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19Feb 21

Corona-Infektionen an jeder fünften Schule

In Niedersachsen gibt es an jeder fünften Schule mindestens einen Corona-Fall. Das hat Gesundheitsministerin Carola Reimann im Landtag gesagt. Allerdings sind das meist nur einzelne Fälle.

Die gemeldeten Zahlen der Schulen zu infizierten SchülerInnen zeigen, dass es keinen Hinweis auf Cluster-Infektionen bzw. offensichtliche Infektionsketten gibt.

Carola Reimann, Gesundheitsministerin Niedersachsen

Auch an der Küste hatte es zuletzt immer wieder einzelne Fälle an Schulen gegeben – zum Beispiel in dieser Woche an der Finkenburgschule in Wittmund oder an einer Schule in Cäciliengroden. Auch hier gibt es aber keine größeren Ausbrüche.

Zahl der Corona-Mutationsfälle in Aurich steigt

Die britische Corona-Mutation breitet sich im Landkreis Aurich weiter aus. Unter den aktiven Fällen sind gerade 39, die durch die Mutation verursacht wurden, teilt die Kreisverwaltung mit. Das ist fast jeder vierte Fall. Das mutierte Virus aus Großbritannien wurde in fast allen Kommunen an der Küste schon nachgewiesen – Allein in Ostfriesland gab es bisher ingesamt 168 Fälle – im Kreis Leer gab es auch schon eine Infektion in einer Kita. Die Virusmutation gilt als aggressiver und weitaus ansteckender.

DRK-Landesverband kritisiert vorzeitige Impfungen

Der Landesverband vom Roten Kreuz verurteilt die vorzeitige Corona-Impfung von Führungskräften in den Ortsverbänden. Die Nicht-Einhaltung der Impf-Reihenfolge sei bedauerlich. Unter anderem hatte der Leeraner DRK-Chef Hary Feldmann sich vorzeitig impfen lassen. Der Leeraner Verband hat die vorzeitige Impfung ihres Chefs zwar kritisiert, sieht aber keine Veranlassung für seine Entlassung oder andere persönliche Konsequenzen. Zuletzt wurden auch an der Küste immer wieder Fälle bekannt in denen Personen vorzeitig geimpft wurden – am prominentesten der vom Chef der Kliniken Aurich, Emden, Norden, Claus Eppmann. Auch im Kreis Friesland werden gerade zwei Fälle geprüft, in denen jemand vielleicht zu früh geimpft wurde.

Kaum Nebenwirkungen durch AstraZeneca in Aurich

Im Landkreis Aurich gab es bisher kaum Ausfälle beim Pflegepersonal durch eine Impfung mit dem AstraZeneca-Mittel. Es hätten sich nicht mehr Personen krankgemeldet, als bei den Gruppen, die mit den anderen Impfstoffen versorgt worden, sagte ein Kreissprecher. In Aurich wurden vor allem Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste mit AstraZeneca geimpft. Über den Impfstoff gibt es wegen seiner Nebenwirkungen aktuell Diskussionen: Im Emder Klinikum hatten sich nach einer Impfung rund 30 Mitarbeiter wegen der Nebenwirkungen krankgemeldet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Virologe Christian Drosten hatten den Impfstoff verteidigt – auch wenn Nebenwirkungen auftreten sei er unbedenklich.

Ehemalige Corona-Patienten können Blutplasma spenden

Wer eine Corona-Infektion hinter sich hat kann unter anderem in Oldenburg sein Blutplasma spenden. Darin sind Antikörper, die das Immunsystem von Corona-Patienten bei der Bekämpfung des Virus unterstützen. Damit soll die Dauer der Infektion verkürzt werden. Das Verfahren wird gerade in mehreren Studien untersucht – erste Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Antikörpern aus Blutplasma vor allem zu Beginn des Krankheitsverlaufs sehr effektiv sein kann.

