×
Wähle jetzt deinen Channel aus: Radio Nordseewelle Livestream Radio Nordseewelle - Wilhelmshaven / Friesland Radio Nordseewelle - only80s
skip to Main Content
04931 973000
info@radio-nordseewelle.de

05.03.2021

Corona-Impfungen in der Region kommen besser voran

Die Corona-Impfungen an der Küste gehen langsam besser voran. Im Kreis Friesland starten bald die Impfungen für Personen der Prio-Kategorie 2. Das sind zum Beispiel Mitarbeiter aus Arztpraxen, die Polizei oder Lehrer und Erzieher. Bewohner und Personal aus den Altenheimen sind in Friesland so gut wie durchgeimpft, heißt es vom Landkreis. Bis Ende April sollen dann auch die Impfungen bei den über 80-jährigen abgeschlossen sein. Auch in Wilhelmshaven soll die Gruppe bis Ende April geimpft sein.  Außerdem öffnet das Impfzentrum dort jetzt auch erstmal am Wochenende: Berufstätige aus der Kategorie 1 können sich Samstag und Sonntag sogar ohne Termin impfen lassen. Der Landkreis Aurich startet bereits mit Impfungen von Polizeipersonal und Lehrkräften. Auch in Emden gibt es bald mehr Tempo bei den Impfungen: Die Stadt erhöht ab Mitte März die Kapazität der Impfzentren. Ab April rechnet die Stadt mit größeren Impfstoff-Lieferungen. Hoffnung macht außerdem, dass ab kommenden Monat auch bei den Hausärzten geimpft werden soll.

Handel ist verunsichert

Der Handel an der Küste ist von den Beschlüssen von Bund und Ländern verunsichert. Ab Montag soll der Einzelhandel zumindest mit Shopping-Auf-Termin-Angeboten wieder öffnen dürfen. Die Läden haben aber noch keine offiziellen Zusagen bekommen. Das liegt daran, dass die Landkreise erst auf das Land warten wollen: das bringt die neue Corona-Verordnung aber erst Samstag raus. Der Chef vom ostfriesischen Einzelhandelsverband, Johann Doden, kritisiert außerdem, dass die Öffnung der Läden an die Inzidenz gekoppelt ist – wenn die Geschäfte ständig öffnen und schließen würde das niemandem helfen.

Ich habe echte Bedenken, dass wenn es jetzt noch weitergeht mit irgendwelchen Lockdowns, wir ein stückweit verbrannte Erde in Deutschland haben. Für die Innenstädte und alles was dran hängt wäre das ein verherendes Bild.

Johann Doden, Geschäftsführer Einzelhandelsverband Ostfriesland

Landkreis Leer mit zwei weiteren Corona-Todesfällen

Die Kreisverwaltung in Leer meldet einen weitere Todesfall, der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht. Generell bleibt die Infektionslage im Kreisgebiet angespannt, heute wurde ein Höchstwert an aktiven Corona-Infektionen im Landkreis Leer gemeldet. Derzeit gibt es dort 352 akute Corona-Infektionen.

Inzidenzwerte an der Küste (Stand 05.03. 09:00 Uhr):

(Neuinfektionen in sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner)

Stadt Wilhelmshaven – 38,1

Landkreis Friesland – 32,4

Landkreis Wittmund – 15,8

Landkreis Aurich – 27,9

Stadt Emden – 40,1

Landkreis Leer – 100,1

Dortmunder Rechtsanwalt untersucht in der Impfaffäre

In der Impfaffäre um Klinikchef Claus Eppmann soll jetzt der Dortmunder Rechtsanwalt Martin Rehborn ein Gutachten erstellen. Den Auftrag hat Aurichs Landrat Olaf Meinen erteilt. Rehborn ist auf wirtschaftlich- und medizinrechtliche Beratung spezialisiert. Der Kreistag in Aurich und der Stadtrat in Emden hatten sich kürzlich für eine externe Aufklärung der Impfaffäre ausgesprochen. Der Klinikchef in Aurich, Emden und Norden Claus Eppmann war bereits gegen Corona geimpft worden, obwohl er nicht zu einer priorisierten Gruppe gehört. Während der Zeit der Untersuchung wurde ihm empfohlen, sein Amt an den Standorten Aurich und Norden ruhen zu lassen.

