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30Apr 21

Lage in Krankenhäusern weiter angespannt

Die Lage in den Krankenhäusern an der Küste bleibt weiter angespannt. Lediglich auf den Intensivstationen im Kreis Friesland sind noch genug Betten frei, zeigt das Intensivregister des Bundes. Die anderen Krankenhäuser stoßen an ihre Grenzen. Besonders im Kreis Wittmund, in Wilhelmshaven und in Emden sind die Kapazitäten komplett ausgelastet.

Intensivmediziner fordert: prekär beschäftigte schneller Impfen

Ein Intensivmediziner von der Küste setzt sich dafür ein, dass prekär Beschäftigte früher geimpft werden. Überall da wo für wenig Geld lange und hart auf engem Raum gearbeitet werde, komme es zu Hotspotbildungen, schreibt er in einem Brief an Ministerpräsident Weil. Besonders auf Schlechthöfen oder bei Werften müsse es zeitnah Impfungen geben. Er belegt das mit Zahlen aus der Region: Wenn es in solchen Betrieben Infektionen gibt, dann meist unter den Leiharbeitern, die in engen Sammelunterkünften dicht an dicht wohnen müssen.

Althusmann für Öffnungen der Außengastronomie

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann will die Außengastronomie ab dem 10. Mai wieder öffnen. Möglich sein soll das nach seiner Vorstellung unter einer Inzidenz von 100, sagt er heute in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Gefahr von einer Infektion sei draußen wesentlich geringer. Trotzdem will er Öffnungn an ein Hygienekonzept, Reservierungen und eine Sperrstunde knüpfen. Zuspruch für die Idee kommt aus dem Gastgewerbe – die Branche würde jeden sinnvollen Weg mitgehen um eine Perspektive zu kriegen, sagte DeHoGa-Chef Rainer Balke.

Emden und Leer bleiben unter 100er-Inzidenzmarke 

Heute liegt der Kreis Leer zum ersten Mal seit einer Woche wieder unter der Inzidenzmarke von 100. Das RKI meldet heute eine 7-Tagesinzidenz von 91,4. Auch in Emden bleibt die Inzidenz unter der 100er-Marke, dort sogar schon seit drei Tagen. Damit die Notbremse in beiden Kommunen gelockert wird, muss die Inzidenz 5 Werktage am Stück unter 100 bleiben. Emden könnte die strengeren Regeln also ab Dienstag wieder lockern, wenn die Zahlen stabil bleiben.  

Schon mehr Ausbildungsverträge im Handwerk im Oldenburger Land als 2020

Für das nach den Sommerferien startende Ausbildungsjahr hat die Handwerkskammer Oldenburg, zu der auch die Bereiche Friesland und Wilhelmshaven gehören, schon mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als im vergangenen Jahr. Insgesamt haben sich bis jetzt knapp über 800 Schulabgänger für einen Handwerksberuf entschieden. Das ist ein kleines Plus von fast 20 Lehrverträgen. Besonders die Zahlen im bei Maurern und Elektronikern entwickeln sich positiv. Trotzdem macht sich die Corona-Pandemie weiter bemerkbar. Viele Betriebe hätten es dadurch schwer, ihre Ausbildung auf hohem Niveau zu halten. Außerdem würden Ausbildungsmessen fehlen.

Land prüft Lockerungen für die nächste Corona-Verordnung

Die niedersächsische Landesregierung will mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen prüfen. Nächste Woche soll darüber im Zuge der Erarbeitung der nächsten Corona-Verordnung gesprochen werden, die dann ab dem 10. Mai gelten soll, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil an. Es soll zum Beispiel geprüft werden, die Außengastronomie bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 wieder zu öffnen. Diesen Schritt hatte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann auch schon in Aussicht gestellt, wie die Infektionsgefahr draußen viel geringer sei, als in Innenräumen. Trotzdem müssten Öffnungen dann an bestimmte Auflagen geknüpft sein, wie eine Tischreservierung. Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gilt noch bis zum 9. Mai.

Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Leer

Im Landkreis Leer ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Das ist bereits der dritte Todesfall in dieser Woche, und der insgesamt 55. seit Ausbruch der Pandemie im März vergangenen Jahres im Kreisgebiet. Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis liegt heute das erste Mal seit einer Woche unter 100. Der Wert muss aber fünf aufeinanderfolgende Tage diesen Wert unterschreiten, um die Bundesnotbremse wieder aufzuheben. Lockerungen könnte es deswegen frühestens ab nächste Woche Samstag geben, teilt die Kreisverwaltung mit.

29Apr 21

Forderung der SWK: Krummhörn soll Modellregion werden

Die Soziale Wählergemeinschaft Krummhörn will das die Gemeinde zu einer Modellregion für Öffnungen in der Pandemie wird. Die Verwaltung soll sich dafür einsetzen und eine Bewerbung an das Land schicken. Mit dem Modellprojekt wollte das Land testen, wie sich Öffnungen unter strengen Schutzmaßnahmen auf die Infektionslage auswirken. Die Städte Emden und Norden wurden dafür auch schon ausgewählt. Wegen der Bundesnotbremse liegt das Projekt aber erstmal auf Eis.

Verfahren gegen „Alte Scheune“ eingestellt

Das Verfahren gegen das Restaurant „Alte Scheune“ im Kreis Leer wurde eingestellt. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht gegen eine konkrete Person, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Außerdem hatten die Untersuchungen ergeben, dass die Corona-Regeln eingehalten wurde. Im vergangenen Mai gab es in dem Restaurant bei einer Eröffnungsfeier einen der ersten größeren Corona-Ausbrüche in der Region. Über 200 Personen waren zeitweise in Quarantäne, zwei Gäste der Eröffnung sind nach schweren Corona-Verläufen verstorben.

Niedrigste Inzidenzwerte deutschlandweit an der Küste

Die Infektionszahlen an der Küste sind aktuell teilweise so niedrig wie sonst nirgendwo in Deutschland. Der Kreis Friesland hatte gestern den niedrigsten Inzidenzwert in ganz Deutschland – nach Vorausberechnungen vom Robert Koch Institut bleibt das auch heute so. Der Kreis Wittmund kommt gleich danach, mit dem zweitniedrigsten Wert Bundesweit, auch der Kreis Aurich steht mit einer Inzidenz von 48 im Bundesvergleich sehr gut da. Nur Der Kreis Leer und die Stadt Emden ziehen die Statistik hoch: Sie stecken in der Notbremse, weil die Inzidenzwerte dort besonders hoch waren.

Wieder ein Todesfall im Kreis Leer 

Im Kreis Leer gibt es heute wieder einen Todesfall im Zusammenhang mit Corona. Das ist bereits der zweite in dieser Woche und insgesamt der 54. Todesfall im Kreisgebiet. Auch die Inzidenz im Kreis Leer ist wieder leicht gestiegen – sie liegt weiterhin über 100, damit ist eine Aufhebung der Notbremse erstmal nicht in Sicht.

Arbeitslosigkeit leicht rückläufig

Die Zahl der Arbeitslosen an der Küste ist im April leicht gesunken. Das liegt vor allem daran, dass das Wetter besser wird. In Land- Forst und Tierwirtschaft werden jetzt mehr Leute gebracht. Gleichzeitig haben viele Arbeitslose eine neue Stelle im Handel oder Dienstleistungsgewerbe gefunden, heißt es von den Arbeitsagenturen an der Küste. Die Pandemie wirkt sich aber trotzdem noch auf den Arbeitsmarkt aus, das zeigt sich vor allem bei den Langzeitarbeitslosen. Menschen die vor einem Jahr ihren Job verloren haben und jetzt durch Corona keine neue Stelle finden rutschen jetzt in die Langzeitarbeitslosigkeit. 

