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23Feb 21

Stephan Weil begrüßt neue Impfreihenfolge

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil begrüßt es, dass Schul- und Kitapersonal jetzt früher geimpft werden soll. Er könne es allerdings nicht verstehen, warum Lehrer von den weiterführenden Schulen von der neuen Regelung ausgenommen sind. Dort sollte die Bundesregierung noch nachjustieren, so Weil. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte gestern bei einer Telefonkonferenz der Gesundheitsminister der Länder angekündigt, Grundschul- und Kitapersonal mit dem übrig gebliebenen AstraZenecea-Impfstoff eher zu impfen. Diese Impfaktion könnte in Niedersachsen noch in dieser Woche starten. Voraussetzung ist aber, dass alle Personen unter 65 Jahren mit höherer Impfpriorität schon geimpft wurden und noch AstraZeneca-Impfdosen übrig sind.  

Corona-Todesfall im Landkreis Friesland

Im Landkreis Friesland ist eine weitere Person an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Damit hat die Kreisverwaltung seit Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr 30 Todesfälle mit Corona-Zusammenhang gemeldet. Die Siebentagesinzidenz lag im Landkreis Friesland gestern nach Angaben vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen bei 35,5. In der Stadt Wilhelmshaven gibt es zwei weitere Fälle von der britischen Corona-Mutation. Hier liegt der Inzidenzwert gerade bei knapp über 59.

Starker Tourismuseinbruch in Niedersachsen im vergangenen Jahr

Wegen der Corona-Pandemie ist der Tourismus in Niedersachsen im vergangenen Jahr stark eingebrochen. Die Gästezahl ist insgesamt um 43 Prozent zurückgegangen. In der Region war der Trend nicht ganz so stark ausgeprägt, an der Küste waren es 30 Prozent weniger Gäste, in Ostfriesland wurde bei der Gästezahl ein Minus von 36 Prozent verzeichnet. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten hat vor dem Bund-Länder-Gipfel in der kommenden Woche auch nochmal konkrete Öffnungsperspektiven gefordert – sonst würde vielen Betrieben in der Branche die Pleite drohen.

Landkreis Leer appelliert an Einhaltung der Corona-Regeln

Der Landkreis Leer hat die Bürger jetzt nochmal dazu aufgefordert, sich noch strenger an die Corona-Regeln zu halten. Hintergrund ist das aktuelle Infektionsgeschehen im Kreisgebiet – und vor allem die Ausbreitung der britischen Virusmutation. Eine Sprecherin vom Gesundheitsamt weist darauf hin, dass die Mutante nur gestoppt werden kann, wenn jeder konsequent Maske trägt und auf so viele Kontakte wie möglich verzichtet. Derzeit gibt es 248 aktive Corona-Fälle im Kreis Leer. Wenn die Situation so angespannt bleibt, könnte der Landkreis bald auch eine neue Verordnung erlassen. So könnte es zum Beispiel eine Maskenpflicht in Betrieben und Büros geben, auch eine Ausgangssperre wäre eine Option.

Wohnmobilisten unerlaubt im Landkreis Aurich und im Wangerland

Die Polizei musste im Landkreis Aurich am vergangenen Wochenende insgesamt 71 Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten, weil die Corona-Regeln nicht eingehalten wurden. Der Schwerpunkt lag dabei auf touristischen Übernachtungen – viele sind wegen des guten Wetters mit einem Wohnmobil an die Küste gefahren. 49 Wohnmobilfahrer haben im Kreis Aurich gegen die Auflagen verstoßen und etwas weniger als die Hälfte davon haben sich dagegen gewehrt, wegzufahren. Auf sie wartet jetzt eine Geldstrafe von bis zu 300 Euro. Im Wangerland haben sich Personen aus 28 Wohnmobilen nicht an die Verordnung gehalten.

Auch im Landkreis Leer fallen die Osterfeuer wohl aus

Der Landkreis Leer weist darauf hin, dass die Osterfeuer auch in diesem Jahr wieder ausfallen könnten. Deswegen soll das übrige Holz auch nicht aufgeschichtet werden. Der Landkreis bietet stattdessen ab dem 8. März eine kostenlose Abholung an. Zuletzt hatte auch schon die Stadt Emden angekündigt, dass die Osterfeuer in diesem Jahr wegen der Corona-Infektionslage wohl ausfallen werden. Offiziell bestätigt wurde das bisher aber noch nicht.

