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21Jan 21

Niedersachsen will Fahrten zu Impfzentren bezahlen

Das Land Niedersachsen will über 80-Jährigen die Fahrten zu den Impfzentren bezahlen, wenn diese nicht mobil sind, um dahin zu kommen. Wenn es nicht möglich ist, die Taxifahrt über die Krankenkasse abzurechnen, können die über 80-Jährigen eine Transportbescheinigung beim Land einreichen, so Gesundheitsministerin Carola Reimann. Alternativ kann die Quittung beim Impfzentrum eingereicht werden.

Corona-Todesfall in Emden

In der Stadt Emden gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, war die Person im Klinikum in Emden. Seit Beginn der Pandemie sind in Emden damit sechs Personen an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Gestern gab es außerdem fünf weitere Todesfälle in der Region: jeweils zwei in den Landkreisen Leer und WTM und einen in Friesland

Arbeitgeber stören sich an Homeoffice Pflicht

Die Arbeitgeber an der Küste stören sich an der geplanten Homeoffice-Pflicht, die ab der kommenden Woche gelten soll. Es brauche Vorlaufzeit um die entsprechende Technik einzurichten, sagt Johann Doden vom Arbeitgeberverband Ostfriesland Papenburg. Außerdem sei ein Zwang nicht das richtige Mittel, viele Betriebe würden ihren Mitarbeitern sowieso das Arbeiten von Zuhause anbieten. Die Gewerkschaft verdi unterstützt die Aussage – bisher habe es keine Beschwerden von Mitarbeitern in der Region gegeben. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat gestern die Corona-Arbeitsschutzverordnung vorgestellt – darin ist vorgesehen, dass Unternehmen da wo es geht Homeoffice anbieten müssen.

Impf-Flyer mit Falschinformationen verteilt

An der Küste verteilen unbekannte zur Zeit Flyer mit Falschinformationen über die Corona-Impfung. In Wiesmoor sind z.B. viele dieser Zettel in den Briefkästen gelandet, vor kurzem waren die auch in Leer aufgetaucht. Darin wird behauptet, dass die Impfung hochgefährlich sei. Mehrere Medien spekulieren, dass die Flyer von einer Organisation aus Corona-Leugnern in der Region verteilt werden. Das Robert-Koch Institut versichert, dass Impfungen zwar Nebenwirkungen haben können, aber selten Langzeitfolgen. Schwere Komplikationen gibt es laut RKI bei Impfungen so gut wie nie.

Kreis Friesland hat Nachschub gekriegt

Der Landkreis Friesland hat gestern seine zweite Impfstoff-Lieferung gekriegt. 1000 Dosen sind im Landkreis angekommen – damit wird jetzt weiter in den Pflegeeinrichtungen geimpft. Wann es danach wieder Nachschub gibt ist bisher nicht ganz klar – das Land kriegt im Moment weniger Impfstoff vom Hersteller Biontech/Pfizer geliefert, weil die ihre Produktion umstellen. Deshalb verzögert sich auch der Start der Impfzentren. Die zweite Impfdosis, die alle, die schon eine erste Impfung bekommen haben brauchen ist aber schon eingelagert und wird pünktlich geliefert.

Emden informiert jetzt selber über Impfung

Die Stadt Emden will seine älteren Einwohner jetzt selber über die Corona-Impfung informieren. Briefe mit Informationen zur Terminvergabe und der Impfung im allgemeinen sollen jetzt auch nochmal aus dem Rathaus an Mitbürger über 80 geschickt werden. In den letzten Tagen gab es viele Pannen beim Verschicken der Info-Briefe durchs Land. Unter anderem haben viele Personen Post gekriegt, die schon längst tot sind, weil das Land Adressdaten von DHL benutzt, die Teilweise veraltet sind.

