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04.01.2022

Nach Montags-Versammlungen gegen Corona: Konsequentes Polizei-Auftreten

Die Polizei in Niedersachsen wird auch weiterhin konsequent gegen Regelverstöße bei Anti-Corona-Versammlungen vorgehen. Das kündigten Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Landespolizeipräsident Axel Brockmann an. Dabei geht es vor allem um die strikte Einhaltung der Maskenpflicht. Landesweit hatte es gestern 117 Versammlungen gegen die aktuell geltenden Corona-Regeln gegeben, unter anderem auch in Aurich und Oldenburg. Dort musste die Polizei vermehrt die Demonstrierenden auf die Einhaltung der Hygieneregeln hinweisen. In Papenburg hat eine Person außerdem einen Polizeibeamten mit einem Faustschlag angegriffen und zwei weiteren Einsatzkräften in den Finger gebissen.

Oldenburg: Positive Impf-Zwischenbilanz

Die Stadt Oldenburg zieht ein positives Zwischenfazit zur Impfkampagne. Insgesamt sind seit Mitte Oktober über 23.000 Impfungen gegen das Coronavirus von den mobilen Teams und in den Impfpunkten verabreicht worden. Über die Hälfte davon waren Booster-Impfungen. Der Aufbau der Impfpunkte an drei Orten in Oldenburg habe sich gelohnt, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in einer Mitteilung. Man werde auch weiter offene Impfaktionen ohne Terminvereinbarung durchführen, unter anderem mittwochs in den Schlosshöfen.

Inzidenz in Niedersachsen bald eventuell nicht mehr mit so großer Bedeutung

Die Sieben-Tage-Inzidenz könnte in Niedersachsen bald eventuell nicht mehr so große Bedeutung haben wie momentan noch. Das vermutet Regierungssprecherin Anke Pörksen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wäre demnach ein deutlich entscheidenderer Faktor für die Zukunft. Als Grund nennt Pörksen die Ausbreitung der Omikron-Variante.

„Wir wissen noch nicht, ob wirklich die Zahl der Krankenhauseinweisungen so stark steigen wird – das könnte sein wegen der schieren Masse an Neuinfizierten. Wenn aber viele Menschen durch Omikron erkranken, aber dann zuhause das in Ruhe auskurieren können, verschiebt sich die Problematik. Wir müssen dann schauen, dass wir die Infrastrukturen aufrecht erhalten können – dafür werden jetzt schon Notfallpläne aufgebaut.“

Anke Pörksen, Regierungssprecherin Niedersachsen

Wilhelmshaven: Impfangebote werden angenommen

Die mobilen Impfteams in Wilhelmshaven haben seit Oktober vergangenen Jahres mehr als 16.00 Impfungen durchgeführt. Das sei eine gute Resonanz, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die Zahl würde zeigen, dass die offenen Impfangebote eine gute Ergänzung zu den Angeboten bei den niedergelassenen Ärzten bilden, so Oberbürgermeister Carsten Feist. Auch das Werben für eine Impfung habe Erfolg gezeigt – so hätten die mobilen Impfteams seit Oktober mehr als 1.100 Erstimpfungen verabreicht.

Kinderimpfungen in Wittmund angelaufen

Im Landkreis Wittmund sind jetzt die Corona-Impfungen für Kinder ab fünf Jahren gestartet. Zum Start der Aktion seien 30 Kinder geimpft worden, teilt der Landkreis mit. In Zukunft soll regelmäßig, zwei Mal in der Woche, eine Impfaktion für Kinder angeboten werden, dafür stehen zum Start 500 Dosen des Kinder-Impfstoffs von Biontech zur Verfügung. Im Landkreis Friesland starten die Impfungen für Kinder morgen, dort sei bereits die Hälfte der Termine vergeben, heißt es von der Kreisverwaltung.

Hunderte Verfahren wegen gefälschter Impfausweise

In Niedersachsen laufen mehrere hundert Verfahren wegen des Verdachts auf Impfpass-Fälschung. Das berichtet die DPA. Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg ermittelt aktuell in 30 Fällen. Kurz vor Weihnachten waren bei uns in der Region mehrere Menschen mit gefälschtem Impfpass aufgeflogen – sieben Mitarbeiter der Meyer Werft in Papenburg und eine Mitarbeitern der Nord West Bahn. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums drohen in besonders schweren Fällen der Urkundenfälschung Strafen von bis zu fünf Jahren Haft.

Aurich wirbt für Moderna

Im Landkreis Aurich sind mehr als Tausend Impftermine aktuell nicht belegt. Das teilt der Landkreis mit – Grund sei, dass viele Menschen sich lieber mit dem Impfstoff von Biontech, statt dem von Moderna impfen lassen wollten. Zurzeit stehe der Impfstoff des amerikanischen Herstellers Moderna aber in größeren Mengen zur Verfügung. Die Kreisverwaltung appelliert an alle Menschen über 30 Jahren, sich mit Moderna impfen zu lassen, der Impfstoff sei gleichwertig zu dem von Biontech und habe in letzten Studien gute Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante gezeigt.

Demonstration in Aurich

In Aurich haben gestern Abend knapp 250 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Veranstaltung war im Vorfeld nicht angemeldet. Die Polizei musste nach eigenen Angaben Teilnehmer vermehrt auf das Einhalten der Hygieneregeln hinweisen. Die Demonstranten seien gegenüber der Polizei teilweise provokativ gewesen und hätten eine Polizeikette durchbrochen. Insgesamt habe die Polizei 21 Anzeigen gestellt. Auch in Wilhelmshaven und Zetel gab es Proteste – dort blieb es nach Angaben der Polizei friedlich.

Omikron breitet sich aus

Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich an der Küste weiter aus. Im Landkreis Aurich würde sie mittlerweile bereit gut ein Fünftel aller akuten Infektionen ausmachen, so ein Kreissprecher. Zurzeit seien 92 Menschen im Kreis Aurich mit Omikron infiziert. Die meisten Fälle gibt es demnach auf Norderney und in Südbrookmerland, dort sind jeweils 19 Menschen mit der Omikron-Variante infiziert.

Schule startet wie geplant

Die Schulen in Niedersachsen sollen in der kommenden Woche wie angekündigt im Präsenzunterricht starten. Das hat ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover der DPA bestätigt. In der kommenden Woche müssen sich Schülerinnen und Schüler zu Hause täglich selbst auf das Coronavirus testen. Danach wird nur noch drei Mal die Woche getestet. Kinder die geimpft sind, sind von der Testpflicht befreit. Laut Robert-Koch-Institut sind in Niedersachsen etwas mehr als die Hälfte der 12 bis 17-jährigen doppelt geimpft.

Auricher Feuerwehr muss geimpft sein

Die Feuerwehren in Aurich dürfen ab sofort nur noch mit geimpften Feuerwehrleuten ausrücken. Die Stadtverwaltung hat eine entsprechende Dienstanweisung erlassen. Außerdem müssen ab sofort feste Einsatzgruppen gebildet werden, um Kontakte zwischen den Löschkräften einzugrenzen. Hintergrund dieser Dienstanweisung ist laut Ordnungsamt der Erlass des Landes zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur. Verboten sind demnach außerdem Zusammenkünfte und Versammlungen, die Weihnachtsbaum-Sammelaktion in der Stadt Aurich könne aber wie geplant am 8. Januar durchgeführt werden.

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