Wohl keine größeren Konsequenzen für Eppman nach Impfaffäre

Nach der Impfaffäre in der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich hat Krankenhauschef Claus Eppman wohl keine größeren Konsequenzen zu befürchten. Er wurde zwar wiederrechtlich gegen Corona geimpft, habe aber keine Schuld daran. Das haben der Landkreis Aurich und die Stadt Emden mitgeteilt, nachdem das in Auftrag gegebene Gutachten zur Aufklärung des Falls dem Aufsichtsrat der Trägergesellschaft Kliniken heute vorgestellt wurde. Demnach habe Eppmann seine Impfung nicht selbst veranlasst oder auch nur wider besseres Wissen angenommen. In dem Gutachten werden vor allem das Verhalten einer Person im krankenhausinternen Impfteam und die Impfung von zwei Betriebsratsmitgliedern kritisiert, die auch widerrechtlich vorgezogen worden seien. Der Klinikchef und weitere Mitarbeiter hatten sich Anfang des Jahres gegen Corona impfen lassen, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Das hatte für viel Kritik gesorgt.

28Apr 21

Impftermine können wieder storniert werden

Die Probleme beim Impfportal im Land sind wieder behoben. Ab sofort ist auch das Stornieren von Termin wieder online möglich. Die Seite war zuletzt überlastet, weil auch über 60-Jährige jetzt einen Termin buchen können, dadurch gab es viele Zugriffe. Zuletzt fallen immer wieder Impftermine aus, weil sie nicht storniert werden. Am vergangenen Wochenende gab es eine landesweite Impfaktion – 10 Prozent der Termine wurden nicht wahrgenommen – es gab aber Nachrücker für die Dosen, so das Land.

Emden erstmal wieder unter 100er-Inzidenzmarke

Seit heute greift die Notbremse in Emden. Gleichzeitig ist der Inzidenzwert heute aber erstmal wieder seit Freitag unter die 100er-Marke gefallen. Insgesamt müsste der Wert jetzt noch bis einschließlich Montag unter 100 bleiben – dann könnten die härteren Beschränkungen wieder aufgehoben werden, sagt Oberbürgermeister Tim Kruithoff:

Das muss nachhaltig sein. Das heißt, dass erst mit Ablauf der Regelung als Hochinzidenzkommune zu den alten Regelungen zurückgekehrt werden kann. Also es ist nicht so, wenn man kurzfristig unter diesem Wert ist, sondern das muss entsprechend nachhaltig sein. Das würden wir auch rechtzeitig kommunizieren und sagen, bei gleichbleibendem Verlauf sind wir ab dem entsprechenden Zeitpunkt nicht mehr Hochinzidenzkommune.

Tim Kruithoff, Oberbürgermeister der Stadt Emden

Seit heute gilt in Emden eine nächtliche Ausgangssperre ab 22 Uhr. Außerdem ist für Friseurbesuche oder Terminshopping jetzt ein negativer Schnelltest nötig. Die gleichen Regeln gelten auch für den Kreis Leer.

Höhere Nachfrage in Testzentren

In den Hochinzidenzkommunen an der Küste steigt die Nachfrage bei den Testzentren an. Seit in Emden und Leer die Notbremse angekündigt wurde wollen mehr Leute einen Test machen – ab heute ist der unter anderem für Friseurbesuche und Terminshopping in Emden und Leer nötig. Einige Testzentren überlegen jetzt ihre Öffnungszeiten auszuweiten. Jedem steht pro Woche ein kostenloser Corona-Test zur Verfügung.

Weitere 50 Millionen Euro für Tests an den Schulen vom Land

Das Land Niedersachsen will weitere 50 Millionen Euro für die Tests an den Schulen und bei den eigenen Angestellten bereitstellen. Das hat das Landeskabinett gestern in seiner Sitzung entschieden. Mit dem Geld sollen weiterhin zwei Tests pro Woche für Schülerinnen und Schüler möglich gemacht werden. Bisher hatte das Land rund 35 Millionen für Tests bereitgestellt. Auch für Kita- und Kindergartenkinder sollen künftig zwei Tests pro Woche angeboten werden. Dafür investiert das Land 18,7 Millionen Euro.