Weiterer Corona-Todesfall in Leer

Der Landkreis Leer meldet den zweiten Tag in Folge einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Damit sind im Kreisgebiet seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr 28 Menschen an den Folgen einer Infektion verstorben. Auch der Sieben-Tages-Inzidenzwert steigt laut dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt weiter. Er liegt gerade bei 86,1. Die Zahl der aktiven Infektionen ist im Vergleich zu gestern aber leicht rückläufig. Im Kreis Aurich stagniert die Zahl der aktiven Infektionen, der Inzidenzwert ist aber leicht gesunken.

Weil stellt mehr Freiheiten für geimpfte und negativ getestete in Aussicht

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat mehr Freiheiten für diejenigen in Aussicht gestellt, die gegen Corona geimpft oder negativ auf das Virus getestet sind. Wenn keine Ansteckungsgefahr mehr bestehen sollte, könnte es mehr Möglichkeiten geben, sagte Weil den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das sei zwar noch Zukunftsmusik, trotzdem seien beide Wege zu mehr Freiheiten absehbar. Wenn die neue Schnelltest-Generation leichter handzuhaben und auch zuverlässig sei, gäbe es eine Alternative für noch nicht geimpfte und gleichzeitig keine Diskussion über Privilegien.

Land sieht Schnelltest-Vorschlag für Inseln skeptisch

Das Land Niedersachsen sieht den Vorschlag vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband skeptisch, auf Grundlage von Corona-Schnelltests Osterurlaub auf den Ostfriesischen Inseln zu ermöglichen. Damit könnte kein längerer Inselurlaub gerechtfertigt werden, sagt Regierungssprecherin Anke Pörksen:

Das wäre ein viel zu großes Risiko, gerade auf den Inseln. Die ärztliche Versorgung da ist für die Inselbewohner in Ordnung. Sie würde es aber mit Sicherheit nicht erlauben, dass wir da jetzt größere Risiken eingehen.

Anke Pörksen, Regierungssprecherin

Schnelltests seien nur eine Momentaufnahme. Auch Ministerpräsident Stephan Weil hält es noch für zu früh, um über möglichen Osterurlaub zu sprechen. Zu dem Vorschlag soll es heute auch noch Gespräche mit den Inselbürgermeistern geben.

Entscheidung über Präsenzunterricht frühestens nächste Woche

Frühestens nächste Woche wird entschieden, wie es in den Schulen in Niedersachsen in der Corona-Krise weitergeht. Der Lockdown ist erstmal bis zum 7. März vereinbart, so Regierungssprecherin Anke Pörksen. Bis dahin werde es auch keine weiteren Schulöffnungen in Niedersachsen geben. Kultusminister Grant-Hendrik Tonne hatte vergangene Woche noch angekündigt, dass in dieser Woche noch eine Entscheidung darüber fallen sollte, wie der Unterricht in den nächsten Wochen aussehen soll.

22Feb 21

Meyer Werft will wohl 650 Arbeitsplätze abbauen

Die Papenburger Meyer Werft will wohl 650 Arbeitsplätze abbauen. Das berichtet der NDR im Zuge der Gespräche zwischen Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft. Die Beschäftigten, die ihren Job behalten, sollen einen Tag im Monat unentgeltlich arbeiten. Nur wenn die Werft Gewinne macht, könnten die Löhne in den kommenden Jahren erhöht werden. Wenn das von Arbeitnehmerseite nicht akzeptiert würde, könnten weitere 300 Stellen gestrichen werden.

Angespanntes Infektionsgeschehen im Landkreis Leer- viele Fälle der britischen Corona-Mutante

Das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis Leer bleibt weiterhin angespannt. Momentan gibt es 239 aktive Fälle, so viele gab es seit dem Ausbruch der Pandemie nicht. Allein übers Wochenende sind 40 Corona-Fälle im Kreisgebiet dazugekommen. Die schnelle Ausbreitung hängt auch mit der britischen Virus-Mutation zusammen. Jede dritte Infektion im Kreis Leer geht auf die Mutante zurück. Auch in den anderen Kommunen an der Küste breitet sich die britische Corona-Variante weiter aus, im Landkreis Aurich gibt es momentan 46 akute Fälle davon.