Impfungen bald vielleicht auch beim Hausarzt

In Niedersachsen könnte es bald vielleicht auch beim Hausarzt die Corona-Impfung geben. Der NDR berichtet, dass schon ab dem 01. März ein Pilotprojekt starten soll – in dem sollen eine Handvoll Praxen den Anfang machen. Hauke Mucha mit Einzelheiten. Bisher gab es die Impfung nicht beim Hausarzt – als Grund dafür wurde immer der Impfstoffmangel und die aufwändige Lagerung genannt. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer muss z.B. bei Minus 70 Grad gelagert werden. Anfang kommender Woche wollen Land und Kassenärztliche Vereinigung aber über ein Pilotprojekt beraten: wahrscheinlich geht es dabei vor allem um den Impfstoff von AstraZeneca.  Der kann unkompliziert gelagert werden und ist schon in größeren Mengen verfügbar, vor allem weil er nicht an alte Menschen verabreicht werden darf. Ziel ist es, die Impfungen noch zu beschleunigen. Denn auch wenn die Lieferungen jetzt Fahrt aufnehmen haben die Impfzentren eine begrenzte Kapazität. Das im Landkreis Leer z.B. kann am Tag maximal 400 Personen impfen, selbst wenn mehr Impfstoff da wäre.

Weiterer Corona-Todesfall im Landkreis Aurich

Der Landkreis Aurich meldet einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Seit Ausbruch der Pandemie sind damit insgesamt 39 Menschen in Folge einer Infektion gestorben, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Zahl der aktiven Fälle ist im Kreisgebiet aber wieder gesunken. 

Mehr regionale Entscheidungen über Corona-Regeln

Über Verschärfungen und Lockerungen der Corona-Regeln wird in Zukunft mehr regional entschieden. Das haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robet Koch-Instituts, Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz gesagt. Das hängt mit den unterschiedlichen Sieben-Tages-Inzidenzen in den Kommunen zusammen. Deswegen hätten Bund und Länder auch nicht genauer gesagt, ob Lockerungen an eine landesweite oder bundesweite Inzidenz von unter 35 gekoppelt werden.

Landkreis Friesland erwartet wöchentlich neue Impfstoff-Lieferungen

Der Landkreis Friesland erwartet bis Ende März insgesamt rund 4.500 Impfdosen von BionTech, 3.800 Impfdosen von AstraZeneca und 100 Impfdosen von Moderna. Es soll wöchentlich neue Lieferungen geben, teilt die Kreisverwaltung mit. Damit können auch kontinuierlich weitere Termine im Impfzentrum in Roffhausen vereinbar werden. Der Landkreis will die Kapazitäten auch nochmal erhöhen. 

Eltern verlangen regionale Öffnungen der Kitas

Zahlreiche Eltern von Kita-Kindern verlangen, dass die Kitas je nach Corona-Infektionslage in den Kommunen wieder geöffnet werden. Es sollte zumindest einen einschränkten Betrieb mir zusätzlichen Schnelltests geben, so die Landeselternvertretung der niedersächsischen Kindertagesstätten. Sie begründet das mit der schwierigen Situation für Familien und Kinder. Im Moment gibt es in den Kitas nur eine Notbetreuung für maximal die Hälfte der Kinder. Laut Kultusminister Grant-Hendrik Tonne soll im März der eingeschränkte Betrieb wieder anlaufen, wenn die Infektionszahlen das zulassen. 

Leichte Lockerungen im Kreis Friesland

Der Landkreis Friesland lockert einige seiner Corona-Schutzmaßnahmen. Ab morgen wird die erweiterte Maskenpflicht im Landkreis aufgehoben, die zum Beispiel in den Fußgängerzonen in Jever und Varel oder Wochenmärkten galt. Nur auf Parkplätzen von Geschäften, in den Geschäften selbst und vielen anderen Orten muss ein Mundnasenschutz getragen werden. Auch öffentliche Sportstätten und Hallen werden ab 1. März wieder geöffnet, aber nur für kontaktlosen Individualsport zwischen ein und zwei Personen. Außerdem müssen die Sportvereine dafür Hygienekonzepte vorlegen.

Nächste Woche Entscheidung über Wechselunterricht Anfang März

Das niedersächsische Kultusministerium will nächste Woche über die Rückkehr aller Klassen in die Schulen im Wechselmodell entscheiden. Es schließt dabei auch regionale Ausnahmen nicht aus. Kultusminister Grant-Hendrik Tonne möchte so schnell wie möglich wieder in den Wechselbetrieb zurückzukehren. Ziel sei Anfang März, darüber werde nächste Woche entschieden. Die Infektionszahlen seien nicht so, wie für einen Betrieb mit allen Schülern zur gleichen Zeit nötig, so Tonne. Kinder müssten in die Schulen, das müsse aber verantwortungsbewusst geschehen.

