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14Mai 21

Neue Urlaubs-Regeln

Ab heute gelten neue Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer. Vollständige geimpfte oder Genesen müssen bei Einreise nicht mehr in Quarantäne, es sei denn sie kommen aus einem Gebiet mit neuen Virusvarianten. Auch wer nicht geimpft ist kann die Quarantäne mit der Vorlage von einem negativen Test umgehen. Damit soll der Reiseverkehr im Sommer ein wenig normalisiert werden. Viele Experten, wie der Virologe Christian Drosten oder SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, hatten zuletzt gute Prognosen für die Entwicklung im Sommer abgegeben.

Lieferengpass zwingt fast alle Kommunen zu langen Wartezeiten beim Impfen

Die Kommunen an der Küste kritisieren das Land für die angekündigten Lieferengpässe beim Impfstoff. Frieslands Landrat Sven Ambrosy will vor allem, dass das Land bei Impfungen für über 60 jährige nachbessert. Durch die Öffnung von neuen Priorisierungsgruppe würden sich die Menschen Hoffnung machen. Auch Wittmunds Landrat Holger Heymann äußert scharfe Kritik. Er hat sich in einem Brief an Gesundheitsministerin Behrens gewandt. In den kommenden Wochen kriegen die Impfzentren kaum Dosen für Erstimpfungen. Das Land begründet das damit, dass nur unregelmäßig Nachschub vom Bund kommt.

Arbeitsagentur warnt vor Anstieg der  Langzeitarbeitslosigkeit

Die Langzeitarbeitslosigkeit an der Küste könnte durch Corona stark steigen. Das befürchtet die Arbeitsagentur Leer-Emden. Langzeitarbeitslos ist man, wenn man mehr als ein Jahr ohne Job ist – seit Beginn der Pandemie sind etwa 900 Personen dazugekommen. Jetzt sind auch Berufsgruppen betroffen, die damit sonst weniger zu tun haben – Selbstständige oder geringfügig Beschäftigte.  Das Arbeitsagentur befürchtet, dass selbst wenn es nach Corona wieder bergauf geht nicht alle wieder in einen Job zurückfinden werden.

Etwa jeder Dritte in Ostfriesland geimpft

In Ostfriesland ist knapp jeder Dritte mindestens einmal gegen Corona geimpft. Teilweise liegt die Küste aber knapp hinterm Landesdurchschnitt. Niedersachsenweit haben knapp 35 Prozent die erste Spritze bekommen. Die Zahl der Zweitimpfungen ist noch deutlich geringer. In den kommenden Wochen wird das Tempo bei den Impfungen aber wohl gedrosselt. Es gibt kaum Impfstoff für Erstimpfungen, weil fast die gesamten Liefermengen für Zweitimpfungen gebraucht werden.

12Mai 21

Mehrere Impfzentren in der Region beschweren sich über Impfstofflieferungen

Mehrere Impfzentren an der Küste beschweren sich über die Impfstoffverteilung vom Land. Im Landkreis Aurich wird das Impfzentrum in den kommenden Wochen wohl nur zur Hälfte ausgelastet sein, heißt es vom Landkreis. Das sei besonders schwierig, weil ja in nächster Zeit eigentlich die Priorisierungsgruppe 3 geöffnet werden soll. Auch in Wilhelmshaven wären eigentlich mehr Impfungen möglich, sagt der Leiter vom Impfzentrum Klaus-Peter Schaps im Gespräch mit Nordseewelle. Auch Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist hatte zuletzt beklagt, dass zu wenig Impfstoff in der Jadestadt ankomme. Wittmunds Landrat Holger Heymann hat jetzt sogar einen Brief an Gesundheitsministerin Daniela Behrens geschrieben, in dem er mehr Impfstoff für die Erstimpfungen fordert.
Land weist Kritik an Impfstoffverteilung zurück
Das Land Niedersachsen weist die Kritik an der Impfstoffverteilung zurück. An der Belieferung würde sich in den kommenden Wochen nichts ändern, so ein Sprecher vom Landesgesundheitsministerium. Aktuell sei es aber so, dass mehr Dosen für Zweitimpfungen gebraucht werden. Gleichzeitig heißt es, dass selbst wenn das Land demnächst mehr Impfstoff bekommt, der wohl nicht an die Impfzentren, sondern in die Arztpraxen geht. Viele Kommunen hatten kritisiert, dass sie demnächst nur wenig Impfstoff für Erstimpfungen kriegen. Der Kreis Aurich beispielsweise kann sein Impfzentrum nur mit halber Auslastung betreiben.

Landkreis Leer will 3.500 Genesenen im Kreisgebiet eine Bescheinigung ausstellen

Seit dieser Woche haben Leute, die eine Corona-Infektion überstanden haben, in Niedersachsen mehr Freiheiten. Deswegen will der Landkreis Leer in den kommenden Tagen den 3.500 Genesenen eine Bescheinigung für eine überstandene Krankheit ausstellen. Die muss niemand beantragen, heißt es von der Kreisverwaltung. Genesene dürfen mit dem Attest zum Beispiel wieder die Außengastronomie besuchen, außerdem sind sie von den Kontaktbeschränkungen ausgenommen. Auch der Landkreis Aurich will in den kommenden Tagen Genesen-Bescheinigungen verschicken.