20Jan 21

Zweite Impfgruppe wird im LK Friesland erst ab 2.Februarwoche geimpft

Der Start der Impfzentren in ganz Niedersachsen verzögert sich weiter. Im Landkreis Friesland starten Impfungen für über 80-Jährige die nicht im Pflegeheim leben, in der  zweiten Februar Woche. Das teilt die Kreisverwaltung mit. In den nächsten Tagen kriegen alle Betroffenen einen Brief mit Infos. Die Impfungen laufen weiter schleppend an in Niedersachsen, das merkt auch der Landkreis Friesland. Denn ein Impfzentrum kann nur öffnen, wenn auch genug Impfstoff da ist. Mit der dritten Lieferung kommt der Impfstoff für die Gruppe der über 80-Jährigen. Und die kommt  in Friesland wohl erst am 7. oder 8. Februar. Wenn es dann im Zentrum losgeht mit dem Impfen, soll es einen Fahrdienst für die Leute geben, die nicht so einfach nach Schortens zur Impfung kommen können. Den organisieren die Städte und Gemeinden in Friesland, der Landkreis koordiniert das Ganze. Und auch für die Inselgemeinde Wangerooge gibt es jetzt einen Plan: da soll ein mobiles Team das Impfen übernehmen.

CDU will festen Plan für Digitalen Unterricht

Der CDU-Landesverband Oldenburg fordert, dass der digitale Unterricht an den Schulen strukturierter wird. Das Kultusministerium soll eine „Digitalagentur“ einrichten. Damit soll sichergestellt werdem dass alle Schulen die nötige Hardware haben und gleichzeitig durch IT-Fachpersonal beraten werden um technischen Problemen vorzubeugen. Die CDU kritisiert, dass das Homeschooling bisher gefühlt an jeder Schule anders und nach eigenem Ermessen gestaltet wird – das würde dafür sorgen, dass viele Schüler abgehängt werden.

Gute Entwicklung der Zahlen an der Küste

In den letzten Tagen gab es eine positive Entwicklung bei den Corona-Zahlen an der Küste. Emden hatte z.B. den geringsten Inzidenzwert in ganz Deutschland – heute wird er aber wohl leicht ansteigen, weil gestern ein paar Fälle vom Wochenende nachgemeldet wurde. Er bleibt aber unter 50 Neuifektionen auf 100.000 Einwohner. Im Landkreis Aurich gab es zwei Tage in Folge keine gemeldeten Neuinfektionen- auch da liegt der Inzidenzwert unter 50. Auch in den Landkreisen Leer, Friesland und in WHV ist der Inzidenzwert in den letzten Tagen gesunken. Nur der LK Wittmund hat mit 145,8 vergleichsweise hohe Inzidenzzahlen.

Gespräche bei Meyer gehen weiter

Bei der Meyer Werft in Papenburg gehen heute die Verhandlungen zur Zukunft des Unternehmens weiter. Jetzt ist ein Strategiepapier der Geschäftsleitung aufgetaucht in dem Abgewogen wird welche Zahl für den möglichen Stellenabbau kommuniziert werden soll und wie die Öffentlichkeit darauf reagieren würde. Laut NDR werden drei Szenarien durchgespielt. 1800, 900 oder 600 Entlassungen. Die IG Metall nennt das Papier ein „zynisches Zahlenspiel“. Betriebsratschef Nico Bloem  sagt, die Geschäftsleitung würde damit zeigen, was sie wirklich von den Kollegen hält. Ein Sprecher der Werft sagt, es wäre gute Unternehmensführung sich auf alle Szenarien einzustellen. Die Meyer Werft steckt durch Corona in einer tiefen Krise – bis 2025 müssen die Auftragsbücher gestreckt werden –die Belegschaft ist in Kurzarbeit.

Landkreis Aurich hat Impfstoff verbraucht

Der Landkreis Aurich hat auch seine zweite Impfstoff-Charge verbraucht. Eigentlich sollten am kommenden Montag die letzten beide Pflegeheimen im Kreis durchgeimpft werden – der Zeitplan kann jetzt aber nicht eingehalten werden, weil nicht klar ist wann neuer Impfstoff kommt, sagt ein Sprecher. Deshalb ist auch unklar, wann das Impfzentrum in Georgsheil an den Start gehen kann. Gestern hatte das Land angekündigt, dass sich der gesamte Zeitplan der Impfungen verschieben wird, weil der Hersteller Biontech/Pfizer wegen umbauten im Werk weniger liefern kann.

Run auf FFP2-Masken

Die Nachfrage nach FFP2-Masken an der Küste ist in den letzten Tagen stark gestiegen. Viele hatten damit gerechnet, dass die Masken in Bus, Bahn und Geschäften zu Pflicht werden. Eine Knappheit ist aber nicht zu befürchten, sagen die Apotheker in der Region, es seien noch mehrere Tausend Masken vorrätig. Die FFP2-Maskenpflicht gibt es an der Küste aber erstmal nur in abgeschwächter Form: Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine medizinischen Maske getragen werden, das kann aber auch eine einfache OP-Maske sein. Nur selbstgenähte Stoffmasken reichen dann nicht mehr aus.

