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09Mrz 21

Etwa 60 Arztpraxen bieten kostenlosen Schnelltest an

An der Küste bieten bisher etwa 60 Arztpraxen einen kostenlosen Corona-Schnelltest an. Die meisten gibt es in Wilhelmshaven – die Praxen sind aber in der ganzen Region relativ gleichmäßig verteilt. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen mit. Allerdings reichen die Tests nicht für alle, deshalb sollte man vorher in der Praxis anrufen.
Bei welcher der rund 13 000 Arztpraxen in Niedersachsen so ein Test möglich ist, können Interessierte unter www.arztauskunft-niedersachsen.de sehen. Unter «Besonderheiten» lässt sich dort nach Corona-Schnelltestmöglichkeiten suchen. Die Liste werde derzeit ergänzt und sukzessive wachsen, so die KVN.

Städtetag gegen Inzidenzbasierte Lockerungen

Der niedersächsische Städtetag fordert vom Land, dass die Lockerungen der Corona-Regeln nicht mehr an die Inzidenzwerte gekoppelt sind. Die Zahlen würden zu sehr schwanken – damit gäbe es keine Planungssicherheit. Vor allem bei den Kitas wäre das ein Problem, weil sich die Lage innherhalb einer Woche mehrmals ändern könne. Ähnlich hatte sich auch schon Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff geäußert – Emden ist ebenfalls im Städtetag vertreten. Seit gestern gelten die neuen Corona-Regeln in Niedersachsen. Darin ist zum Beispiel die Öffnung in Kitas erlaubt, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. Wenn der Wert aber wieder steigt müssen die Einrichtungen wieder schließen.

Zwei weitere Todesfälle

An der Küste gibt es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Einen im Kreis Wittmund und einen Im Landkreis Aurich. Betroffen waren eine über 80-jährige aus Holtriem und ein 54-jähriger Mann von Norderney. Die Infektionslage an der Küste entspannt sich allerdings weiter. Nur Emden und der Kreis Leer liegen über einem Inzidenzwert von 50. Alle anderen Kommunen liegen sogar unter 35. Die Werte sind im Vergleich zu gestern an der ganzen Küste leicht zurückgegangen. Wittmund hat sogar deutschlandweit einen der niedrigsten Werte.    

Arbeiter dürfen „Odyssey Of The Seas“ wieder verlassen

Die Beschäftigten auf der „Odyssey Of The Seas“ dürfen das Schiff jetzt wieder verlassen. Das hat ein Sprecher der Bremer Senatorin für Gesundheit gestern mitgeteilt. Vor einer Woche wurde das Schiff von der Papenburger Meyer Werft über die Ems in Richtung Nordsee überführt. Seitdem waren mehrere Corona-Fälle bei der Besatzung festgestellt worden. Deswegen saßen rund 1.000 Arbeiter und Besatzungsmitglieder auf dem Schiff fest. Die zuständigen Behörden gehen aber nicht davon aus, dass es weitere Fälle gibt.

Bonuszahlungen für VW-Beschäftigte geringer als sonst

Die Tarifbeschäftigten von Volkswagen bekommen für das vergangene Jahr deutlich weniger Bonus als noch in den vorigen Jahren. Nach den Verhandlungen wurde heute bekannt gemacht, dass es insgesamt 2 700 Euro extra für die Beschäftigten gibt. Mehr ist für VW durch die aktuelle Geschäftslage nicht drin, Grund sind Einsparungen durch die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr. Schon im November hatte der Konzern den Mitarbeitern 1700 Euro überwiesen – der Gesamtbetriebsrat hat den Zusatzaufschlag jetzt noch ausgehandelt. Der soll im Mai ausgezahlt werden.

 Möller fordert Unterstützung der Bundeswehr beim Impfen

Die SPD-Bundestagsabgeordnete von der Küste, Siemtje Möller, wünscht sich mehr Tempo bei der Impfkampagne. Um die Impfungen voranzutreiben, müsste demnach auch die Bundeswehr mit einbezogen werden. Dafür gebe es dort auch gut ausgebildetes Personal, so die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD. Dass die Marine beim Testzentrum in Wilhelmshaven hilft, sei schon ein guter erster Schritt.  