18Feb 21

Allgemeinverfügung für Norderney verlängert

Wegen dem Infektionsgeschehen auf Norderney verlängert der Landkreis Aurich die verschärften Regeln für die Insel bis nächste Woche Freitag. Nach der Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung dürfen sich Bewohner außerhalb der eigenen Wohnung nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt treffen. Das gilt dann auch für private Treffen in der eigenen Wohnung. Präsenzunterricht in den Schulen fällt aus, die Kitas auf der Insel werden bis auf den Notbetrieb geschlossen. Außerdem gilt zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens eine Ausgangssperre auf Norderney. Die Corona-Situation auf der Insel hatte sich in den letzten Tagen immer weiter verschärft.

Corona-Mutante bereitet Landkreis Leer Sorgen

Der Leeraner Landrat Matthias Groote sorgt sich wegen der Ausbreitung der britischen Corona-Mutation. Gestern sind wieder mehrere Fälle gemeldet worden, teilt die Kreisverwaltung mit. Insgesamt gibt es im Moment unter den aktiven Corona-Fällen 30 mit der Mutante. Das niedersächsische Landesgesundheitsamt hat zuletzt einen Siebentages-Inzidenzwert von 71,4 für den Kreis Leer ausgewiesen.

Meinen und Kruithoff begrüßen Kreistags- und Stadtratsbeschluss

Aurichs Landrat Olaf Meinen und Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff begrüßen die Entscheidungen von Kreistag und Stadtrat in der Impfaffäre um Klinikchef Claus Eppmann. Nur durch eine neutrale Untersuchung könne Vertrauen zurückgewonnen werden und wieder Ruhe in den Krankenhäusern einkehren, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltungschefs. Das genaue Vorgehen der Aufklärung werde jetzt mit den zuständigen Gremien der Trägergesellschaft der Kliniken abgestimmt. Bei der Untersuchung wird auch der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Franz-Josef Sickelmann mit eingeschaltet. Nach der Abstimmung vom Emder Stadtrat soll der einen unabhängigen Gutachter bestimmen.

DRK-Bundesverband kritisiert vorzeitige Impfungen von Führungskräften

Der DRK-Bundesverband kritisiert die Impfung von Führungskräften in der Organisation. In einer Pressmitteilung fordert sie alle Mitgliedsverbände dazu auf, sich an die Impfreihenfolge zu halten. Anlass dafür war, dass eine Führungskraft vom DRK-Kreisverband in Hamburg-Harburg vorzeitig geimpft wurde. Die Person wurde inzwischen entlassen. Auch beim Kreisverband in Leer hat sich Geschäftsführer Hary Feldmann schon gegen Corona impfen lassen. Er darf aber im Amt bleiben, das hat eine Gesellschafterversammlung vom DRK entschieden.

Weiter Debatte um AstraZeneca-Impfstoff

Die Nebenwirkungen vom AstraZeneca-Impfstoff sind weiter ein großes Thema. Auch der Chefvirologe der Charité Berlin Christian Drosten hat sich jetzt dazu geäußert. Im NDR-Podcast zum Coronavirus sagt er, dass der Impfstoff trotz der Nebenwirkungen unbedenklich sei. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Aussage im Interview mit RTL unterstützt, er selbst würde sich den Impfstoff spritzen lassen. In den letzten Tagen war die Impfaktion mit AstraZenca in die Schlagzeilen geraten, weil sich auch an der Küste viele Krankenhausmitarbeiter nach einer Impfung krankmelden mussten. Die ersten Meldungen dazu kamen aus dem Emder Klinikum.

Tonne will ab März Schnelltests in den Schulen 

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne möchte ab März Corona-Schnelltests in den Schulen einsetzen. Das hat er in einem Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk angekündigt. Falls es Angebote für alle geben sollte, dann müsste man das auch für die Schüler nutzen, so Tonne. So könne eine größere Sicherheit in den Schulen garantiert werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt angekündigt, dass es ab März flächendeckend kostenlose Corona-Schnelltests geben soll. 

Neuer Corona-Höchststand im Kreis Leer

Die Zahl der aktiven Corona-Infektionen hat im Kreis Leer einen neuen Höchststand erreicht. Im Moment sind insgesamt 223 Menschen infiziert – seit Ausbruch der Pandemie hat es an keinem Tag zuvor mehr aktive Fälle im Kreisgebiet gegeben. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt weist eine Sieben-Tages-Inzidenz von 74,4 aus. Auch im Landkreis Aurich stieg die Inzidenz leicht an. Die Auricher und Witternder Kreisverwaltung melden zusätzlich jeweils einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona.

