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04.05.2021

Tourismus: Keine Ausnahmen für Inseln

Ein Pilotprojekt für Tourismus-Öffnungen auf den ostfriesischen Inseln ist erstmal vom Tisch. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde zwischen den Inselbürgermeistern, Umweltminister Olaf Lies und Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Die Inseln hatten ein Konzept erarbeitet, dass Tourismus dort weitestgehend wieder ermöglichen soll. Das Land will ab der kommenden Woche schrittweise kleine Öffnungen für alle in die Wege leiten – da solle es dann keine Ausnahmen für bestimmte Regionen geben. Unter anderem geht es um Öffnungen von Außengastronomie und Tourismus – dann aber eben im ganzen Land. Die Vorschläge der Inseln sollen in das neue Öffnungskonzept aber eingearbeitet werden. Vor allem die Teststrategie habe großen Anklang gefunden, sagte Spiekeroogs Bürgermeister Matthias Piszczan im Gespräch mit Nordseewelle.

Ich hoffe es wird nach vorne gehen und dass wir langsam mal wieder etwas Leben auf die Insel bekommen und das einfach der Tourismus insgesamt in Niedersachsen wieder an Fahrt aufnimmt.

Matthias Piszczan, Bürgermeister Spiekeroog

Corona-Beschränkungen in Niedersachsen werden gelockert

Das Land will ab kommendem Montag die Corona-Beschränkungen in Kommunen mit niedriger Inzidenz lockern. Vor allem geimpfte, getestete und genesene Personen sollen mehr Freiheiten bekommen. Für sie soll zum Beispiel der Einzelhandel wieder komplett öffnen dürfen, das betrifft auch die Gastronomie. Touristische Übernachtungen sollen in den kommenden drei Wochen erstmal nur für niedersächsische Bürger möglich sein. Die Schulen gehen künftig erst ab einer Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht – das hängt damit zusammen, dass dort jetzt mehr Infektionsschutzmaßnahmen getroffen wurden. Kommunen, die eine Inzidenz von über 100 haben, sind von den Lockerungen nicht betroffen.

Land verteidigt Impf-Priorisierung

Nach der Kritik an der Impfreihenfolge in den vergangenen Tagen hat die Landesregierung die Priorisierung bei den Impfungen verteidigt. Die Prio-Gruppe 3 werde schrittweise geöffnet, so ein Sprecher auf Nordseewelle-Anfrage. So werden erstmal Feuerwehrleute und Lehrkräfte geimpft, erst dann wird die Priorität weiter geöffnet. Am Donnerstag will das Land das weitere Vorgehen in der Impfgruppe vorstellen. Zuletzt hatte es auch von der Küste kritische Stimmen zu der Priorisierung gegeben, zum Beispiel vom THW-Verband in Norden – so würde es in der Impfpriorisierung eine Ungleichbehandlung für die Einsatzkräfte geben.

IG Metall sieht Schiffbau in der Existenzkrise

Der Schiffbau in Deutschland steckt nach Einschätzungen der Gewerkschaft IG Metall in einer Existenzkrise. Tausende Jobs bei Werften und Zulieferern seine in Gefahr, so ein Sprecher. Die Coronakrise habe die Branche hart getroffen. Politik und Unternehmen müssten jetzt handeln. Kommende Woche treffen sich Vertreter aus der Branche und Politik in Rostock, auch Kanzlerin Angela Merkel wird erwartet. Bereits im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung rund eine Milliarde für die Erhaltung des Schiffbauindustrie zur Verfügung gestellt.

LK Wittmund plant nicht mit Impfzentrum-Stopp

Der Landkreis Wittmund plant nicht damit, den Betrieb im Impfzentrum bald einzustellen. Auf Nordseewelle-Anfrage hat eine Sprecherin vom Landkreis bekannt gegeben, dass die Jugendherberge in Esens noch mindestens bis Ende September als Impfzentrum genutzt werden soll. Je nach Lage der Situation könnte sich das aber auch kurzfristig ändern. Zuletzt hatte es Überlegungen von Bundesseite aus gegeben, den Betrieb in den Impfzentren zeitnah einzustellen, weil die Impfaktion in den Arztpraxen so gut laufe. Das Land Niedersachsen will das aber wohl nicht tun.

Sportlehrerverband für dritte Sportstunde

Der niedersächsische Sportlehrerverband will in der Pandemie den Sportunterricht an Schulen ausbuane. Viele Kinder hätten bereits erhebliche motorische Defizite entwickelt, weil sie seit einem Jahr wenig Bewegung kriegen. Eine zusätzliche Sportstunde soll Abhilfe schaffen. Gleichzeitig will der Verband das Problem angehen, dass immer weniger Kinder schwimmen lernen: Der Schwimmunterricht könnte in die Schulen verlagert werden, dafür bräuchte es allerdings Geld aus dem Fördertopf, den Bund und Länder bereitgestellt haben.

Notbremse: Leer weiter auf gutem Kurs

Der Kreis Leer liegt heute weiter unter der 100er-Inzidenzmarke. Das RKI meldet heute einen Wert von 76. Wenn die Inzidenz bis einschließlich Donnerstag noch unter der Grenze bleibt könnte die Notbremse zum Wochenende wieder gelockert werden. In Emden bleiben die härteren Regeln dagegen wohl noch länger bestehen: die Stadt hat auch heute wieder eine Inzidenz von über 100. Für Lockerungen muss die Stadt fünf Werktage am Stück unter der Grenze liegen.

Gutachten zur Impfaffäre wird vorgestellt

Heute wird das Gutachten zur Impfaffäre an der Ubbo-Emmius-Klinik im Auricher Kreistag öffentlich vorgestellt. Klinik-Chef Claus Eppmann und weitere Verwaltungsmitarbeiter wurden schon im Januar vorzeitig gegen Corona geimpft. Ein unabhängiger Gutachter sollte den Vorfall bewerten. Der kommt aber zu dem Schluss, dass Eppmann nur eine geringe Schuld trifft, weil er die Impfung nicht selbst veranlasst hat.  

Betrieb im Emder VW-Werk wieder aufgenommen

Seit gestern läuft der Betrieb im Emder VW-Werk wieder. Vorher hatte der Betrieb für zwei Wochen Kurzarbeit angemeldet, davon waren knapp 7000 Mitarbeiter in Emden betroffen. Weltweit mangelt es derzeit an Halbleitern. Deswegen musste das VW-Werk in Emden die Produktion auch schon Anfang des Jahres runterfahren. Es ist aber noch offen, wie lange es jetzt wieder im vollen Betrieb weitergehen kann. Für diese und nächste Woche ist der aber erstmal geschert, heißt es aus dem Betriebsrat.

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