Land schickt Briefe an Tote

Das Land hat Briefe mit Informationen zur Corona-Impfungen offenbar auch an Personen verschickt, die längst verstorben sind. Das liegt daran, dass das Land auf Adressdaten im Bestand der deutschen Post zurückgreift. Die sind aber teilweise veraltet, so dass es zu dem Fehler kommt. Das Land schreibt zur Zeit alle Person über 80 Jahren an die zu Hause wohnen und teilt mit, dass ab dem 28. Januar ein Termin mit dem Impfzentrum vereinbart werden kann.

Grundschüler von Präsenzpflicht befreit

Die Grundschüler in Niedersachsen werden weiter im Wechselunterricht unterrichtet. Dafür hebt das Land aber die Präsenzpflicht für alle Schüler und Schülerinnen von der ersten bis zur vierte Klasse auf. Eltern können also selbst entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen oder nicht. Diese Regelung gab es bereits im Dezember und hatte dafür gesorgt, dass die Schulen fast komplett leer waren, sagte Ministerpräsident Stephan Weil.

Weitere Corona-Todesfälle an der Küste

In mehreren Landkreisen an der Küste gibt es weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In den Landkreisen Leer und Wittmund sind jeweils zwei Personen an den Folgen einer Infektionen verstorben, der Landkreis Friesland meldet einen Todesfall, der mit Corona zu tun hat. Die Corona-Infektionszahlen an der Küste sind heute stärker angestiegen als noch zu Wochenbeginn. Im Landkreis Aurich wurden 23 neue Fälle gemeldet, im Kreis Leer 15 und im Landkreis Wittmund fünf. Die Stadt Wilhelmshaven meldet sechs neue Corona-Fälle, der Landkreis Friesland vier.

In Niedersachsen droht kein Impfstopp

In Niedersachsen droht wohl kein Stopp bei den Corona-Impfungen wie in Nordrhein-Westfalen. Das hat ein Sprecher vom Gesundheitsministerium heute angekündigt. Es werde weiter geimpft solange auch Impfstoff da sei. Trotzdem könne man derzeit nicht so viel impfen, wie die Kommunen in Niedersachsen das eigentlich könnten. Bei der Zahl der Impfungen holt das Land allmählich auf, gestern wurden nur in Rheinland-Pfalz mehr Impfungen verabreicht.

19Jan 21

Heute Bund-Länder-Treffen

Heute treffen sich Bund und Länder wieder, um die aktuelle Corona-Situation und mögliche Maßnahmen zu besprechen. Hintergrund ist vor allem der Umgang mit der Corona-Mutation aus Großbritannien, von der es jetzt auch erste Fälle in Deutschland gibt. Es herrscht größtenteils Einigkeit darüber, dass der aktuelle Lockdown verlängert werden soll. Zur Diskussion steht außerdem eine Verschärfung der Kontaktregeln, eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und eine nächtliche Ausgangssperre in Hotspots. Niedersachsen will zwar einen längeren Lockdown, aber keine Ausgangssperren. Ministerpräsident Stephan Weil sieht zumindest aber die Homeoffice-Pflicht als sinnvoll.

Feist kritisiert Impfstoff-Verteilung weiter

Wilhelmshavens Oberbürgermeister hat seine Kritik an der Impfstrategie vom Land noch einmal erneuert. Im NSW-Interview sagt er, dass es nicht sein könne, dass plötzlich weniger Impfstoff geliefert wird, weil bei Biontech/Pfizer die Produktion umgestellt wird. Dadurch bekommt das Land in diesem Monat 40 Prozent weniger Impfstoff als eigentlich geplant. Die Verteilung des Impfstoffs ist an die Einwohnerzahl gekoppelt – Wilhelmshaven kriegt z.B. nur alle 23 Tage planmäßig Nachschub.

Küste steht im Deutschlandvergleich bei den Inzidenzwerten gut da

Die Stadt Emden hat im Moment deutschlandweit den niedrigsten Corona-Inzidenzwert. Laut Robert-Koch-Institut haben sich da in den letzten sieben Tagen 31,1 Menschen von 100.000 Einwohnern neu mit dem Corona-Virus infiziert. Den zweitbesten Wert hat der Landkreis Rendburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Auch der Kreis Aurich steht im Deutschlandvergleich gut da und belegt Platz sieben. Den höchsten Wert an der Küste hat der Landkreis Wittmund mit 145,8.

