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04.03.2021

Bund und Länder verlängern Lockdown

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird bis Ende März verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder gestern bei Gesprächen geeinigt. Allerdings soll es je nach Infektionslage auch Öffnungsmöglichkeiten geben. Ab Montag sind wieder mehr private Kontakte erlaubt, auch Buchhandlungen dürfen wieder öffnen. Weitere Öffnungen, z.B. im Einzelhandel, sind dann ab einer Inzidenz von unter 50 erlaubt. Wenn die Inzidenz über zwei Wochen stabil bleibt, dürfte dann auch die Außengastronomie wieder an den Start gehen. Ab einer Inzidenz von über 100 greift eine Notbremse: Dann gelten wieder die alten Lockdown-Regeln. Wie genau der Beschluss in Niedersachsen umgesetzt wird, soll heute Mittag bekanntgegeben werden.
Details zu den Beschlüssen findet ihr hier.

Schulen ab Mitte März wieder komplett im Wechselbetrieb

Die Schulen in Niedersachsen gehen ab Mitte März wieder stärker in den Wechselbetrieb. Das teilt Kultusminister Grant Hendrik Tonne mit. Die Klassen 5 bis 7 und die 12. Jahrgänge sollen ab dann nicht mehr von zuhause aus unterrichtet werden. Eine Woche später sollen dann alle Klassen wieder in den Wechselbetrieb gehen. Ab kommenden Montag gilt für Grundschüler und Abschlussklassen außerdem eine Präsenzpflicht. Ab dann sollen die Kitas auch wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Die Betreuung wird in Regelgruppengröße angeboten, die Gruppen dürfen sich aber nicht durchmischen.

Weil muss bis Montag in Quarantäne

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil muss vorübergehend in Quarantäne. Nach Angaben der Landesregierung gab es wohl einen Corona-fall in seiner Staatskanzlei. Weil habe wie auch andere direkten Kontakt zu der infizierten Person gehabt. Er wurde auch schon negativ getestet. Trotzdem muss er bis einschließlich kommenden Montag in Quarantäne.

Weniger Krankheiten durch Hygienemaßnahmen

Durch die Hygienemaßnahmen im Rahmen von Corona sind auch andere Infektionskrankheiten an der Küste deutlich eingedämmt worden. Nach Zahlen der DAK Gesundheit gab es 42 Prozent weniger Krankheitsnachweise im vergangenen Jahr. Die Zahl der Norovirus-Infektionen ist sogar über 60 Prozent gesunken. Schul- und Kitaschließungen, Kontaktreduzierungen und das Tragen von Masken hätten dazu erheblich beigetragen, sagt eine Sprecherin. Das zeige auch, dass die Hygienemaßnahmen wirken.

Wilhelmshaven hat Hälfte der Ü-80er geimpft

Die Stadt Wilhelmshaven hat etwa die Hälfte der über 80-Jährigen gegen Corona geimpft. Bis Ende April sollen dann alle, die wollen, aus der Altersgruppe zumindest die Erstimpfung haben, berichtet die WZ. Ende März bekommt die Stadt noch einmal 6.000 Impfdosen von verschiedenen Herstellern. Der Leiter des Wilhelmshavener Impfzentrums geht davon aus, dass es ab April noch schneller geht mit den Impfungen: Dann soll seiner Aussage nach auch in den Hausarztpraxen geimpft werden.

Zwei weitere Todesfälle mit Corona-Zusammenhang an der Küste

An der Küste gibt es zwei weitere Todesfälle, die mit einer Corona-Infektion in Verbindung stehen. Der Landkreis Leer meldet den insgesamt 35. Todesfall mit Corona-Zusammenhang seit Beginn der Pandemie, im Landkreis Aurich ist der aktuell gemeldete der 43. seit März vergangenen Jahres. Im Kreisgebiet gibt es weiterhin ein recht ruhiges Infektionsgeschehen mit einem Inzidenzwert von 34,3. Angespannter ist die Lage weiterhin im Landkreis Leer, wo die Siebentagesinzidenz wieder über die kritische 100er-Marke auf knapp 110 gestiegen ist.

Inzidenzwerte an der Küste (Stand 04.03. 09:00 Uhr):

(Neuinfektionen in sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner)

Stadt Wilhelmshaven – 63,1

Landkreis Friesland – 35,5

Landkreis Wittmund – 29,9

Landkreis Aurich – 34,3

Stadt Emden – 44,1

Landkreis Leer – 110,1

Lehrerverband Niedersachsen kritisiert Test- und Impfangebot

Der Lehrerverband in Niedersachsen kritisiert das Test- und Impfangebot für Lehrkräfte im Land. Es könne nicht sein, dass in anderen Bundesländern schon Lehrer geimpft wurden und es in Niedersachsen noch nicht mal Termine dafür gebe, so ein Verbandssprecher. Ohne ein entsprechendes Test- und Impfangebot dürfe es auch keine weiteren Schulöffnungen geben. Alles andere würde die Gesundheit der Lehrkräfte gefährden.

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