Kommunen an der Küste bleiben erstmal bei bisherigen Corona-Softwares

Die Landkreise Leer und Aurich arbeiten erstmal weiter mit ihren alten Corona-Softwares. Eigentlich will das Land Niedersachsen, dass die Kommunen bis März das neue Programm Sormas zur Kontaktnachverfolgung einsetzen. Im Kreis Aurich läuft deswegen seit vergangener Woche eine Testversion. Anschließend sollen die Vor- und Nachteile kritisch bewertet werden. Der Landkreis Leer ist dagegen skeptisch. Mitten in der Pandemie ein neues Programm einzuführen, hätte viele Risiken – zum Beispiel, weil die Zeit für die Umstellung und für Mitarbeiterschulungen fehle. Wilhelmshaven überlegt, die neue Software nur als Ergänzung einzusetzen. 

Grünen-Kreistagsfraktion in Aurich kritisiert Klinikchefs in Impfaffäre

Die Grünen im Auricher Kreistag kritisieren das Verhalten der Klinikchefs in der Kreistagssondersitzung zur Impfaffäre. Dabei hätte sich am Dienstag gezeigt, dass Krankenhaus-Geschäftsführer Claus Eppmann nicht bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Die Grünen beziehen sich dabei auf seine Weigerung, sein Amt während der Untersuchungszeit ruhen zu lassen. Auch in Richtung Emder Rat hagelt es Kritik von der Kreistagsfraktion. Der Emder Rat hatte gegen eine Freistellung Eppmanns gestimmt. Damit hätten die beiden Vertragspartner Aurich und Emden die erste Bewährungsprobe verspielt und vertrauen verloren, so die Grünen. Epmman hatte sich schon zweimal gegen Corona impfen lassen, obwohl er nicht auf der Prioritätenliste stand.

Land darf weiter alleine Corona-Regeln erlassen

Die niedersächsische Landesregierung kann die Corona-Regeln wie gehabt ohne eine Abstimmung im Landtag anordnen. Die FDP ist mit einem Gesetzantrag gescheitert, mit dem die Fraktion einen Parlamentsvorbehalt vorsah, um mehr Transparenz und Akzeptanz für die Regeln zu erreichen. Gesundheitsministerin Carola Reimann argumentierte dagegen, dass die Regierung nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes allein die Corona-Verordnungen erlassen darf. Dadurch ginge das Prozedere auch schneller.

 

17Feb 21

Ahrends verteidigt Entscheidung gegen Freistellung von Klinikchef Eppmann

Matthias Arends aus der SPD-Fraktion im Emder Stadtrat hat die Entscheidung gegen die Freistellung von Klinikchef Claus Eppmann verteidigt. Von vornherein sei es das Ziel gewesen, die Sache bestmöglich aufzuklären. Auch die Ungewissheit, wie lange die externe Aufarbeitung dauern könnte, hätte gegen eine Freistellung Eppmanns gesprochen, so Ahrends.  

Es gab Annahmen, dass das tatsächlich innerhalb von 2 bis 4 Wochen beendet sein könnte und wir dann wieder zusammenkommen und entscheiden können. Es gab aber auch Tendenzen, die gesagt haben, dass das auch gut ein Vierteljahr oder länger dauern kann. Und für diese Zeit waren wir nicht bereit, Herrn Eppmann freizustellen und ihn von seiner Arbeitsleistung zu entbinden.

Matthias Ahrends, SPD-Fraktion im Emder Stadtrat

Der Auricher Kreistag und der Emder Stadtrat hatten gestern beschlossen, die Impfaffäre um Klinikchef Claus Eppmann von einem externen Gutachter aufklären zu lassen. Die Verwaltung in Aurich hatte sich dafür ausgesprochen, dass Eppmann für die Zeit des Gutachtens freigestellt wird, der Emder Stadtrat hat aber dagegen gestimmt.

Weil fordert gemeinsamen Stufenplan für nächsten Bund-Länder-Gipfel

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert für den nächsten Bund-Länder-Gipfel einen gemeinsamen Stufenplan. In seiner Regierungserklärung heute vorm niedersächsischen Landtag betonte Weil, dass er sich den schon beim vergangenen Bund-Länder-Gespräch gewünscht hätte. Die Bürger würden sich gerade in unsicheren Zeiten eine Orientierung auch für mögliche Lockerungen wünschen. Der Stufenplan vom Land sei eine gute Vorlage, auch andere Bundesländer hätten ihn als sinnvoll erachtet, so Weil.