Todesfall mit Corona-Zusammenhang im Landkreis Aurich

Im Landkreis Aurich gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, ist ein 54-jähriger Mann von Norderney im Klinikum Oldenburg an den Folgen einer Infektion verstorben. Das Infektionsgeschehen im Kreis Aurich bleibt weiterhin recht entspannt, für heute berechnet das Landesgesundheitsamt Niedersachsen einen Siebentagesinzidenzwert von 27,4.

Osterfeuer im Landkreis Aurich können vielleicht stattfinden

Die Osterfeuer im Kreis Aurich können in diesem Jahr vielleicht doch stattfinden. Wie der SPD-Landtagsabgeordnete aus Aurich Wiard Siebels mitteilt, wolle das Innenministerium die Feuer unter Einhaltung der Coronaregeln und mit  begrenzter Teilnehmerzahl erlauben. Voraussetzung ist aber eine niedrige Inzidenz in der jeweiligen Kommune. Die hätte der Landkreis Aurich momentan, nach Angaben vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen liegt der Inzidenzwert dort gerade bei rund 27.  

Zweitimpfungen für über 80-Jährige im Landkreis Leer gestartet

Im Landkreis Leer sind gestern die Zweitimpfungen für über 80-Jährige gestartet. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Die Impfaktion in den Pflegeheimen ist im Landkreis Leer bereits abgeschlossen, Bewohner und Personal sind jeweils durchgeimpft. Dadurch, dass im Impfzentrum jetzt sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen durchgeführt werden, kommt es dort zu einem größeren Andrang. Allein gestern waren 500 Impfungen eingeplant. Deshalb hat der Landkreis jetzt nochmal darauf hingewiesen, dass es reicht, kurz vor dem vereinbarten Termin zum Zentrum zu kommen.

Landkreis Friesland noch in Planungen zu kostenlosen Testzentren

Im Landkreis Friesland soll es die kostenlosen Corona-Schnelltests beim Kreisverband Jeverland vom Deutschen Roten Kreuz geben. Das hat ein Sprecher vom DRK bestätigt. Weil aber noch keine genaue Abstimmung mit dem Landkreis erfolgt ist, dauert es wohl noch, bis die kostenlosen Tests auch angeboten werden. Die Kreisverwaltung will auf die Bundes-Testverordnung warten. Derzeit gibt es schon in Roffhausen und im Freibad in Jever zwei Testzentren vom Landkreis Friesland. Dazu kommen zwei private organisierte Zentren in Varel.

08Mrz 21

Besatzung sitzt auf Kreuzfahrtschiff fest

Auf dem neusten Kreuzfahrtschiff der Meyer-Werft sitzen zurzeit rund 1.000 Arbeiter und Besatzungsmitglieder fest. Auf der „Odyssey Of The Seas“ gab es weitere Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt geht nicht davon aus, dass es noch weitere Fälle geben wird, weil die Infizierten bereits als Kontaktpersonen isoliert waren. Trotzdem muss die  Besatzung erstmal auf dem Schiff bleiben. Die «Odyssey of the Seas» war vor rund einer Woche über die Ems in Richtung Nordsee überführt worden. Für die Endausrüstung liegt das Kreuzfahrtschiff nun in Bremerhaven. Nach Angaben der Meyer-Werft werden alle Arbeiter an Bord täglich auf das Coronavirus getestet.

Friesland will Kontaktbeschränkungen weiter lockern

Der Landkreis Friesland will die Kontaktbeschränkungen noch weiter lockern. Demnächst sollen treffen von maximal 10 Personen aus drei Haushalten erlaubt sein. Vorher muss das Landesgesundheitsamt aber noch grünes Licht geben. Weitere Lockerungen bei den Kontaktregeln sind dann erlaubt, wenn die Inzidenz stabil unter 35 bleibt – aber eben nur mit Zustimmung vom Land. Friesland liegt im Moment knapp darunter.

Immer mehr Nachfrage nach Psychotherapie

Seit Beginn der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach Psychotherapien deutlich an. Bei den Erwachsenen wollten seit vergangengen März etwa 40 Prozent mehr einen Therapieplatz haben, bei den Kindern waren es sogar 60 Prozent. Dadurch steigen die Wartezeiten für einen freien Platz landesweit deutlich an.  Laut der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen müssen vor allem Angst-Störungen und Depressionen behandelt werden.

