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03.05.2021

Land will Corona-Regeln leicht lockern

Die Landesregierung will die Corona-Regeln bei geringerem Infektionsgeschehen lockern. Morgen Vormittag wollen sich Ministerpräsident Stephan Weil, Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Kultusminister Grant Hendrik Tonne dazu auf einer Pressekonferenz äußern. Plan ist, die Beschränkungen in Kommunen mit einer Inzidenz von unter 100 zu lockern. Dabei soll es auch um den Tourismus und die Gastronomie gehen. Es soll auch einen neuen Fahrplan für die Schulen geben, hat Kultusminister Tonne angekündigt. An der Küste liegt nach den Zahlen vom Robert-Koch-Institut momentan nur die Stadt Emden mit der Sieben-Tage-Inzidenz über 100.

Arbeitgeber fordern Schulöffnungen

Mehrere Arbeitgeberverbände im Land wollen, dass die Schulen spätestens ab Pfingsten wieder aufmachen. Die Auswirkungen der Corona-Politik auf Bildung und Entwicklung seien eine Katastrophe. Kritik für diese Forderung gibt es von der Bildungsgewerkschaft GEW – der Inzidenzwert sei zwar nicht der einzige Maßstab, ihn plötzlich zu ignorieren sei aber unverantwortlich sagt die Landeschefin der Gewerkschaft. Aktuell müssen die Schulen ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht wechseln.

Zahl der Corona Patienten in Kliniken nimmt ab 

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern an der Küste ist teilweise rückläufig. In den Kreisen Friesland und Aurich sind die Zahlen im Vergleich zur vergangenen Woche gesunken. Das hat verschiedene Gründe. Vor allem machen sich aber langsam die Impfungen bemerkbar. Vor allem viele Ältere haben bereits ihre zweite Impfdosis bekommen und sind damit gegen schwere Verläufe besser geschützt.  

Regelverstöße an holländischer Grenze

Immer wieder gibt es an der Grenze zu den Niederlanden Verstöße gegen die Corona-Regeln. Meist versuchen Niederländer ohne negativen Test nach Ostfriesland einzureisen um einzukaufen. Um über die Grenze zu kommen braucht man einen negativen Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Gleichzeitig betonen die Beamten aber, dass die meisten Menschen sich an die Grenzregeln halten. Seit vergangener Woche haben die Niederlande ihre Corona-Regeln gelockert. Das Land und auch die ostfriesischen Kreise rufen aber dazu auch nicht dorthin zu reisen und zu Hause zu bleiben.

Keine Neuinfektionen in Emden: dennoch Notbremse

In Emden wurden heute keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz liegt jetzt aber wieder bei 104. Damit bleiben die Regeln der Notbremse erstmal weiter bestehen. Eine Kommune muss fünf Werktage am Stück einen Wert unter 100 erreichen um lockern zu dürfen. In Emden war das nur drei Tage lang der Fall. Auch der Kreis Leer ist unter die 100er-Marke gefallen. Bis einschließlich Donnerstag muss das noch so bleiben, damit der Kreis die Notbremse aufheben darf.  

Corona-Todesfall in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es ist insgesamt der 48. Corona-Todesfall in der Jadestadt seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Wilhelmshaven liegt heute nach Angaben vom Robert-Koch-Institut bei 78,9.

Eppmann-Gutachten bleibt unter Verschluss

Das Gutachten zu den vorzeitigen Impfungen an der Ubbo-Emmius-Klinik bleibt wohl erstmal unter Verschluss. Morgen wird es zwar einmal öffentlich vorgestellt, es könne aber in der aktuellen Form aus datenschutzgründen nicht zugänglich gemacht werden, sagt ein Sprecher vom Kreis Aurich. Auch die Mitglieder vom Kreistag sollen das Dokument nicht kriegen. Das Gutachten hatte sich mit der vorzeitigen Corona-Impfung von Klinik-Chef Claus Eppmann und anderen Verwaltungsmitarbeitern befasst – der Gutachter kommt aber zu dem Schluss, dass die Verantwortlichen nur wenig Schuld trifft. Vor allem die kleinen Fraktionen im Kreistag waren von dem Ergebnis enttäuscht.

Impfzentren in Niedersachsen sollen im Sommer nicht geschlossen werden

Die Impfzentren in Niedersachsen werden im Sommer wohl nicht geschlossen. Das haben das Gesundheitsministerium und die Staatskanzlei bekannt gegeben, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Zuletzt hatte es im Bundestag Überlegungen gegeben, die Zentren im Sommer zu schließen, weil die Impfaktion bei den Hausärzten gut vorangeht. Die Ärzte würden meistens schneller als die Impfzentren agieren.

Corona-Geschehen am Wochenende

Übers Wochenende gab es zahlreiche Corona-Neuinfektionen an der Küste. Im Kreis Leer sind 66 Fälle dazu gekommen. Außerdem gab es dort 2 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Eine 92-jährige Frau und ein 76-jähriger Mann sind verstorben. In Emden gab es 28 neue Fälle, damit liegt die Inzidenz jetzt wieder fast bei 100. Die Kreise Friesland und Aurich haben nach wie vor mit die niedrigsten Inzidenzwerte in ganz Deutschland.

Inseln fordern weiter Lockerungsperspektive

Die ostfriesischen Inseln wollen weiter Gespräche über Lockerungen für den Tourismus führen. Vor mehr als zwei Wochen haben sie ein Konzept ans Land geschickt, darauf gab es bisher aber keine Rückmeldung. Ziel sei nicht um jeden Preis zu öffnen, sondern dass das Land sich mit den Vorschlägen auseinandersetzt, so ein Sprecher. Die Inseln schauen vor allem in Richtung Schleswig-Holstein. Dort ist der Inseltourismus unter strengen Auflagen wieder möglich. Die ostfriesischen Inseln befürchten dadurch eine Wettbewerbsverzerrung

Kliniken weiterhin finanziell belastet

Die Corona-Krise belastet die Finanzlage der Krankenhäuser an der Küste weiterhin stark. Die Friesland-Kliniken in Varel und Sande haben nach eigenen Angaben 30 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung verloren. Das liegt vor allem daran, dass in der Pandemie immer wieder geplante Eingriffe verschoben werden mussten, dadurch gibt es kein Geld von den Krankenkassen. Landrat Sven Ambrosy betont, dass es eine konkrete Lösung zur Finanzierbarkeit der Kliniken geben muss – der Landkreis werde mit allen Mitteln an den Häusern festhalten.

Suche nach Kochsalz-Impflingen geht weiter

Die Suche nach sechs Patienten die im Kreis Friesland Kochsalzlösung statt dem Corona-Impfstoff bekommen haben geht weiter. Mittwoch soll bei über 100 Personen getestet werden, ob sie bereits Antikörper aufgebaut haben. Weitere 80 Personen können ausgeschlossen werden – die hatten nach dem Impftermin körperliche Reaktionen nach ihrer Zweitimpfung und fallen somit raus. Den übrigen Personen wird eine dritte Impfung angeboten – das ist laut Landesgesundheitsamt unproblematisch. Vor zwei Wochen hatte eine Mitarbeiterin im Impfzentrum Roffhausen ein Fläschchen mit Impfstoff fallen lassen und durch Kochsalzlösung ersetzt um ihren Fehler zu vertuschen.

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