Ab heute auch FFP2-Maskenpflicht in Leer und Emden

Ab heute (Mittwoch) greift im Landkreis Leer und in der Stadt Emden die Notbremse. Daher gilt ab sofort auch eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr. Darauf hat der Landkreis Leer noch einmal hingewiesen. Auch an Haltestellen müssen die Masken getragen werden. Weil die Sieben-Tages-Inzidenz in beiden Kommunen längere Zeit über 100 gestiegen ist, müssen die schärferen Maßnahmen getroffen werden. Dazu zählt auch eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr.

Jeder vierte Gastronomie-Betrieb vor dem Aus

Jedes vierte Restaurant oder Hotel in Niedersachsen steht durch die Corona-Krise vor dem aus. Davor warnt Branchenverbandschef Rainer Balke. Die Lage sei dramatisch – die Gastronomie brauche eine Öffnungsperspektive – zumindest mit Blick auf die Außenbereiche, sagt Olaf Stamsen vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Wilhelmshaven:

Wir bräuchten zumindest eine Freigabe der Außenterrassen, damit wir draußen Gäste bedienen können. Mehrere Aerosolforscher haben ja schon bestätigt, dass draußen keine große Infektionsgefahr besteht und deswegen würden wir uns gerade bei unserer super frischen Luft an der Nordsee freuen, draußen Gäste bedienen zu können.

Olaf Stamsen, DEHOGA-Bezirk Wilhelmshaven

Stark gestiegene Arbeitslosenzahlen verzeichne die Gastronomie-Branche landesweit bis jetzt zwar nicht. Viele der rund 100.000 Beschäftigten seien aber in Kurzarbeit. 

Geimpfte haben schon Freiheiten in NDS

Grüne und FDP im niedersächsischen Landtag wollen mehr Freiheiten für Geimpfte. Sie verlangen ein Konzept für Öffnungsschritte, das schon mit der nächsten Landes- Verordnung Mitte Mai greifen soll, hieß es im Landtag. Gesundheitsministerin Daniela Behrends ist aber zurückhaltend. Solange nicht allen Menschen ein Impfangebot gemacht werden könne, sollte es keine zusätzlichen Privilegien für Geimpfte geben. Schon seit vergangener Woche Montag fällt für Geimpfte in Niedersachsen die Test- und Quarantänepflicht weg. Voraussetzung ist aber, dass die zweite Spritze mindestens 15 Tage her sein muss und etwa im Impfpass nachgewiesen werden kann. Die Regelung gelte auch in Hochinzidenzkommunen wie im Kreis Leer oder in Emden.

Pistorius ruft dazu auf, auf Reisen in die Niederlande zu verzichten

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ruft dazu auf, Reisen in die Niederlande möglichst zu vermeiden. Durch den Impffortschritt rücke in ganze Europa zwar eine Normalisierung näher, trotzdem müsste die Bewegungsfreiheit für den Infektionsschutz aber noch eingeschränkt bleiben, so Pistorius. Hintergrund ist, dass es in den Niederlanden nach mehr als vier Monaten strengem Lockdown ab heute wieder Lockerungen gibt. Shopping ohne Termin ist zum Beispiel wieder möglich und auch die Außengastronomie darf wieder öffnen. Die Regierung hatte die Lockerungen trotz hoher Infektionszahlen beschlossen.

Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Leer

Im Landkreis Leer ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Damit zählt die Kreisverwaltung 53 Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie im März vergangenen Jahres. Die Kreisverwaltung meldet im Vergleich zu gestern auch 31 Corona-Neuinfektionen. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tages-Inzidenz in Leer im Moment bei 113,0. Deswegen gilt auch ab heute die Bundesnotbremse.

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