Start der Impfzentren verzögert sich weiter

Der Start der Impfzentren in Niedersachsen verzögert sich. Das hängt mit dem Impfstoffmangel durch Produktionsverzögerungen bei der Firma Biontech/Pfizer zusammen, sagt Landeskrisenstabsleiterin Claudia Schröder. Dadurch bekommt das Land in diesem Monat 40 Prozent weniger Impfstoff als eigentlich geplant. Deswegen werden ab Anfang Februar auch nur einzelne Zentren anfangen, über 80-Jährige zu impfen. Die Terminvergabe per Telefon und Internet soll aber trotzdem nächste Woche Donnerstag starten.

Schon wieder keine Neuinfektionen in Aurich

Im Landkreis Aurich wurden an zwei Tagen in Folge keine Corona-Neuansteckungen gemeldet. Damit sinkt der Inzidenzwert auch deutlich auf 43,2. Ein leichter Rückgang der Meldezahlen zum Wochenstart ist normal, weil nicht alle Behörden voll besetzt sind und nicht alle Fälle gemeldet werden. Währenddessen geht es bei den Corona-Impfungen im LK Aurich immer weiter vorwärts – allein gestern wurden fast 200 Menschen geimpft.

Quarantäne im Sophienstift nach sechs Wochen aufgehoben

Die Quarantäne im Sophienstift in Jever ist nach sechs Wochen wieder aufgehoben. Nach Angaben vom Landkreis Friesland gibt es keine Coronafälle in dem Heim mehr. Anfang Dezember war dort das Coronavirus ausgebrochen – dadurch kam es zu einem sprunghaften Anstieg des Inzidenzwerts im Landkreis. Insgesamt sieben Bewohner sind im Sophienstift seitdem an den Folgen einer Infektion verstorben. 29 Bewohner und 23 Mitarbeiter waren zeitweise mit dem Virus infiziert.

Mehr Arbeitslose an der Küste im vergangenen Jahr

Im vergangen Jahr sind die Arbeitslosenzahlen an der Küste gestiegen. Wie die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven mitteilt, war die Zahl insgesamt um 14,4 Prozent höher als noch 2019. Das sei vor allem auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen, so ein Sprecher der Arbeitsagentur. Auch für dieses Jahr wird erwartet, dass die Situation angespannt bleibt, einen Einbruch wie im Frühjahr bei Ausbruch der Pandemie werde es wohl aber nicht geben.

Schausteller schauen zuversichtlich aufs Jahr

Die Schausteller an der Küste wollen Feste und Märkte nicht pauschal aufgeben und absagen. Intern gibt es zumindest einen Terminkalender für dieses Jahr – ob der dann aber auch so umgesetzt werden kann hängt von der Entwicklung der Corona-Situation ab, sagt Sprecher Jonny Eden im Nordseewelle Interview. Allerdings hatten die Schausteller nicht damit gerechnet, dass die Zahlen auch in diesem Jahr über lange Zeit hoch bleiben. Eden hofft, dass nicht zu viele Veranstaltungen frühzeitig abgesagt werden. Die Stadt Aurich hatte schon angekündigt, dass dort in diesem Jahr z.B. das Stadtfest ausfällt.

GEW gegen Schuljahr-Wiederholung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in der Region hält erstmal nichts davon, dass das Schuljahr komplett wiederholt wird. Für solche Entscheidungen sei es noch zu früh, sagt der Weser-Ems-Vorsitzende Stefan Störmer. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen für Abschlussarbeiten an die Umstände angepasst werden, z.B. dadurch, dass die Zentralisierung aufgehoben wird. Ähnliche Forderungen kommen auch vom Landessschülerrat – der wünscht sich, dass beispielsweise die Abiturprüfungen komplett wegfallen.  Zwei Mütter aus Ostfriesland hatten in einer Petition ans Kultusministerium gefordert, dass das Schuljahr komplett wiederholt wird, weil es durch die Pandemie zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommen könnte.

