzfahrtschiffbau. Die Meyer-Werft musste ihre Auftragsbücher über fünf Jahre strecken. Seit Monaten wird über Stellenabbau diskutiert. Dabei hatten sich die Fronten zwischen Geschäftsleitung, Gewerkschaften und Betriebsrat immer weiter verhärtet.

Amtsgericht geht von mehr Insolvenanträgen 2021 aus

Die Zahl der Insolvenzen an der Küste wird im Laufe des Jahres wohl deutlich zunehmen. Davon geht das Amtsgericht in Aurich aus. Bisher wurden im Zuge der Pandemie nur relativ wenig Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das liegt einmal daran, dass die Antragspflicht für eine Zeit ausgesetzt war. Zum anderen werden Insolvenzen oft durch die Krankenkassen gemeldet, wenn die Unternehmen keine Beiträge mehr zahlen. Aktuell würden die Kassen sich aber noch zurückhalten.

Tourismus läuft langsam besser an

Drei Wochen nach der Öffnung im Tourismus nimmt die Branche wieder Fahrt auf. Immer mehr Menschen würden jetzt auch die Inseln besuchen, so ein Sprecher der Reederei Norden Frisia. Die Ticketverkäufe gingen aufwärts – sie liegen aber noch lange nicht auf Normalniveau. Problematisch ist nach wie vor, dass vielen Betrieben die Saisonarbeitskräfte fehlen. Gleichzeitig macht vielen Betrieben nach wie vor die Inzidenz Sorge – wenn der Wert über 35 liegt gibt es Beschränkungen für die Zahl der Übernachtungsgäste. Die IHK-Ostfriesland Papenburg fordert deshalb, dass der Wert auf 50 hoch gesetzt wird, damit es eine bessere Planbarkeit gibt.

Mehr Überschuldungen durch Corona in Emden

Durch die Pandemie sind mehr Haushalten in Emden überschuldet. Seit Beginn des Jahres sind 15 Familien dazugekommen, die sich wegen finanzieller Probleme beraten lassen müssen. Alle Familien standen vorn der Pandemie finanziell gut da. Kurzarbeit und der Verlust von Arbeitsplätzen hätten allerdings für einen enormen Engpass gesorgt. Aktuell gelten in Emden über 180 Haushalte als überschuldet.

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