Nur zwei Neuinfektionen in Ostfriesland

In Ostfriesland wurden heute nur zwei neue Corona-Fälle gemeldet. Einer im Kreis Aurich und einer im Kreis Wittmund. Die anderen Kommunen melden keine Neuinfektionen. In Friesland und Wilhelmshaven gab es allerdings auch neue Fälle. Die Inzidenzwerte liegen außerdem fast überall unter 35. Emden hat eine Inzidenz von 56,1. Der Kreis Leer liegt bei 99,6. Die Zahlen sind Montags meist niedriger, weil übers Wochenende nicht so viel getestet wird. Allerdings sind sie im Vergleich zum vergangenen Montag in jeder einzelen Kommune rückläufig.  

Landkreis Wittmund weitet Schnelltests aus

Der Landkreis Wittmund weitet das Schnelltest-Angebot aus. Das Rote Kreuz bietet ab Mittwoch in Esens, Friedeburg und Holtriem kostenlose Tests an. In Wittmund sind die Tests schon verfügbar. Dafür muss man sich vorher anmelden. Seit heute müssen alle Kommunen jedem Einwohner pro Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest anbieten. Deshalb will die Stadt Wilhelmshaven z.B. ein zweites Testzentrum im Stadtnorden aufbauen.

Ab heute gelten neue Corona-Regeln

Ab heute gelten die neuen Corona-Regeln vom Land. So können sich ab sofort bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen, Kinder unter 14 Jahren sind von der Regelung ausgenommen. Liegt der Inzidenzwert in einer Kommune stabil unter 35, wären auch Treffen von bis zu zehn Erwachsenen aus drei Haushalten erlaubt, dazu muss jeder Landkreis aber selbst eine Allgemeinverfügung erlassen, die vorher zusätzlich vom Land genehmigt werden muss. Die Kindertagestätten machen heute auch wieder auf. Auch der Einzelhandel darf mit Terminvereinbarung wieder öffnen.

Lockerungen der Maßnahmen gelten auch für den Landkreis Leer

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen gelten auch für den Landkreis Leer. Das war heute Morgen noch unklar gewesen, weil zum Beispiel die Kontaktbeschränkungen nur gelockert werden dürfen, wenn die Siebentagesinzidenz in einer Kommune unter 100 liegt. Nach Berechnung vom Landesgesundheitsamt Niedersachsen beträgt der Wert im Kreisgebiet Leer heute aber 99,6. Damit darf auch der Einzelhandel im Landkreis mit vorheriger Terminabsprache mit den Kunden wieder öffnen. Auch die Kitas dürfen wieder auf machen.

FDP/FW-Gruppe kritisiert Allgemeinverfügung der Stadt Wilhelmshaven

Die FDP/FW-Gruppe im Wilhelmshavener Stadtrat kritisiert die neuen Corona-Maßnahmen in der Stadt. Dass in der neuen Allgemeinverfügung von einer dynamischen Ausbreitung des Virus gesprochen werde, sei Panikmache, so ein Sprecher der Gruppe. Denn die Inzidenz wäre mittlerweile wieder auf unter 35 gefallen. Daher wäre auch die Ausweitung der Maskenpflicht auf Parkplätzen und auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke sinnloser Aktionismus. Die neue Verordnung gilt in Wilhelmshaven ab heute.

Impfstart für Kitas und Grund- und Förderschulen

In Kitas und Grund- und Förderschulen in Niedersachsen sollen bald die ersten Beschäftigten geimpft werden. Das teilt Kultusminister Grant Hendrik Tonne mit. Die Impfzentren in den Kommunen sollen demnächst Kontakt mit den Schulen und den örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen. Dann können auch konkrete Termine vereinbart werden. Die Impfung würde dann durch mobile Teams durchgeführt werden, möglich ist aber auch eine Terminabsprache im nächstgelegenen Impfzentrum.