Dehoga-Bezirksverband Ostfriesland schlägt Testpflicht für Reise auf ostfriesische Inseln vor

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Ostfriesland schlägt vor, künftig alle Urlauber vor der Reise auf die ostfriesischen Inseln auf Corona testen zu lassen. So könnte das Ostergeschäft in diesem Jahr vielleicht noch mitgenommen werden, so eine Sprecherin. Auch Speicheltests könnten eine Option sein. Die sollen ab März sowieso für alle erhältlich sein. Ein ähnliches System gibt es zum Beispiel auf der Insel Helgoland schon länger – dort dürfen nur Personen auf die Insel, die einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Kindergarten in Neuengroden wegen Corona-Fällen geschlossen

Im evangelisch-lutherischen Kindergarten in Neuengroden hat sich ein Kind mit dem Coronavirus infiziert. In einer anschließenden Testreihe wurde wohl auch eine Mitarbeiterin positiv getestet, schreibt die WZ. Deswegen wird der Kindergarten jetzt bis zum 5. März geschlossen. Die Notbetreuung fällt bis dahin ebenfalls aus, weil auch alle Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen.

Mehrere Feiern wegen Corona-Verstößen aufgelöst

Die Polizei musste am Wochenende in der Region wieder mehrere Feiern auflösen, bei denen gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen wurde. In Wilhelmshaven sind die Beamten zu einem Grillfest ausgefahren, wo acht Menschen keine Maske getragen haben und auch den Mindestabstand nicht einhielten. In mehreren Wohnungen in der Stadt haben sich vier Menschen aus mehr als zwei Haushalten getroffen. Auch auf einem Parkplatz in Bockhorn musste die Polizei eine Feier auflösen.

Impfzentrum im Landkreis Friesland erwartet heute weiteren Impfstoff

Das Impfzentrum im Landkreis Friesland erwartet heute eine weitere Impfstofflieferung. Seit einer Woche ist das Zentrum in Roffhausen in Betrieb, bisher sei die Impfaktion dort gut verlaufen, sagt ein Sprecher der Einrichtung. Bis Ende März sollen 4400 Termine an über 80-Jährige vergeben werden. Die Impfaktion mit dem AstraZeneca-Impfstoff läuft parallel auch weiter.

Nur noch 260 Vollzeitstellen von Stellenabbau bei Premium Aerotec in Varel bedroht

Im Werk vom Flugzeugzulieferer Premium Aerotec in Varel sind wohl nur noch 260 Vollzeitstellen von einem möglichen Stellenabbau bedroht. Das geht aus einer Überprüfung hervor, die Ende Januar durchgeführt wurde. Eigentlich war ursprünglich von fast 538 bedrohten Jobs die Rede. Das Unternehmen hat aber ein Freiwilligenprogramm gestartet, in dem Mitarbeiter eine Extra-Prämie bekommen hatten, wenn sie Premium Aerotec bis zum 31. Januar verlassen haben. Der Betriebsrat im Unternehmen will aber weiter dafür kämpfen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt, so ein Sprecher. Eine Möglichkeit wäre es, bis Ende des Jahres Kurzarbeit anzumelden.  

Kruithoff fordert schnelle Öffnungen für Handel und Gastronomie

Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff hat sich für eine schnelle Öffnung von Gastronomie und Handel ausgesprochen. Weil viele Betriebe ein funktionierendes Hygienekonzept hätten, wäre es auch legitim, Läden oder Restaurants wieder zu öffnen. Die Lockerungen der Maßnahmen räumlich zu begrenzen, würde jedoch keinen Sinn machen, betont auch Aurichs Landrat Olaf Meinen. Dadurch würden Menschen aus dem Umland angezogen werden. Auch wegen der britischen Corona-Mutante würde ein großes Risiko bestehen.