Zwei weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Aurich

Erneut meldet der Landkreis Aurich Todesfälle im Zusammenhang mit Corona – nach Angaben der Kreisverwaltung sind zwei weitere Personen an den Folgen der Krankheit verstorben. Die Infektionszahlen an der Küste sind weiterhin recht entspannt – nur in der Stadt Emden liegt die Siebentageinzidenz weiter über 100. Das Robert-Koch-Institut meldet da heute einen Wert von knapp 112.  

Strafen für Impfdrängler gefordert

Es gibt immer häufiger Forderungen nach Strafen für Menschen die sich bei der Corona-Impfung vordrängeln wollen. Das würde immer wieder passieren, bisher fehle aber die Handhabe, heißt es von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Auch an der Küste gibt es wohl regelmäßig Fälle in denen sich Personen ohne Berechtigung zum Impftermin anmelden, im Kreis Aurich gab es das allein vergangenen Freitag 20 Mal.

Polizei will an Himmelfahrt verstärkt kontrollieren

Die Polizei ruft dazu auf sich auf morgen an Himmelfahrt an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Gegen einen Ausflug sei nichts einzuwenden. Wer aber gegen die Regeln verstößt, muss mit Strafen rechnen. Deshalb kündigt die Polizei für morgen auch verstärkt Kontrollen an. Die Erfahrung der letzten Jahre hätte gezeigt, dass vor allem wen Alkohol im Spiel ist, Regeln missachtet werden. Im vergangenen Jahr war in den Kneipen ein Ausschankverbot erlassen worden, das gibt es in diesem Jahr nicht.  

Veranstaltungsplanung an der Küste läuft wieder an

Nachdem das Land weitere Lockerungsschritte in Aussicht gestellt hat laufen auch die Planungen für einige Großveranstaltungen an der Küste weiter. Das Schützenfest in Esens soll in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden. Der Termin wurde allerdings auf Anfang September verschoben. Zutritt gibt es dann wahrscheinlich nur mit Test oder Impfung und unter den dann gültigen Regeln. Auch das Blütenfest in Wiesmoor und das Wochenende an der Jade in Wilhelmshaven sind in Planung. Details gibt es dazu noch nicht, die Veranstalter arbeiten aber auch an Alternativprogrammen.

11Mai 21

IG Metall Küste enttäuscht über Ergebnisse der Maritimen Konferenz

Die IG Metall Küste zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse der Maritimen Konferenz in Rostock. Es seien keine konkreten Maßnahmen entwickelt worden, um der Branche wieder auf die Beine zu helfen, so Bezirksleiter Daniel Friedrich. Trotzdem wäre man zu dem Entschluss gekommen, dass schnell gehandelt werden muss. Langfristig sollten die Strukturen verbessert werden, auch klimafreundliche Antriebstechniken könnten mehr Aufträge bringen. Hier sei aber staatliche Hilfe nötig, so Friedrich.  

Weil: Dritte Welle ist überwunden  

Die dritte Welle ist langsam überwunden. Das hat Ministerpräsident Stephan Weil in einer Regierungserklärung im Landtag heute gesagt. Dem Land sei es gelungen überdurchschnittlich gut durch diese Zeit zu kommen. Dennoch gibt es große Schwankungen im Land, was die Infektionszahlen angeht. Es sei jetzt trotzdem weiterhin wichtig vorsichtig zu sein, damit der positive Trend der letzten Tage sich fortsetzt, so Weil weiter.  

Zahl der Corona-Toten in Ostfriesland übersteigt 150 

An der Küste gibt es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus – einen im Kreis Aurich und einen im Kreis Leer. Damit gab es in Ostfriesland seit Beginn der Pandemie mehr als 150 Todesopfer durch das Virus. Die infektionszahlen bleiben aber weiter auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau. Der Kreis Wittmund hat landesweit die niedrigste Inzidenz mit einem Wert von 28. Die Stadt Emden liegt bei über 130 und steckt damit weiterhin in der Notbremse.  

Sporthallen im Landkreis Leer dürfen wieder auf machen

Die Sporthallen im Landkreis Leer dürfen wieder auf machen. Damit ist auch der Vereinssport wieder erlaubt – allerdings wohl nach Landesrecht erst wieder im nächsten Monat möglich, je nachdem wie sich die Inzidenz in Leer entwickelt. Die 28 Sporthallen waren knapp ein halbes Jahr geschlossen.  

Land Niedersachsen plant mit weiterem Stufenplan

Das Land Niedersachsen hat den Stufenplan für Lockerungen der Corona-Maßnahmen aktualisiert. Damit könnte es ab Ende des Monats weitere Lockerungen geben, je nachdem wie hoch die Inzidenz in einer Kommune ist. Steigt die Inzidenz über 100 gilt weiterhin die Bundesnotbremse.