Osterfeuer am Meer abgesagt

Das Osterfeuer am Meer wird auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Das teilt der Tourismus-Service Norden-Norddeich mit. Eigentlich war das Osterfeuer für den 3. April angesetzt. Wegen den Kontaktbeschränkungen sei das aber nicht umsetzbar, so ein Sprecher des Tourismus-Service. Zuletzt hatte auch schon die Stadt Wilhelmshaven alle Osterfeuer in der Stadt abgesagt. Auch der Landkreis Leer und die Stadt Emden haben schon angekündigt, dass die Osterfeuer in der Region ausfallen müssen.

Zahlreiche Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen am Wochenende

Die Polizei hat am Wochenende in Friesland und Wilhelmshaven zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Verordnung registriert. In Wilhelmshaven waren es nach Polizeiangaben wohl 40 Verstöße, die geahndet wurden. Die Beamten mussten außerdem in Varel eine Grillparty mit sieben Personen aus vier Haushalten auflösen. Besonders kritisch war die Situation aber in Papenburg, wo sich am Freitag 500 und am Samstag 150 Personen aus der Autoszene getroffen haben. Einige davon seien auch aus dem Landkreis Leer und aus der Stadt Emden gekommen, schreibt die Polizei. Die Abstandsregeln wurden bei dem Treffen wohl nicht immer eingehalten.

Erweiterte Öffnungszeiten in Wilhelmshavener Impfzentrum gut angenommen

Die erweiterten Öffnungszeiten im Impfzentrum in Wilhelmshaven wurden am Wochenende gut angenommen. Am Samstag und Sonntag hatte das Zentrum in der Güterstraße von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Für diese Zeit war für die unter 65-Jährigen Impfberechtigten keine Terminvereinbarung nötig, weshalb es teilweise zu langen Wartezeiten gekommen ist. Von den 1300 Dosen AstraZeneca, die zur Verfügung standen, wurden bis gestern Nachmittag rund 800 verimpft, sagt der Leiter vom Impfzentrum Klaus-Peter Schaps gegenüber der WZ.

Vereinfachter Zugang zu Hartz IV verlängert

Die Regelung zu einem vereinfachten Zugang zu Hartz IV wurde bis zum 31. Dezember verlängert. Das teilt der Sozialverband Deutschland mit. Grund sind die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die Beantragung von Arbeitslosengeld soll dadurch weiterhin schneller und unbürokratisch möglich sein. Auch die Vermögensprüfung wird für sechs Monate ausgesetzt. 

Freude über Öffnung von Einzelhandel in der Region

Der Einzelhandel in der Region freut sich über die Öffnung der Läden. Die Freude unter den Kaufleuten sei groß gewesen, so ein Sprecher vom Kaufmännischen Verein Aurich. Allerdings hätte es schon die Hoffnung gegeben, dass der Einzelhandel unter Einhaltung aller Corona-Regeln wieder öffnen darf. Ab heute dürfen Läden nach Terminabsprache mit den Kunden wieder öffnen, Voraussetzung dafür ist aber, dass die Siebentagesinzidenz in der einzelnen Kommune unter 100 ist. Es ist auch verboten, dass Kunden aus Gebieten mit höheren Inzidenzwerten in geöffneten Geschäften in anderen Landkreisen einkaufen.

Marine hilft bei Einrichtung von zweitem Testzentrum in Wilhelmshaven

Die Marine hilft der Stadt Wilhelmshaven bei der Einrichtung eines zweiten Testzentrums. Das gibt der Admiral der Einsatzflottille 2 bekannt. Ein Amtshilfeantrag wurde jetzt auch offiziell aus Berlin bestätigt. Bisher haben die Marinesoldaten schon in Altenpflegeheimen in Wilhelmshaven beim Testen geholfen. Ob die Soldaten auch im geplanten Zentrum im Stadtnorden mit testen können, muss der Bund noch entscheiden.

Fangohr kritisiert Bund-Länder-Beschluss

Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr hat den Bund-Länder-Beschluss aus der vergangenen Woche kritisiert. Gerade im Hinblick auf den Ostertourismus sei es schwer zu verstehen, dass die Verordnung bis zum 28. März gilt, so Fangohr. Man brauche deutlich mehr Vorlauf, wenn Tourismus zu Ostern möglich sein sollte. Bund und Länder wollen über den Tourismus erst bei der nächsten Konferenz Ende März diskutieren. Die Osterferien starten in Niedersachsen am 29. März.