Tonne will in diesem Jahr Digitalisierung in den Schulen vorantreiben

Niedersachsens Kultusminister will in diesem Jahr die Digitalisierung in den Schulen vorantreiben. Die Schulen sollten digitale Lernplattformen nutzen und dabei Mittel aus dem Digitalpakt aus dem Jahr 2019 nutzen. Bisher wurden 13 Prozent der Fördergelder daraus bewilligt, bis zum Ende sollten daraus 50 Prozent werden, so Tonne. Der Bund hatte das Programm zur Digitalisierung 2019 aufgelegt und insgesamt fünf Milliarden Euro dafür investiert. Die Länder geben jeweils noch 500 Millionen Euro dazu.

Weiterer Corona-Todesfall im Kreis Leer

Der Landkreis Leer und die Stadt Wilhelmshaven melden jeweils einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Seit Ausbruch der Pandemie ist es in Leer der 27., teilt die Kreisverwaltung mit. Die Stadt Wilhelmshaven zählt 38 Todesfälle in Folge einer Infektion. Auch die Infektionszahlen steigen im Kreis Leer weiter. Im Moment gibt es 248 aktive Fälle im Kreisgebiet – ein neuer Höchststand. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut niedersächsischem Landesgesundheitsamt bei 82,6.

Betriebsrat kämpft weiter um Arbeitsplätze bei Meyer

Der Betriebsrat der Papenburger Meyer Werft stellt sich weiter gegen den geplanten Stellenabbau. Die Geschäftsführung will über 600 Jobs streichen. Das trifft bei Betriebsratschef Nico Bloem aber auf Unverständnis, sagt er im Nordseewelle-Interview:

Ich halte es erstmal für weit her geholt generell zu sagen, über 600 Stellen sollen abgebaut werden, zumal die Arbeit da ist. Ich hab Anträge auf dem Tisch liegen, wo die Kollegen mindestens 35 Stunden arbeiten sollen, wenn nicht sogar darüber hinaus – 40 Stunden, sogar Wochenendarbeit – und da soll mir mal einer erklären, warum wir uns dann von 600 Kolleginnen und Kollegen trennen sollen.

Nico Bloem, Betriebsratschef der Papenburg Urger Meyer Werft

Er befürchtet, dass weitere Teile der Stammbelegschaft durch billige Werkvertragsarbeitnehmer ersetzt werden sollen. In weiteren Gesprächen mit Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall sollen Lösungen ausgelotet werden.

Corona-Kontrollen in Aurich

Bei Corona-Kontrollen am Wochenende hat der Landkreis Aurich über 70 Ordnungswiedrigkeitsverfahren eingeleitet. Schwerpunkte bei der Überprüfung lagen beim touristischen Übernachtungsverbot für Wohnmobile und bei Zusammenkünften in der Öffentlichkeit sowie zuhause. Im Küstenbereich wurden insgesamt 49 Wohnmobile entdeckt. Sie wurden aufgefordert, sofort abzureisen – einige haben das aber nicht gemacht und wurden gestern wieder erwischt. Außerdem wurden über 40 Versammlungen aufgelöst.

Langeoog für Testpflicht vor Insel-Urlaub

Die vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband vorgeschlagene Testpflicht vor Reisen auf die ostfriesischen Inseln trifft auf Langeoog auf offene Ohren. Bürgermeisterin Heike Horn ist bereit, darüber zu sprechen, sagt sie im Nordseewelle Interview:

Eine Testung wäre ein klar anerkanntes Sicherheitsmerkmal. Das es da natürlich auch Unwägbarkeiten gibt, weil drei Tage später vielleicht erst Symptome kommen, das ist die andere Frage. Aber wenn man sich wirklich intensiv damit beschäftigt, sollte es Möglichkeiten geben, zumindest einen gesteuerten Inselurlaub erfolgen zu lassen.

Heike Horn, Bürgermeisterin der Insel Langeoog

Ein ähnliches System gibt es schon seit Monaten auf der Insel Helgoland – hier dürfen nur Personen auf die Insel, die einen negativen Corona-Test vorweisen.

19Feb 21

Corona-Infektionen an jeder fünften Schule

In Niedersachsen gibt es an jeder fünften Schule mindestens einen Corona-Fall. Das hat Gesundheitsministerin Carola Reimann im Landtag gesagt. Allerdings sind das meist nur einzelne Fälle.