Stufe 1 – Inzidenz zw. 100 und 50:
Außengastronomie geöffnet
Tourismus für Landeskinder
Veranstaltungen draußen mit bis zu 250 Teilnehmern
Einzelhandel: Öffnungen ohne vorherigen Terminvereinbarungen möglich

Stufe 2 – Inzidenz zw. 35 und 50:
Gastro innen geöffnet, allerdings mit Einschränkungen
Tourismus auch für Auswärtige
Veranstaltungen drinnen möglich
Freibäder dürfen öffnen
Spielbanken dürfen öffnen

Stufe 3 – Inzidenz zw. 10 und 35:
Einschränkungen in der Gastronomie werden weiter reduziert
Hallenbäder öffnen
Stationäre und nicht stationäre Veranstaltungen sind draußen mit Genehmigung möglich


89 Personen im Landkreis Friesland werden nach Kochsalz-Fauxpas nochmal geimpft

Nach den sechs Impfungen mit einer Kochsalzlösung im Landkreis Friesland werden jetzt 89 Personen noch einmal gegen das Coronavirus geimpft. Vergangenen Mittwoch mussten alle an dem Tag geimpften Personen noch einmal zu einem Antikörpertest. Bei 22 Personen, die zum ersten Mal gegen Corona geimpft wurden, konnten keine Antikörper festgestellt werden, weshalb sie jetzt alle nochmal geimpft werden. Außerdem haben sich 67 Personen gemeldet, die an dem Tag ihre zweite Impfung bekommen haben und keine starken Reaktionen auf die Impfung gezeigt haben. Bei beiden Gruppen ist das Vorgehen unbedenklich, heißt es vom Landesgesundheitsamt. Im April hatte eine Mitarbeiterin im Impfzentrum in Roffhausen Kochsalzlösung verimpft, weil sie vertuschen wollte, dass ihr ein Fläschchen BionTech-Impfstoff runtergefallen war.

Massive Steuerausfälle durch Corona befürchtet  

Dem Land fehlen in diesem Jahr durch die Folgen der Corona-Pandemie mehr als zwei Milliarden Euro an Steuergeldern. Das hat Finanzminister Reinhold Hilbers bekannt gegeben. Das, was bisher im Rahmen der Pandemie ausgezahlt wurde sei nur ein Teil der Kosten. Der größte Posten war bisher die Unterstützung der Kommunen, dafür hat das Land knapp eine Milliarde Euro ausgegeben. Viel Geld wurde auch für die Finanzhilfen für Unternehmen sowie für die Anschaffung von Schutzausrüstung ausgegeben. 

Nur wenige Hotels und Restaurants gestern geöffnet

Zum Start in die Lockerungen in Tourismus und Gastronomie sind gestern viele Betriebe noch geschlossen geblieben. Nach einer Umfrage der IHK hat nur knapp jedes dritte Hotel geöffnet. Bei den Restaurants war es jedes zweite. Viele brauchen noch Vorbereitungszeit um Personal und Waren zu organisieren. Ein großer Urlauberansturm blieb gestern erstmal aus. Die Anfrage an den Fähranleger zu den ostfriesischen Inseln war sehr verhalten, heißt es von den Reedereien.

Abwasseruntersuchungen bald evtl landesweit

Verschiedene niedersächsische Politiker sprechen sich dafür aus, dass landesweit im Abwasser Proben auf das Coronavirus genommen werden. Als Vorbild sollen die Niederlande dienen – dort werden ebenfalls im ganzen Land jede Woche 300 Stichproben entnommen und analysiert. Die Grünen Landtagsabgeordnete Meta Janssen Kucz will bei dem Thema Geschwindigkeit. Durch die Untersuchungen würden sich Infektionen verhindern lassen. Das Coronavirus, aber auch andere Krankheitserreger, sind im Abwasser nachweisbar. Daraus lassen sich Rückschlusse auf Mutationen oder den Verbreitungsgrad einer Krankheit ableiten.

„Lübeck“ rückt aus

Die Fregatte „Lübeck“ bricht heute von Wilhelmshaven in Richtung Ägäis auf. Da wird sie im Rahmen einer Nato-Operation den Seeraum überwachen. An Bord des Schiffes gibt es strenge Schutzmaßnahmen gegen Corona. Durch die Pandemie ist in den 122 Tagen an Bord auch kein Landgang geplant. Mitte September soll die „Lübeck“ nach Wilhelmshaven zurückkehren.

Nach Pfingsten Impfungen bei VW in Emden

Kurz nach Pfingsten sollen im Emder VW Werk die Corona-Impfungen starten. Zu Beginn stehen einige Hundert Dosen Biontech zur Verfügung, so Betriebsrat Manfred Wulff. Auch bei VW gilt intern eine Priorisierung– Mitarbeitende mit bestimmten Vorerkrankungen sollen als erstes eine Impfung bekommen. Die Impfungen beim Betriebsarzt seien wichtig um einen Beitrag zu leisten, so Wulff weiter. Beim Emder VW Werk hatte es immer wieder Corona-Ausbrüche gegeben, die sich auf den Arbeitsablauf ausgewirkt hatten.

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