05Mrz 21

Corona-Impfungen in der Region kommen besser voran

Die Corona-Impfungen an der Küste gehen langsam besser voran. Im Kreis Friesland starten bald die Impfungen für Personen der Prio-Kategorie 2. Das sind zum Beispiel Mitarbeiter aus Arztpraxen, die Polizei oder Lehrer und Erzieher. Bewohner und Personal aus den Altenheimen sind in Friesland so gut wie durchgeimpft, heißt es vom Landkreis. Bis Ende April sollen dann auch die Impfungen bei den über 80-jährigen abgeschlossen sein. Auch in Wilhelmshaven soll die Gruppe bis Ende April geimpft sein.  Außerdem öffnet das Impfzentrum dort jetzt auch erstmal am Wochenende: Berufstätige aus der Kategorie 1 können sich Samstag und Sonntag sogar ohne Termin impfen lassen. Der Landkreis Aurich startet bereits mit Impfungen von Polizeipersonal und Lehrkräften. Auch in Emden gibt es bald mehr Tempo bei den Impfungen: Die Stadt erhöht ab Mitte März die Kapazität der Impfzentren. Ab April rechnet die Stadt mit größeren Impfstoff-Lieferungen. Hoffnung macht außerdem, dass ab kommenden Monat auch bei den Hausärzten geimpft werden soll.

Handel ist verunsichert

Der Handel an der Küste ist von den Beschlüssen von Bund und Ländern verunsichert. Ab Montag soll der Einzelhandel zumindest mit Shopping-Auf-Termin-Angeboten wieder öffnen dürfen. Die Läden haben aber noch keine offiziellen Zusagen bekommen. Das liegt daran, dass die Landkreise erst auf das Land warten wollen: das bringt die neue Corona-Verordnung aber erst Samstag raus. Der Chef vom ostfriesischen Einzelhandelsverband, Johann Doden, kritisiert außerdem, dass die Öffnung der Läden an die Inzidenz gekoppelt ist – wenn die Geschäfte ständig öffnen und schließen würde das niemandem helfen.

Ich habe echte Bedenken, dass wenn es jetzt noch weitergeht mit irgendwelchen Lockdowns, wir ein stückweit verbrannte Erde in Deutschland haben. Für die Innenstädte und alles was dran hängt wäre das ein verherendes Bild.

Johann Doden, Geschäftsführer Einzelhandelsverband Ostfriesland

Landkreis Leer mit zwei weiteren Corona-Todesfällen

Die Kreisverwaltung in Leer meldet einen weitere Todesfall, der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steht. Generell bleibt die Infektionslage im Kreisgebiet angespannt, heute wurde ein Höchstwert an aktiven Corona-Infektionen im Landkreis Leer gemeldet. Derzeit gibt es dort 352 akute Corona-Infektionen.

Inzidenzwerte an der Küste (Stand 05.03. 09:00 Uhr):

(Neuinfektionen in sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner)

Stadt Wilhelmshaven – 38,1

Landkreis Friesland – 32,4

Landkreis Wittmund – 15,8

Landkreis Aurich – 27,9

Stadt Emden – 40,1

Landkreis Leer – 100,1

Dortmunder Rechtsanwalt untersucht in der Impfaffäre

In der Impfaffäre um Klinikchef Claus Eppmann soll jetzt der Dortmunder Rechtsanwalt Martin Rehborn ein Gutachten erstellen. Den Auftrag hat Aurichs Landrat Olaf Meinen erteilt. Rehborn ist auf wirtschaftlich- und medizinrechtliche Beratung spezialisiert. Der Kreistag in Aurich und der Stadtrat in Emden hatten sich kürzlich für eine externe Aufklärung der Impfaffäre ausgesprochen. Der Klinikchef in Aurich, Emden und Norden Claus Eppmann war bereits gegen Corona geimpft worden, obwohl er nicht zu einer priorisierten Gruppe gehört. Während der Zeit der Untersuchung wurde ihm empfohlen, sein Amt an den Standorten Aurich und Norden ruhen zu lassen.

