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Auf dem Dach des Werksgeländes steht das Logo der Firma Tönnies in Form von zwei Kühen und einem Schwein. Im Zusammenhang mit dem derzeit bundesweit größten lokalen Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik von Tönnies im ostwestfälischen Kreis Gütersloh wurde bei mehr als 1500 Beschäftigten das Coronavirus nachgewiesen. Der Kreis überschreitet damit den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert. Foto: Guido Kirchner/dpa

 

Niedersachsen verbietet Touristen aus Gütersloh

Niedersachsen erlässt nach dem massenhaften Corona-Ausbruch im Bereich Gütersloh ein Beherbergungsverbot für Touristen aus der Region. «Das Land wird die bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern geltende Regelung im Tourismusbereich anwenden auf Menschen aus dem Bereich Gütersloh», sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover. Eine entsprechende Regelung werde gerade erarbeitet. Noch nicht entschieden ist, ob sie generell für Regionen in Deutschland mit einer erhöhten Zahl von Corona-Neufinfektionen gelten soll. «Wir sind wachsam und gucken, was in Nordrhein-Westfalen passiert.» Die Landkreise an der Küste überlegen außerdem auch einen Tourismusstopp für Menschen aus dem Kreis Warendorf einzuführen. Auch dort gibt es einen Lockdown, nachdem dort die Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen überschritten wurde. 

Nach dem massiven Corona-Ausbruch rund um die Fleischfabrik Tönnies im angrenzenden Westfalen hatten Kreis und Stadt Osnabrück bereits angeordnet, dass dort ab Mittwoch für Menschen aus Gütersloh und Warendorf deckungsgleich alle Vorschriften gelten, die Nordrhein-Westfalen für diese Regionen festgesetzt hat. Darüber hinaus müssen alle Schüler, die Schulen im Gebiet Osnabrück besuchen, sowie alle Kinder, die dort in Kindergärten, Kitas oder von Tagesmüttern betreut werden, vom Mittwoch bis 30. Juni zu Hause bleiben.

 

Beherbergungsverbot für Touristen aus Gütersloh gilt ab dem 26.06.2020

Ab dem 26.06.2020 brauchen Touristen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf ein ärztliches Attest, um an der Küste und in Niedersachsen Urlaub machen zu dürfen. Damit reagiert das Land auf den Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies. Nur wer negativ auf das Virus getestet wurde, darf anreisen. Ohne ein Attest gilt ein Beherbergungsverbot. Die Verordnung gilt erstmal bis zum 5. Juli.

 

Schlachthof im Kreis Oldenburg stellt Betrieb ein

Der Putenschlachthof Geestland in Wildeshausen im Kreis Oldenburg stellt den Betrieb nach dem Corona-Ausbruch ein. Die Zahl der Infizierten Mitarbeiter ist inzwischen auf 46 gestiegen, hat der Landkreis bekannt gegeben. Für alle Geestland-Mitarbeiter sind zwei Wochen Quarantäne angeordnet worden.

 

Zehn-Punkte-Papier für Schlachthöfe entwickelt

Nach den Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen in NRW und Niedersachsen fordern beide Bundesländer jetzt strengere Regeln für die Industrie. Die Arbeits- und Agrarminister haben ein zehn-Punkte-Papier entwickelt. Demnach dürfen die Unternehmen nur noch eigene Kräfte anstellen. Werksarbeiter in der Schlachtindustrie werden ab 2021 verboten. Die Arbeitszeiten der Mitarbeiter müssen dann elektronisch erfasst werden – und es darf nichts vom Lohn abgezogen werden, wenn Menschen untergebracht werden müssen. Damit wollen die Landesregierungen vor allem die Arbeitsbedingungen verbessern – beim größten Corona-Fall Tönnies in NRW sind ja vor allem viele Leiharbeiter aus Osteuropa angestellt – Mehr als 1.500 Menschen sind infiziert. Die Landkreise Gütersloh und Warendorf sind im Lockdown – und dürfen auch erstmal nicht an die Küste oder nach Niedersachsen reisen.

 

Sonderverfügung für Menschen aus Friesland und Wilhelmshaven mit Verbindung zu Tönnies

Menschen aus Wilhelmshaven und dem Landkreis Friesland, die sich regelmäßig in Rheda-Wiedenbrück in NRW beim Tönnies-Konzern aufhalten, sollen erstmal zuhause bleiben. Die Verwaltungen haben eine vorsorgliche Allgemeinverfügung erlassen – sie können aber gar nicht sagen, ob es solche Fälle überhaupt gibt. Menschen, die im direkten und indirekten Umfeld zum Schlachtbetrieb Tönnies in NRW stehen, sind damit in häuslicher Quarantäne. Sie dürfen auch keinen Besuch empfangen. Unter anderem gehört auch der Schlachthof in Wilhelmshaven zur Tönnies-Gruppe. In NRW sind mittlerweile über 1.500 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert.

 

Lehrer aus Gütersloh sollen Zuhause bleiben

Lehrer, die im Landkreis Güterloh leben und in Niedersachsen unterrichten, sollen erstmal Zuhause bleiben. Das hat Regierungssprecherin Anke Pörksen gesagt. Es geht dabei nicht darum, Menschen zu diskriminieren: “Wir versuchen angemessen zu reagieren auf die sich da abzeichnende Gefährdung”, sagte Pörksen. Es gehe darum, möglichst punktuell zu reagieren und den Wirtschaftsbetrieb in Niedersachsen zu schützen.

 

 

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