Die gemeldeten Zahlen der Schulen zu infizierten SchülerInnen zeigen, dass es keinen Hinweis auf Cluster-Infektionen bzw. offensichtliche Infektionsketten gibt.

Carola Reimann, Gesundheitsministerin Niedersachsen

Auch an der Küste hatte es zuletzt immer wieder einzelne Fälle an Schulen gegeben – zum Beispiel in dieser Woche an der Finkenburgschule in Wittmund oder an einer Schule in Cäciliengroden. Auch hier gibt es aber keine größeren Ausbrüche.

Zahl der Corona-Mutationsfälle in Aurich steigt

Die britische Corona-Mutation breitet sich im Landkreis Aurich weiter aus. Unter den aktiven Fällen sind gerade 39, die durch die Mutation verursacht wurden, teilt die Kreisverwaltung mit. Das ist fast jeder vierte Fall. Das mutierte Virus aus Großbritannien wurde in fast allen Kommunen an der Küste schon nachgewiesen – Allein in Ostfriesland gab es bisher ingesamt 168 Fälle – im Kreis Leer gab es auch schon eine Infektion in einer Kita. Die Virusmutation gilt als aggressiver und weitaus ansteckender.

DRK-Landesverband kritisiert vorzeitige Impfungen

Der Landesverband vom Roten Kreuz verurteilt die vorzeitige Corona-Impfung von Führungskräften in den Ortsverbänden. Die Nicht-Einhaltung der Impf-Reihenfolge sei bedauerlich. Unter anderem hatte der Leeraner DRK-Chef Hary Feldmann sich vorzeitig impfen lassen. Der Leeraner Verband hat die vorzeitige Impfung ihres Chefs zwar kritisiert, sieht aber keine Veranlassung für seine Entlassung oder andere persönliche Konsequenzen. Zuletzt wurden auch an der Küste immer wieder Fälle bekannt in denen Personen vorzeitig geimpft wurden – am prominentesten der vom Chef der Kliniken Aurich, Emden, Norden, Claus Eppmann. Auch im Kreis Friesland werden gerade zwei Fälle geprüft, in denen jemand vielleicht zu früh geimpft wurde.

Kaum Nebenwirkungen durch AstraZeneca in Aurich

Im Landkreis Aurich gab es bisher kaum Ausfälle beim Pflegepersonal durch eine Impfung mit dem AstraZeneca-Mittel. Es hätten sich nicht mehr Personen krankgemeldet, als bei den Gruppen, die mit den anderen Impfstoffen versorgt worden, sagte ein Kreissprecher. In Aurich wurden vor allem Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste mit AstraZeneca geimpft. Über den Impfstoff gibt es wegen seiner Nebenwirkungen aktuell Diskussionen: Im Emder Klinikum hatten sich nach einer Impfung rund 30 Mitarbeiter wegen der Nebenwirkungen krankgemeldet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Virologe Christian Drosten hatten den Impfstoff verteidigt – auch wenn Nebenwirkungen auftreten sei er unbedenklich.

Ehemalige Corona-Patienten können Blutplasma spenden

Wer eine Corona-Infektion hinter sich hat kann unter anderem in Oldenburg sein Blutplasma spenden. Darin sind Antikörper, die das Immunsystem von Corona-Patienten bei der Bekämpfung des Virus unterstützen. Damit soll die Dauer der Infektion verkürzt werden. Das Verfahren wird gerade in mehreren Studien untersucht – erste Ergebnisse zeigen, dass die Behandlung mit Antikörpern aus Blutplasma vor allem zu Beginn des Krankheitsverlaufs sehr effektiv sein kann.

Impfungen bald vielleicht auch beim Hausarzt

In Niedersachsen könnte es bald vielleicht auch beim Hausarzt die Corona-Impfung geben. Der NDR berichtet, dass schon ab dem 01. März ein Pilotprojekt starten soll – in dem sollen eine Handvoll Praxen den Anfang machen. Hauke Mucha mit Einzelheiten. Bisher gab es die Impfung nicht beim Hausarzt – als Grund dafür wurde immer der Impfstoffmangel und die aufwändige Lagerung genannt. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer muss z.B. bei Minus 70 Grad gelagert werden. Anfang kommender Woche wollen Land und Kassenärztliche Vereinigung aber über ein Pilotprojekt beraten: wahrscheinlich geht es dabei vor allem um den Impfstoff von AstraZeneca.  Der kann unkompliziert gelagert werden und ist schon in größeren Mengen verfügbar, vor allem weil er nicht an alte Menschen verabreicht werden darf. Ziel ist es, die Impfungen noch zu beschleunigen. Denn auch wenn die Lieferungen jetzt Fahrt aufnehmen haben die Impfzentren eine begrenzte Kapazität. Das im Landkreis Leer z.B. kann am Tag maximal 400 Personen impfen, selbst wenn mehr Impfstoff da wäre.