Kostenfreie Schnelltests werfen Fragen auf

Bisher ist unklar, wie die kostenlosen Schnelltests für alle ab Montag umgesetzt werden sollen. In einigen Landkreisen an der Küste gibt es private Schnelltestzentren: zum Beispiel in Wittmund, Friesland oder Wilhelmshaven. Die wollen die Landkreise unterstützen. Auch der Landkreis Aurich wartet noch auf genauere Infos vom Land. Geklärt werden muss vor allem wie die Tests dokumentiert werden und wie die Kostenübernahme läuft. Leers Landrat Matthias Groote will vor allem auf Tests in den Apotheken setzen.

Dort muss mit dem Verband gesprochen werden, ob die das leisten können. Die Kommunen können an dieser Stelle nicht an jeder Ecke neue Testzentren auf machen. Wir suchen noch Personal für unsere Impfzentren!

Matthias Groote, Landrat Landkreis Leer

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt dass jeder ab kommender Woche einmal wöchentlich umsonst einen Corona-Schnelltest machen kann.

Akzeptanz von AstraZeneca weiter umstritten

Der Impfstoff von AstraZeneca wird an der Küste immer noch kritisch gesehen. Im Impfzentrum vom Landkreis Wittmund gab es offenbar sogar Tage an denen keine Impfberechtigten da waren, weil sie nicht mit AstraZeneca geimpft werden wollen. Anders sieht es im Kreis Aurich aus: da lehnen jetzt immer weniger Menschen eine Impfung mit AstraZeneca ab. Viele Menschen sind skeptisch, weil sie Angst davor haben, dass der Impfstoff nicht effektiv genug ist oder sie dann starke Nebenwirkungen kriegen. Verschiedene Vertreter aus Politik und Wissenschaft hatten den Impfstoff immer wieder verteidigt. Gestern hat die ständige Impfkommission auch grünes Licht dafür gegeben, dass auch alte Menschen mit AstraZeneca geimpft werden dürfen. Bisher gab es den Impfstoff nur für Personen bis 64-Jahren, weil noch  nicht klar war, wie effektiv er bei Älteren ist.

Landesschülerrat begrüßt Schulöffnungen

Der Landesschülerrat in Niedersachsen begrüßt die geplanten Schulöffnungen für diesen Monat. Das Homeschooling der letzten Monate sei sehr belastend gewesen, so ein Sprecher. Deswegen seien die Schüler froh, wieder in die Schulen zurückkehren zu können. Der Lehrerverband in Niedersachsen kritisiert dagegen das Test- und Impfangebot für Lehrkräfte im Land. Es könne nicht sein, dass in anderen Bundesländern schon Lehrer geimpft wurden und es in Niedersachsen noch nicht mal Termine dafür gebe, so ein Verbandssprecher. Ohne ein entsprechendes Test- und Impfangebot dürfe es auch keine weiteren Schulöffnungen geben. Ab Mitte des Monats sollen die Schulen wieder in den Wechselbetrieb gehen.

Erste Impfungen für Polizeibeamte in den Landkreisen Aurich und Wittmund

In dieser Woche wurden in den Landkreisen Wittmund und Aurich die ersten Polizeibeamten geimpft. Nach der Landesverordnung sollen Einsatzkräfte aus dem Streifendienst zuerst eine Impfung bekommen. Dafür wird der AstraZeneca-Impfstoff verwendet. Knapp 90 Prozent aus der priorisierten Gruppe haben sich in den Landkreisen zu einer Impfung bereit erklärt. Der Landkreis will außerdem bis Ende der Osterferien eine Großzahl von Erziehern, und Grund- und Förderschullehrern impfen.

Aufregung um Impfung von ehemaligem Bürgermeister

Aktuell gibt es Aufregung um die Corona-Impfung von Langeoogs ehemaligem Bürgermeister Uwe Garrels. Der ist mittlerweile bei den Seenotrettern und hat dort eine Impfung bekommen. Die Zeitung „taz“ hatte darüber berichtet und ihm und anderen Mitglieder vorgeworfen sich den Impfstoff erschlichen zu haben. Die Seenotretter sagen der Bericht ist rufschädigend und falsch: die Seenotretter zählen als Rettungsdienst und wurden deshalb vom Verkehrsministerium angeschrieben, dass die Mitglieder in erster Priorität geimpft werden können.

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