Weiterer Todesfall mit Corona-Zusammenhang im Landkreis Leer

Im Landkreis Leer ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Seit die Pandemie im vergangenen Jahr ausgebrochen ist, hat die Kreisverwaltung damit 26 Todesfälle mit Corona-Zusammenhang gemeldet. Der Inzidenzwert im Kreis Leer bleibt weiterhin vergleichsweise hoch und liegt heute nach Angaben vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen bei knapp 71. In den restlichen Kommunen an der Küste sind die Werte dagegen gering, im Landkreis Aurich liegt der Wert bei 30,6, im Kreis Wittmund bei 21,1 und in der Stadt Emden bei genau 14.

Auch in Krankenhäusern in Wilhelmshaven und Friesland Probleme mit AstraZeneca-Impfstoff

Auch im Klinikum in Wilhelmshaven und in den Friesland-Kliniken haben sich Mitarbeiter nach einer AstraZeneca-Impfung krankgemeldet. Das bestätigen Sprecher der Krankenhäuser. In Wilhelmshaven wurde deswegen jetzt auch die Impfreihenfolge geändert. Künftig sollen aus den verschiedenen Abteilungen nur einzelne Mitarbeiter geimpft werden, damit nicht ganze Schichten krankheitsbedingt ausfallen. Auch in den Friesland-Kliniken werden in der nächsten Zeit nicht ganze Abteilungen auf einmal geimpft. Schon aus anderen Krankenhäusern aus der Region waren in den letzten Tagen Probleme mit Nebenwirkungen des AstraZeneca-impfstoffs bekannt geworden, so zum Beispiel auch in Emden und in Wittmund.

Externer Gutachter soll für Aufklärung in der Impfaffäre sorgen

Der Auricher Kreistag und der Emder Stadtrat haben sich in der Impfaffäre um Klinik-Chef Claus Eppmann für eine komplette Aufklärung des Falls ausgesprochen. Ein externer Gutachter soll sich mit der Untersuchung befassen, sagt der CDU-Vorsitzende im Landkreis Aurich Sven Behrens.

Mir ist wichtig, dass die Dinge, die in der Öffentlichkeit herrschen – die Gerüchte, die Widersprüche – aufgeklärt werden. Alles muss auf den Tisch kommen und es muss lückenlos aufgeklärt werden. Das ist das Ziel.

Sven Behrens, CDU-Vorsitzender im Landkreis Aurich

Der Auricher Kreistag hatte sich dafür ausgesprochen, dass Eppmann für die Zeit der Untersuchung von seinem Amt freigestellt wird. Der Emder Stadtrat hat in der Sache aber anders entschieden, weshalb Eppmann vorerst im Amt bleiben wird. Der Klinik-Chef wurde schon im Januar zwei Mal gegen Corona geimpft, obwohl er nicht auf der Prioritätenliste stand.

Land will mehr auf Virusvarianten testen

Das Land Niedersachsen testet in Zukunft bei möglichst jeder nachgewiesenen Corona-Infektion auf Virusvarianten. Sie machten inzwischen in einigen Teilen des Landes einen großen Teil der Infektionsfälle aus, sagte der Leiter des Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz. Landesweit liege der Anteil der Varianten an den Infektionsfällen bei zehn Prozent. Die britische Corona-Variante wurde inzwischen an der kompletten Küste nachgewiesen.

Kontaktverfolgung im Kreis Leer sichergestellt

Der Landkreis Leer hat trotz der Ausbreitung der britischen Corona-Mutation keine Probleme bei der Kontaktverfolgung. Seit Beginn der Pandemie habe man Infektionsketten gut nachvollziehen können, so Landrat Matthias Groote im Nordseewelle-Interview. Auffällig sei aber, dass Kontaktpersonen von Infizierten in letzter Zeit fast immer positiv getestet werden. Der Kreis Leer hat neben der Stadt Wilhelmshaven den höchsten Inzidenzwert an der Küste. Grund sind verschiedene Infektionscluster unter anderem auch mit der britischen Mutation. 

Die Mutante B.1.1.7 haben wir definitiv im Landkreis. Die wird bei PCR-Tests jetzt immer mit untersucht. Man sieht’s auch an der Geschwindigkeit, wie sich das Virus überträgt. Meistens sehen wir aus den Quarantänen, dass es daraus auch Fälle gibt – oft zu 100 Prozent. Das ist die Beobachtung, die wir seit Beginn des Jahres machen.