Weiterer Corona-Todesfall im Landkreis Aurich

Der Landkreis Aurich meldet einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Seit Ausbruch der Pandemie sind damit insgesamt 39 Menschen in Folge einer Infektion gestorben, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Zahl der aktiven Fälle ist im Kreisgebiet aber wieder gesunken. 

Mehr regionale Entscheidungen über Corona-Regeln

Über Verschärfungen und Lockerungen der Corona-Regeln wird in Zukunft mehr regional entschieden. Das haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Chef des Robet Koch-Instituts, Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz gesagt. Das hängt mit den unterschiedlichen Sieben-Tages-Inzidenzen in den Kommunen zusammen. Deswegen hätten Bund und Länder auch nicht genauer gesagt, ob Lockerungen an eine landesweite oder bundesweite Inzidenz von unter 35 gekoppelt werden.

Landkreis Friesland erwartet wöchentlich neue Impfstoff-Lieferungen

Der Landkreis Friesland erwartet bis Ende März insgesamt rund 4.500 Impfdosen von BionTech, 3.800 Impfdosen von AstraZeneca und 100 Impfdosen von Moderna. Es soll wöchentlich neue Lieferungen geben, teilt die Kreisverwaltung mit. Damit können auch kontinuierlich weitere Termine im Impfzentrum in Roffhausen vereinbar werden. Der Landkreis will die Kapazitäten auch nochmal erhöhen. 

Eltern verlangen regionale Öffnungen der Kitas

Zahlreiche Eltern von Kita-Kindern verlangen, dass die Kitas je nach Corona-Infektionslage in den Kommunen wieder geöffnet werden. Es sollte zumindest einen einschränkten Betrieb mir zusätzlichen Schnelltests geben, so die Landeselternvertretung der niedersächsischen Kindertagesstätten. Sie begründet das mit der schwierigen Situation für Familien und Kinder. Im Moment gibt es in den Kitas nur eine Notbetreuung für maximal die Hälfte der Kinder. Laut Kultusminister Grant-Hendrik Tonne soll im März der eingeschränkte Betrieb wieder anlaufen, wenn die Infektionszahlen das zulassen. 

Leichte Lockerungen im Kreis Friesland

Der Landkreis Friesland lockert einige seiner Corona-Schutzmaßnahmen. Ab morgen wird die erweiterte Maskenpflicht im Landkreis aufgehoben, die zum Beispiel in den Fußgängerzonen in Jever und Varel oder Wochenmärkten galt. Nur auf Parkplätzen von Geschäften, in den Geschäften selbst und vielen anderen Orten muss ein Mundnasenschutz getragen werden. Auch öffentliche Sportstätten und Hallen werden ab 1. März wieder geöffnet, aber nur für kontaktlosen Individualsport zwischen ein und zwei Personen. Außerdem müssen die Sportvereine dafür Hygienekonzepte vorlegen.

Nächste Woche Entscheidung über Wechselunterricht Anfang März

Das niedersächsische Kultusministerium will nächste Woche über die Rückkehr aller Klassen in die Schulen im Wechselmodell entscheiden. Es schließt dabei auch regionale Ausnahmen nicht aus. Kultusminister Grant-Hendrik Tonne möchte so schnell wie möglich wieder in den Wechselbetrieb zurückzukehren. Ziel sei Anfang März, darüber werde nächste Woche entschieden. Die Infektionszahlen seien nicht so, wie für einen Betrieb mit allen Schülern zur gleichen Zeit nötig, so Tonne. Kinder müssten in die Schulen, das müsse aber verantwortungsbewusst geschehen.

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