Kostenfreie Schnelltests werfen Fragen auf

Bisher ist unklar, wie die kostenlosen Schnelltests für alle ab Montag umgesetzt werden sollen. In einigen Landkreisen an der Küste gibt es private Schnelltestzentren: zum Beispiel in Wittmund, Friesland oder Wilhelmshaven. Die wollen die Landkreise unterstützen. Auch der Landkreis Aurich wartet noch auf genauere Infos vom Land. Geklärt werden muss vor allem wie die Tests dokumentiert werden und wie die Kostenübernahme läuft. Leers Landrat Matthias Groote will vor allem auf Tests in den Apotheken setzen.

Dort muss mit dem Verband gesprochen werden, ob die das leisten können. Die Kommunen können an dieser Stelle nicht an jeder Ecke neue Testzentren auf machen. Wir suchen noch Personal für unsere Impfzentren!

Matthias Groote, Landrat Landkreis Leer

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt dass jeder ab kommender Woche einmal wöchentlich umsonst einen Corona-Schnelltest machen kann.

Akzeptanz von AstraZeneca weiter umstritten

Der Impfstoff von AstraZeneca wird an der Küste immer noch kritisch gesehen. Im Impfzentrum vom Landkreis Wittmund gab es offenbar sogar Tage an denen keine Impfberechtigten da waren, weil sie nicht mit AstraZeneca geimpft werden wollen. Anders sieht es im Kreis Aurich aus: da lehnen jetzt immer weniger Menschen eine Impfung mit AstraZeneca ab. Viele Menschen sind skeptisch, weil sie Angst davor haben, dass der Impfstoff nicht effektiv genug ist oder sie dann starke Nebenwirkungen kriegen. Verschiedene Vertreter aus Politik und Wissenschaft hatten den Impfstoff immer wieder verteidigt. Gestern hat die ständige Impfkommission auch grünes Licht dafür gegeben, dass auch alte Menschen mit AstraZeneca geimpft werden dürfen. Bisher gab es den Impfstoff nur für Personen bis 64-Jahren, weil noch  nicht klar war, wie effektiv er bei Älteren ist.

Landesschülerrat begrüßt Schulöffnungen

Der Landesschülerrat in Niedersachsen begrüßt die geplanten Schulöffnungen für diesen Monat. Das Homeschooling der letzten Monate sei sehr belastend gewesen, so ein Sprecher. Deswegen seien die Schüler froh, wieder in die Schulen zurückkehren zu können. Der Lehrerverband in Niedersachsen kritisiert dagegen das Test- und Impfangebot für Lehrkräfte im Land. Es könne nicht sein, dass in anderen Bundesländern schon Lehrer geimpft wurden und es in Niedersachsen noch nicht mal Termine dafür gebe, so ein Verbandssprecher. Ohne ein entsprechendes Test- und Impfangebot dürfe es auch keine weiteren Schulöffnungen geben. Ab Mitte des Monats sollen die Schulen wieder in den Wechselbetrieb gehen.

Erste Impfungen für Polizeibeamte in den Landkreisen Aurich und Wittmund

In dieser Woche wurden in den Landkreisen Wittmund und Aurich die ersten Polizeibeamten geimpft. Nach der Landesverordnung sollen Einsatzkräfte aus dem Streifendienst zuerst eine Impfung bekommen. Dafür wird der AstraZeneca-Impfstoff verwendet. Knapp 90 Prozent aus der priorisierten Gruppe haben sich in den Landkreisen zu einer Impfung bereit erklärt. Der Landkreis will außerdem bis Ende der Osterferien eine Großzahl von Erziehern, und Grund- und Förderschullehrern impfen.

Aufregung um Impfung von ehemaligem Bürgermeister

Aktuell gibt es Aufregung um die Corona-Impfung von Langeoogs ehemaligem Bürgermeister Uwe Garrels. Der ist mittlerweile bei den Seenotrettern und hat dort eine Impfung bekommen. Die Zeitung „taz“ hatte darüber berichtet und ihm und anderen Mitglieder vorgeworfen sich den Impfstoff erschlichen zu haben. Die Seenotretter sagen der Bericht ist rufschädigend und falsch: die Seenotretter zählen als Rettungsdienst und wurden deshalb vom Verkehrsministerium angeschrieben, dass die Mitglieder in erster Priorität geimpft werden können.

Back To Top