Matthias Grote, Landrat für den Landkreis Leer

Landtag trifft sich zur dreitägigen Sitzungswoche

Der niedersächsische Landtag kommt heute zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Zum Start der Sitzungswoche um 10:00 Uhr will Ministerpräsident Stephan Weil eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie abgeben. Im Anschluss soll dann über die nächsten Schritte in der Krise diskutiert werden. Die Oppositionsfraktionen von Grünen und FDP haben Verbesserungsvorschläge zum Stufenplan der Landesregierung erarbeitet, der Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Etappen vorsieht.

Verstärkerbusse im Landkreis Aurich

Der Landkreis Aurich setzt in Zukunft 30 Verstärkerbusse ein, um den Infektionsschutz auf dem Schulweg besser gewährleisten zu können. Vielleicht werden dabei auch Reisebusse zum Einsatz kommen. Das war auch im vergangenen Jahr schon der Fall. Es wird auch überlegt, ob die Anfangszeiten in den Schulen verändert werden, damit nicht alle gleichzeitig zum Unterricht müssen. Das ist aber nicht so leicht umsetzbar, heißt es aus den Schulen.

Land will über 80-Jährige bis Ende März impfen

Das Land Niedersachsen will alle über 80-jährige, die das möchten, bis Ende März gegen Corona impfen. Das hat das Sozialministerium in Hannover angekündigt. Voraussetzung ist aber, dass der Impfstoff rechtzeitig bei den Kommunen ankommt. In Niedersachsen gibt es rund 500 000 Menschen, die über 80 Jahre alt sind. Bisher haben davon fast 85 000 Personen einen Termin für Erst- und Zweitimpfung bekommen. Bald soll auch nur noch ein Fünftel vom Biontech-Impfstoff für die Zweitimpfung zurückgestellt werden, um die Aktion zu beschleunigen.

Borkums Bürgermeister appelliert an Zweitwohnungsbesitzer, nicht auf die Insel zu kommen

Borkums Bürgermeister Jürgen Akkermann hat an Zweitwohnungsbesitzer appelliert, momentan nicht auf die Insel zu kommen. Auf Borkum steigen die Corona-Infektionszahlen derzeit schnell an. In einer Mitteilung auf der Internetseite der Stadt schreibt Akkermann, dass unnötige Reisen vermieden werden sollten. Insgesamt 2 500 Menschen haben eine Zweitwohnung auf Borkum. Rechtlich wäre es erlaubt, wenn die auf die Insel kommen würden.

Touristikbetriebe im Wangerland bereiten sich auf Saison vor

Die Touristikbetriebe im Wangerland bereiten sich aufdie Saison in diesem Jahr vor. Das haben Sprecher der Wangerland Toruistik GmbH gestern auf einer Pressekonferenz angekündigt. Die Planungen laufen so, als würde die Saison so wie normal beginnen können. Die Verantwortlichen hoffen darauf, Anfang März Informationen darüber zu bekommen, wann Urlaubsreisen wieder möglich sein könnten. Laut einem Sprecher könnte es sein, dass die Campingplätze in Schillig und Hooksiel am 26. März für Dauercamper geöffnet werden könnten. Mit dem regulären Ostergeschäft wird aber wohl wie im vergangenen Jahr nicht gerechnet.

Anzeige gegen Eppmann

Die Impfaffäre um Klinik-Chef Claus Eppmann könnte ein Fall fürs Gericht werden. Bei der Staatsanwaltschaft Aurich ist Anfang der Woche eine Anzeige wegen des Verdachts der Vorteilnahme gegen Eppmann eingegangen, sagte ein Sprecher der OZ. Es wird zum Beispiel dann von Vorteilsnahme gesprochen, wenn ein Amtsinhaber im Dienst eine Vergünstigung verlangt, annimmt oder sich versprechen lässt. Die Anzeige wird jetzt an die zuständige Zentralstelle für Korruptionsbekämpfung in Osnabrück weitergegeben. Sie wird dann prüfen, ob das Verhalten von Eppmann wirklich strafbar war. Der Klinikchef hatte sich im Januar zweimal gegen Corona impfen lassen, obwohl er nicht auf der Prioritätenliste stand. Der Fall soll jetzt auch von einem externen Gutachter untersucht werden.

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