Kita-Streit in Wilhelmshaven

In Wilhelmshaven gibt es Diskussionen um die Kitagebühren in der Corona-Krise. Viele Eltern sind verärgert, dass sie bezahlen müssen, obwohl die Kitas nur Notbetreuung anbieten. Die Kindergärten, die von der Kirche betrieben werden, können die Gebühren aber nicht einfach aussetzen. Das sagt ein Sprecher in der WZ. Das ginge nur, wenn es dafür finanziellen Ausgleich von staatlicher Seite gäbe. Die AfD in Wilhelmshaven hatte gefordert, dass die Kita gebühren in der Stadt ausgesetzt werden. Die Stadt verweist darauf, dass sie selbst gar keine Kitas betreibt und es deshalb auch nichts bringt, wenn der Rat einen Gebührenstopp beschließen würde.

Wulff kritisiert VW-Konzern

Der Betriebsrat im Emder VW-Werk macht den Konzern für die Kurzarbeit mitverantwortlich. Demnach habe der Konzern in der ersten Corona-Welle die Lieferketten für bestimmte Bauteile abreißen lassen – das dürfte sich nicht wiederholen sagt Betriebsratschef Manfred Wulff im NDR. Im Emder VW Werk gibt es seit gestern Kurzarbeit, weil ein elektrisches Bauteil fehlt. Im Moment wird wohl Konzernintern geprüft, welches Werk das fehlende Teil nach Emden schicken kann, damit die Produktion schnellstmöglich wieder aufgenommen werden kann.

Autobranche spricht mit Bundesregierung über Halbleiter-Engpässe

Die Autoindustrie in ganz Deutschland hat gerade Probleme mit Liefer-Engpässen von elektronischen Bauteilen. Vertreter der Branche beraten sich deshalb mit der Bundesregierung darüber, wie die Lage entschärft werden kann. Es werde intensiv daran gearbeitet, dass der Bedarf gedeckt werden kann. Die weltweite Nachfrage nach Halbleitern ist aktuell größer als das Angebot. Das liege vor allem an der angespannten Situation bei den asiatischen Zulieferern. Die hätten nicht damit gerechnet, dass die Automobilbranche so schnell wieder anläuft. Die Liefer-Engpässe bei Halbleitern sorgen auch an der Küste für Probleme: Beim VW Werk in Emden gibt es deshalb im Moment für zwei Wochen Kurzarbeit, weil nicht produziert werden kann.

Morgen weitere Gespräche bei Meyer

Morgen sollen die Gespräche zur Zukunft bei der Meyer Werft in Papenburg weiter gehen. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten die Gespräche in der vergangenen Woche wegen Differenzen abrupt abgebrochen. Die Geschäftsführung wollte nicht garantieren, dass bis zum Sommer keiner aus der Stammbelegschaft entlassen wird. Im Raum steht die Frage, wie möglichst viele Stellen bei der krisengebeutelten Werft erhalten bleiben können. In der vergangenen Woche waren die Gespräche gescheitert, weil der Betriebsrat der Geschäftsleitung vorwirft 1.800 Stellen abbauen zu wollen. Betriebsratschef Nico Bloem hatte seinem Frust in einem Facebook-Video Luft gemacht. Die Geschäftsführung dementiert, dass so viele Stellen auf der Kippe stehen. Werft-Chef Jan Meyer hat sich gestern in einer Videobotschaft an die Belegschaft gewandt: Ihm sei aufgefallen, dass es viele offene Fragen und Fehlinformationen gäbe. Das ärgere ihn – deshalb soll die Kommunikation der Verhandlungen in Zukunft transparenter ablaufen.

Leers Politik für Luftfilter

Im Landkreis Leer werden die Forderungen nach Luftfiltern in den Schulen immer größer. Linke und FDP im Kreis unterstützen ein Gesuch vom Landeselternrat. Der will, dass es in jedem Klassenzimmer Geräte geben soll, die Aerosole aus der Raumluft filtern, damit der Unterricht sicherer wird. Aerosole werden beim Sprechen und atmen ausgestoßen und sind häufig für die Übertragung von Corona verantwortlich. Das Land bezuschusst den Kauf von Luftfiltern zwar, allerdings nur mit einem kleinen Betrag- außerdem gibt es nur Geld wenn die Räume nicht ausreichend gelüftet werden können. Im Landkreis Leer ist deshalb erstmal nichts in der Richtung geplant – der Landkreis Aurich will in 80 Klassenzimmer Luftfilter einbauen.

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